Schlagwort-Archive: Stadtbild

Entsetzen über Abriss einer Villa in der Wiehre

Abriss der Villa in der Silberbachstr. 25 (Foto: K.-U. Müller)

Mit blankem Entsetzen und großer Fassungslosigkeit haben Anwohner und Bürger reagiert und uns geschrieben, die beobachten müssen, wie in der Wiehe sang- und klanglos intakte Villen abgerissen werden. So gerade geschehen in der Silberbachstraße 25, wo eine alten, durchaus denkmalwürdige Villa in einwandfreiem Zustand gerade abgerissen wird.  Gleichzeitig wird in der Erwinstraße ein ebenfalls denkmalwürdiges Gebäude zum Abriss freigegeben, um einem modernen Komplex Platz zu machen, den selbst die Stadtverwaltung dort für ungeeignet hält (siehe: https://freiburg-lebenswert.de/buergerinitative-fuer-erhalt-der-erwinstr-15/). Und das alles nur weil man nicht bereit ist, die Gebäude rechtzeitig unter Denkmalschutz zu stellen (vgl. https://freiburg-lebenswert.de/fl-stellt-plaene-zur-novellierung-des-dschg-in-bw-vor/).

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Ruft denn da niemand „Halt!“?

Auf einen beachtenswerten Leserbrief in der Badischen Zeitung (BZ) vom 21. Juli 2017 möchten wir aufmerksam machen: Unter der Überschrift „Ruft denn da niemand ‚Halt‘?“ beschreibt Ingeborg Lambert-Sennrich aus Badenweiler die Siedlungs- und Bauwut in Freiburg und Umgebung, die mit „renditegetriebener Investorenarchitektur“ Stadt- und Dorfbilder zerstört.  Gerne möchten wir einige Passagen aus ihren Leserbriefen zitieren:

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Wieder sind denkmalwürdige Gebäude in Gefahr!

Wieder sind denkmalwürdige, alte, stadtbildprägende Gebäuse gefährdet: diesmal in der Schwarzwaldstraße 36-38, zwei Gebäude des alten Anwesens bzw. aus der Häusergruppe um das Gasthaus „Schützen“ in der Wiehre. Folgenden Beitrag hat unser Mitglied Joachim Scheck, Vorsitzender des Vereins VistaTour, heute auf Facebook pepostet. Seinen Aufruf zum Erhalt der Gebäude möchten wir nachdrücklich unterstützen:

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Die zweite Zerstörung unserer Städte nach ’45

ARD-Sendung „Bomben und Bausünden“

„Der Zweite Weltkrieg hat die deutschen Städte verwüstet, doch Experten meinen, dass der Wiederaufbau mehr Bausubstanz vernichtet hat als der verheerende Bombenkrieg. Wie konnte das passieren? Deutsche Architekten um Rüstungsminister Albert Speer hatten schon vor 1945 Wiederaufbaupläne in der Schublade. Von allem Nazi-Pomp entschlackt, kamen sie nach dem Krieg zum Einsatz. Ihre Vorbilder hatten sie dabei in den Prinzipien des modernen Städtebaus der 1920er Jahre. Die fortschrittliche Stadt sollte von Licht und Luft durchflutet sein; breite Straßen sollten sich durch die autogerechte Stadtlandschaft ziehen. Dieser Vision wurden oft die Reste der historischen Innenstädte geopfert.“

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Krokodilstränen bei Neubauprojekt in der Wiehre

Das Haus in der Erwinstr./Turneestr. (Foto: M. Managò)

Eine Eckbebauung in der Wiehre schlägt zum Jahreswechsel hohe Wellen. Unter der Überschrift „Verzweiflung im Stadtplanungsamt“ ist in der Badischen Zeitung (BZ) vom 30.12.2015 zu lesen, wie ein altes, denkmalwürdiges Haus in der Erwinstraße, Ecke Turnseestraße, abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll. Der Architekt, der gleichzeitig auch Teilhaber der Projektentwicklungsfirma ist, die dort bauen will, ist (im Auftrag eines Investors) damit auch Bauherr des geplanten Neubaus, das mehrfach vom Gestaltungsbeirat, von der Stadtverwaltung sowie vom Bürgerverein scharf gerügt worden ist. Am Architekten prallen offenbar allen Anregungen ab, was Stadtplanungsamtschef Roland Jerusalem dazu veranlasst, „ein Stück weit verzweifelt“ zu sein. Wenn er daran denke, dass das Gebäude tatsächlich so realisiert wird wie geplant, dann würde ihm „ganz anders“.

