Schlagwort-Archive: Naturschutz

Bundeskabinett beschließt “Masterplan Stadtnatur”

Das Bundeskabinett in Berlin hat am 6. Juni 2019 ein Konzept beschlossen, das mehr Natur in die Städte bringen soll. Stadtnatur leiste einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel, heißt es in dem sogenannten Masterplan. „Selbst kleinere Grünanlagen könnten die Temperaturen im Vergleich zur bebauten Umgebung bereits um 3 bis 4 Grad senken. Ziele seien mehr unversiegelte Flächen, mehr Natur in Stadtparks, Sportstätten, Schulen und Kindergärten“ so berichtet der Deutschlandfunk. Weiterlesen

Protestaktion vor den Schönbergwiesen

Am 6. April 2019 um 13.00 Uhr fand am Zwiegerackerweg in Freiburg-St. Georgen eine Aktion gegen die Bebauung der Schönbergwiesen statt. Veranstalter waren zum einen der „Verein für den Erhalt der Schönbergwiesen e.V.“ (siehe: http://www.schoenbergwiesen.de) und zum anderen die „Bürgerinitiative Rettet die Schönbergwiesen“ (siehe: www.rettet-die-schönbergwiesen.de). Motto der Protestaktion war: „Keine Bebauung der Schönbergwiesen, hier ist die ‚Rote Linie‘ für St. Georgen“. Weiterlesen

Der grüne Sündenfall Dietenbach

Die Warnungen zum Klimawandel, zum Landverbrauch, zur Zerstörung unserer natürlichen Ressourcen werden immer lauter. Eine Klimakonferenz folgt der anderen und jedes Mal wird festgestellt, dass es kurz vor 12 sei und dass man unter keinen Umständen so weitermachen dürfe. Jeder müsse vor seiner Haustür beginnen! „Global denken und regional handeln“ lautet ein beliebtes, richtiges und immer wieder zitiertes Motto. Und was macht Freiburg? Weiterlesen

Auf die Zukunft bauen – Planen, Sanieren, Wohnen im 21. Jh.

Der bekannte Autor und ehem. Fernseh-Journalist Dr. Franz Alt, der bereits am 12. Februar zu einem Vortrag in Freiburg war, wird am kommenden Dienstag, den 19. Februar um 19.30 Uhr ins Bürgerhaus Zähringen (Lameystr. 2) auf Einladung der “Bürgeraktion Rettet Dietenbach” zu einem weiteren Vortrag mit anschließender Diskussion nach Freiburg kommen. Der Eintritt beträgt diesmal 5,- Euro, alternativ kann auch eine Spende geleistet werden. Weiterlesen

Naturschutzbeauftragte sehen „deutliche Schieflage“

Zwei langjährige ehrenamtliche, vom Gemeinderat bestellte Naturschutzbeauftragten der Stadt Freiburg, haben sich zu Wort gemeldet und ihre sonst geübte Zurückhaltung aufgegeben, weil sie bezüglich Dietenbach eine „deutlichen Schieflage“ und „Seilschaften“ in der Stadt beobachtet haben. Es ist sogar von „Gleichschaltung bei Wortmeldungen, Berichterstattung, Wahlkampf“ und von einem „erheblichen Ungleichgewicht (…) bei der Interessen- und Meinungsvertretung von Pro und Contra der Dietenbach-Bebauung“ die Rede. Weiterlesen

Bäume auf die Dächer – Wälder in die Stadt!

Begrünung an Gebäuden: hier in Wien (Foto: Conrad Amber)

Jeder Wald, jeder neu gepflanzte Baum ist ein wichtiger Beitrag zu einem besseren Leben auf unserem Planeten. Engagiert und mitreißend wirbt der bekannte Autor und Naturphotograph Conrad Amber dafür, sich für eine nachhaltige Zukunft einzusetzen. Am Beispiel von 30 ganz konkreten Ideen zeigt er, wie einfach es oft ist, im eigenen Umfeld etwas zu verändern. Denn mehr Grün ist fast überall vorstellbar und realisierbar: in der Stadt, auf dem Hausdach und an Straßen.

