Schlagwort-Archive: Denkmalschutz

Entsetzen über Abriss einer Villa in der Wiehre

Abriss der Villa in der Silberbachstr. 25 (Foto: K.-U. Müller)

Mit blankem Entsetzen und großer Fassungslosigkeit haben Anwohner und Bürger reagiert und uns geschrieben, die beobachten müssen, wie in der Wiehe sang- und klanglos intakte Villen abgerissen werden. So gerade geschehen in der Silberbachstraße 25, wo eine alten, durchaus denkmalwürdige Villa in einwandfreiem Zustand gerade abgerissen wird.  Gleichzeitig wird in der Erwinstraße ein ebenfalls denkmalwürdiges Gebäude zum Abriss freigegeben, um einem modernen Komplex Platz zu machen, den selbst die Stadtverwaltung dort für ungeeignet hält (siehe: https://freiburg-lebenswert.de/buergerinitative-fuer-erhalt-der-erwinstr-15/). Und das alles nur weil man nicht bereit ist, die Gebäude rechtzeitig unter Denkmalschutz zu stellen (vgl. https://freiburg-lebenswert.de/fl-stellt-plaene-zur-novellierung-des-dschg-in-bw-vor/).

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Bürgerinitative für Erhalt der Erwinstr.15

Das Haus in der Erwinstr., Ecke Turnseestr. (Foto: M. Managò)

Offenbar werden die Sommerferien genutzt, um – da alle in Urlaub sind – möglichst ungestört Gebäude abzureißen und vollendete Tatsachen zu schaffen. Wir möchten hier auf eine Petition aufmerksam machen, die eine Bürgerinitiative gestartet hat, die sich für den Erhalt des denkmalwürdigen Hauses in der Erwinstraße 15 (Ecke Turnseestraße, in der Wiehre) einsetzt. Wir hatten schon einmal darüber berichtet: siehe https://freiburg-lebenswert.de/wieder-sind-denkmalwuerdige-gebaeude-in-gefahr/

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FL stellt Pläne zur Novellierung des DschG in BW vor

Den Denkmalschutz stärken (Foto: M. Managò)

Die freie, parteiunabhängige Bürgerliste Freiburg Lebenswert (FL) hat sich am 10. Juli mit der Freiburger Landtagsabgeordneten Gabi Rolland getroffen, um ihr das Anliegen einer Novellierung des Denkmalschutzgesetzes vorzustellen. Die FL-Arbeitsgruppe „Stadtbild & Bauen“ hat dazu eine Novellierung des Denkmalschutzgesetzes von Baden-Württemberg vorbereitet und viele Änderungs-Vorschläge ausformuliert.

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Anfrage zum Schützenareal

Das zum Abbruch vorgesehene Haus Schwarzwaldstraße 36 (Foto: J. Scheck)

Die Häusergruppe auf dem „Schützen-Areal“, Schwarzwaldstraße 36-38, soll abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden. Auch das ehemalige Ökonomiegebäude des Hauses Schwarzwaldstr. 40 steht zur Disposition. Dabei handelt es sich um insgesamt vier histori-sche Gebäude, aber offenbar wird der Abbruch der Gebäude nicht in Frage gestellt, obwohl es sich um durchaus wertvolle und geschichtsträchtige Bauten handelt, die zur ältesten Bau-substanz der Wiehre zählen. Die Häuser 36-38 wurden von Nachfahren der in der Region sehr bekannten Baumeisterfamilie Hirschbihl erbaut. Da in Freiburg in den vergangenen Jahren der Verlust zahlreicher historischer Gebäude durch Abbruch zu beklagen ist, wäre es inakzeptabel, ohne Not diese wenigen aus der Spätbarockzeit und der ersten Hälfte des 19. Jh. übriggebliebenen Bauten abzureißen.

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Wieder sind denkmalwürdige Gebäude in Gefahr!