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Die Reste der Synagoge sichtbar erhalten

Die 1938 zerstörte Synagoge von Freiburg (Foto: Unbekannt - www.jgm-net.de)
Die 1938 zerstörte Synagoge von Freiburg (Foto: Unbekannt – www.jgm-net.de)

Pressemitteilung vom 06. Okt. 2016

Der Bericht in der Badischen Zeitung vom 04.10.2016 über die Funde des „Fundament-Mauerwerks“ der 1938 niedergebrannten und zerstörten Synagoge hat eine Diskussion darüber ausgelöst, was mit den Funden geschehen soll. Dass die Funde völlig „überraschend und unerwartet“ zu Tage traten verwundert uns etwas, da die Synagoge schließlich genau an dieser Stelle stand und es dort noch keine gravierende Eingriffe in die Tiefe gegeben hatte.

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Kirchstraße – zweierlei Maß beim Denkmalschutz

Das bemalte Haus in der Kirchstraße (Foto: Dr. W. Deppert)
Das bemalte Haus in der Kirchstraße (Foto: Dr. W. Deppert)

Die Eigentümerin des Hauses an der Ecke Kirchstraße / Konradstraße hat letztes Jahr beim Bauordnungsamt angefragt, ob eine Bemalung der Außenfassade erlaubt sei. Es wurde ihr mitgeteilt, es bestünde keine denkmalschützerische Vormerkung. Aufgrund dieser Auskunft und da die Fassade mehr als drei Jahrzehnte in einem hässlichen Zustand war, auch verunstaltet durch Schmierereien, wurde der Graffiti-Künstler Tom Brane beauftragt, die Fassade mit einem Gemälde zu versehen. Bevor der Künstler dieses jedoch fertigstellen konnte, wurde wegen einer „anonymen“ Anzeige vom Baurechtsamt verfügt, dass aus Denkmalschutzgründen die Arbeiten sofort eingestellt und das Gemälde übertüncht werden müsse.

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„Von Haus aus missglückt“

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„Bauherren und Architekten im Würgegriff des Bebauungsplans: Warum nur ist uns die Fähigkeit abhandengekommen, schöne und bewohnbare Städte zu bauen? Ein Denkanstoß von Christoph Mäckler.“ So lauten Überschrift und der Untertitel eines sehr lesenswerten Artikels des Architekten Christoph Mäckler, der in Freiburg unter anderem das Augustinermuseum ausgebaut hat, im Feuilleton der FAZ vom 1. Sept. 2016.

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Denkmalschutz „stärken und weiterentwickeln“

Mit einem Brief hatte sich Freiburg Lebenswert Anfang des Jahres an die Kandidaten zur Landttagswahl und später nochmals an die zukünftigen Koalitionäre, Grüne und CDU, gewandt, mit der Bitte, die Gesetzgebung zum Denkmalschutz zu überarbeiten. In dem darauf veröffentlichten  „grün-schwarzen Koalitionsvertrag“  für Baden-Württemberg wurde dann tatsächlich auf Seite 21 der Denkmalschutz entsprechend berücksichtigt:

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Engagierte Bürger treiben Rekostruktions-Projekte voran

„Für Anhänger der modernen Architektur sind dies harte Zeiten. Sie können nicht fassen, dass 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges und fast 100 Jahre nach der Gründung des Bauhaus‘ die Ästhetik von Großmeistern wie Le Corbusier, Mies van der Rohe oder Gropius in der Bevölkerung immer noch nicht mehrheitsfähig ist – jedenfalls nicht für das ganz alltägliche Bauen und erst recht nicht für zentrale Orte des Stadtgedächtnisses. Aber auch Architekten wohnen ja am liebsten in Stadtvierteln, die vor dem Beginn der Moderne gebaut wurden. Die Anziehungskraft dieser Quartiere ist ungebrochen, während die Fehler der Nachkriegsarchitektur bis heute schmerzlich empfunden werden. Wie sich zeigt, fühlen sich viele Menschen in deren schmuckloser Sachlichkeit ebenso wenig behaust wie in den Schöpfungen einer sensationsgierigen Gegenwartsarchitektur, bei der eine Mode auf die andere folgt und lokale Bautraditionen keine Rolle spielen.“ So schreibt Rainer Haubrich  am 11. 06. 2016 in der „Welt“.

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