Conrad Amber, der Autor von “Baumwelten”, hat zu dem Thema ein neues, optimistisches und inspirierendes Lesebuch für alle geschrieben, die anpacken und aktiv werden möchten, um sich für den Erhalt von Grünflächen und Bäumen in der Stadt einzusetzen. Es trägt den etwas provozierenden und wachrüttelnden Titel “Bäume auf die Dächer – Wälder in die Stadt!”

Conrad Amber wird dazu auf Einladung der Fraktionsgemeinschaft FL/FF am 16. Mai 2018 um 19 Uhr im Hörsaal 3044 im KG III der Universität einen Vortrag dazu halten, zu dem wir Sie schon jetzt herzlich einladen möchten. Weiterlesen

Großbaumverpflanzung statt Abholzen

Pflanzmaschinen für große Bäume (Foto: Mit freundl. Genehmigung der Fa. Opitz)

Anfrage der Fraktion FL/FF nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen:

In Freiburg kommt es immer wieder zur Fällung gesunder Bäume, die einer Baumaßnahme im Wege stehen, wie kürzlich beim Neubau der Volksbank zum Entsetzen der Freiburger Bürgerschaft geschehen. Als Alternative für die Fällung von vitalen Bäumen gibt es aber auch die Möglichkeit der Großbaumverpflanzung, so dass diese an einem neuen Standort weite-ren Generationen erhalten bleiben. So bietet beispielsweise die Fa. Opitz GmbH & Co. KG (Industriepark 1, 91180 Heideck), die europaweit tätig ist, solche Verpflanzungen an.

Hier ein paar Beispiele für von dieser Firma durchgeführte Großbaumverpflanzungen:  In Unterschleißheim bei München wurden zwölf Bäume auf den Waldfriedhof versetzt.  Knapp 30 Bäume wurden von Obersendling nach Neuried verpflanzt. 20-jährige Eichen, Kirschen und Spitzahorne, die sonst gefällt worden wären, bilden nun einen kleinen Wald entlang einer Straße.  An der Nationalbibliothek in Paris wurden ebenfalls  Großbaumverpflanzungen durchgeführt.  Im Zoo der ungarischen Hauptstadt wurden im Zuge der Umgestaltung drei stattliche Bäume erfolgreich versetzt. Die beiden “kleineren” Platanen hatten eine Ballengröße von 4,5 x 4,5 Meter und ein Gewicht von jeweils 65 Tonnen.

Laut Auskunft der Fa. Opitz wurden kürzlich in Weil am Rhein Großbäume versetzt und auch in der Gemeinde Denzlingen werden immer wieder solche Verpflanzungen durchgeführt. Jeder Baumverpflanzung geht eine ausführliche Analyse und Bewertung der zu verpflanzenden Bäume voraus. Aus unserer Sicht wäre die Baumverpflanzung eine sinnvolle Alternative zur Neupflanzung von Bäumen und sollte auch in der Stadt Freiburg in Betracht gezogen werden, statt gesunde Bäume zu fällen.

Setzlinge oder junge Bäume müssen unter erheblichem Aufwand erst zu Großbäumen mit dann hoher Sauerstoffproduktion aufgezogen werden. Sie erreichen ihre volle ökologische Wirkung erst nach Jahrzehnten, während die verpflanzten Bäume an ihrem neuen Standort nach kurzer Anpassungszeit in gleichem Umfang Sauerstoff produzieren und CO2 fixieren wie bisher. Es ist zudem davon auszugehen, dass eine Verpflanzung bei der Freiburger Bürgerschaft auf eine wesentlich höhere Akzeptanz als eine Fällung stoßen würde.

Für uns stellen sich dabei in Bezug auf Freiburg folgende Fragen:  Warum macht die Stadt Freiburg bislang von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch?  Welche Hindernisse sieht die Verwaltung gegen einen Einsatz dieses Verfahrens?  Gibt es Kontakte zu Firmen, die Großbaumverpflanzungen durchführen?