Wieder sind denkmalwürdige, alte, stadtbildprägende Gebäuse gefährdet: diesmal in der Schwarzwaldstraße 36-38, zwei Gebäude des alten Anwesens bzw. aus der Häusergruppe um das Gasthaus „Schützen“ in der Wiehre. Folgenden Beitrag hat unser Mitglied Joachim Scheck, Vorsitzender des Vereins VistaTour, heute auf Facebook pepostet. Seinen Aufruf zum Erhalt der Gebäude möchten wir nachdrücklich unterstützen:

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Die zweite Zerstörung unserer Städte nach ’45

ARD-Sendung „Bomben und Bausünden“

„Der Zweite Weltkrieg hat die deutschen Städte verwüstet, doch Experten meinen, dass der Wiederaufbau mehr Bausubstanz vernichtet hat als der verheerende Bombenkrieg. Wie konnte das passieren? Deutsche Architekten um Rüstungsminister Albert Speer hatten schon vor 1945 Wiederaufbaupläne in der Schublade. Von allem Nazi-Pomp entschlackt, kamen sie nach dem Krieg zum Einsatz. Ihre Vorbilder hatten sie dabei in den Prinzipien des modernen Städtebaus der 1920er Jahre. Die fortschrittliche Stadt sollte von Licht und Luft durchflutet sein; breite Straßen sollten sich durch die autogerechte Stadtlandschaft ziehen. Dieser Vision wurden oft die Reste der historischen Innenstädte geopfert.“

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Sehenswert: Dokumentarfilm zur Rainhofscheune

Alternativen zur Bauwut UND nicht leichtfertig abreissen: In der Rainhofscheune wird ein Film über ein vorbildliches Projekt gezeigt,  ein Film über die Entstehung eben dieser Rainhofscheune, die vom Bauunternehmer Willi Sutter sehr stilvoll und denkmalgerecht saniert worden ist. Außerdem behandelt der Dokumentarfilm das Thema sozialer Wohnungsbau und soziale Gerechtigkeit.

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Krokodilstränen bei Neubauprojekt in der Wiehre

Das Haus in der Erwinstr./Turneestr. (Foto: M. Managò)

Eine Eckbebauung in der Wiehre schlägt zum Jahreswechsel hohe Wellen. Unter der Überschrift „Verzweiflung im Stadtplanungsamt“ ist in der Badischen Zeitung (BZ) vom 30.12.2015 zu lesen, wie ein altes, denkmalwürdiges Haus in der Erwinstraße, Ecke Turnseestraße, abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll. Der Architekt, der gleichzeitig auch Teilhaber der Projektentwicklungsfirma ist, die dort bauen will, ist (im Auftrag eines Investors) damit auch Bauherr des geplanten Neubaus, das mehrfach vom Gestaltungsbeirat, von der Stadtverwaltung sowie vom Bürgerverein scharf gerügt worden ist. Am Architekten prallen offenbar allen Anregungen ab, was Stadtplanungsamtschef Roland Jerusalem dazu veranlasst, „ein Stück weit verzweifelt“ zu sein. Wenn er daran denke, dass das Gebäude tatsächlich so realisiert wird wie geplant, dann würde ihm „ganz anders“.

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Alte Synagoge – Rede von Dr. W.-D. Winkler

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15.11.2016

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

zunächst vielen Dank, Herr Oberbürgermeister, dass Sie der in der Hauptausschusssitzung am 7.11. geäußerten Bitte meiner Fraktionskollegin Schrempp nach einer Zusammenstellung der chronologischen Abläufe zum Platz der alten Synagoge nachgekommen sind. Allerdings war die gestrige Übermittlung der Chronologie natürlich sehr kurzfristig und es ist für uns unverständlich, dass dieses Papier nichtöffentlich ist. Nach diesem Papier ist aber festzuhalten, dass die gesamte Planung des Platzes der Alten Synagoge in enger Abstimmung mit der jüdischen Gemeinde in Freiburg erfolgte.

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Anfrage von FL/FF zu Mauerresten der Synagoge

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Bezüglich der Frage, was mit den Mauerresten der alten Synagoge geschehen soll, wurde korrekterweise die Jüdische Gemeinde Freiburg zu Rate gezogen. Diese wird zwar vertreten durch die Vorsitzende, Frau Katz, die aber keinen geistlichen Vorstand darstellt. Wir sehen ein Problem in der Tatsache, dass unter der Naziherrschaft die damalige Gemeinde nicht aus der alten Synagoge mit allen Thorarollen usw. ausgezogen ist und die Synagoge somit keine heilige Stätte mehr war, sondern diese wurde mit allen heiligen Gütern verbrannt. Das verkompliziert den Sachverhalt, der ohne die Einschaltung eines Rabbiners nicht zu klären ist. Unseres Wissens wurde aber kein Rabbiner hinzu gezogen, der allein eine Aussage über einen religiösen Hintergrund machen könnte. Da die Freiburger Jüdische Gemeinde derzeit keinen Rabbiner angestellt hat, hätte die Möglichkeit bestanden, den langjährigen Freiburger Rabbiner Soussan zu kontaktieren, der in Kirchzarten wohnt.

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