Hier die vollständige Anfrage der Fraktion FL/FF: Großbaumverpflanzungen 16. 01. 2018

Und hier die Antwort der Verwaltung, namentlich von Baubürgermeister Martin Haag, vom 12.03.2018:  2018_03_12_Ab_GuT_FL_FF__Grossbaumverpflanzung

Anfrage zum Bolzplatz auf dem Güterbahnhof-Areal

Das Areal Güterbahnhof-Nord im Jahr 2013, vor dessen Bebauung (Foto: Dr. W.-D. Winkler)

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) hat sich mit einer Stellungnahme an das Stadtplanungsamt und die Gemeinderatsfraktionen gewandt. Laut Drucksache G-17/190 bestehen Planungsüberlegungen, einen Bolzplatz innerhalb des Baugebiets „Güterbahnhof Nord“ auf der bisher als Ausgleichsfläche festgesetzten Fläche anzulegen, wogegen sich der LNV ausspricht. Diese Ausgleichsfläche wurde vor mehreren Jahren von der Stadt angelegt, insbesondere für Eidechsen und Schlingnattern, aber auch für Wildbienenarten, und gilt als ein Musterbeispiel für Ausgleichsmaßnahmen.

In Ihrer Anfrage an OB Salomon und die Stadtverwaltung stellte die Fraktion FL/FF folgende Fragen:  Wieso sollte dieses Musterbeispiel eines funktionierenden Biotops zerstört werden?  Ist die Fläche aufgrund der dort vorkommenden Tierarten nicht geschützt?  Warum soll der Bolzplatz nicht an einer anderen Stelle innerhalb des Baugebietes angelegt werden?  Welche möglichen anderen Standorte für den Bolzplatz kommen innerhalb des Güter-bahnhofs-Geländes in Betracht?  Wo ist die Ersatzfläche für die wegfallende Ausgleichsfläche geplant?  Welche Kosten würden für die notwendige Ersatzfläche und das Fangen und das sichere Verbringen der besonders geschützten Tierarten anfallen?

Siehe hier die ganze Anfrage:  Anfrage Bolzplatz Güterbahnhof

Dem Insektensterben entgegenwirken

Pressemitteilung vom 27. Dezember 2017
Insektensterben: Fraktion FL/FF unterstützt den Vorstoß des LNV

 Am 17.12.2017 erhielten die Gemeinderatsfraktionen ein Schreiben des Landesnaturschutzverbandes (LNV) Baden-Württemberg. Darin werden viele detaillierte Vorschläge gemacht, die dem Insektensterben auf Freiburger Gemarkung entgegenwirken und zu einer Verbesserung der Biodiversität beitragen können.

Unter anderem sollten als Ausgleich von Baumfällungen, wie sie kürzlich beim Neubau der Volksbank zum Entsetzen der Freiburger Bürgerschaft durchgeführt wurden, blütentragende Bäume neu gepflanzt werden (z.B. Winterlinden). Bei unvermeidlichen Neubauten und Neubebauungen soll die Grünplanung stärker an Naturschutzzielen ausgerichtet werden. Zu verpachtende kommunale landwirtschaftliche Nutzflächen sollten an ökologisch wirtschaftende Betriebe vergeben werden, da gut belegt ist, dass der ökologische Landbau erheblich zum Ressourcenschutz beiträgt.

Auch wird in dem Schreiben auf vermeidbare Fehler hingewiesen, die in der Vergangenheit gemacht wurden, z.B. bei der Neubebauung des Güterbahnareals (unnötige Flächenversiegelung, keine Fassadenbegrünung, Verkehrsinseln mit Steinen, fremdländische Pflanzenarten). Solche Fehler sollten in Zukunft vermieden werden bzw. könnten mit einfachen Maßnahmen rückgängig gemacht werden.

Die Faktionsgemeinschaft Freiburg Lebenswert/Für Freiburg (FL/FF) tritt für eine umweltschonende Landwirtschaft, für den Erhalt von Grünflächen, Wald- und Naherholungsgebieten und gegen eine zügellose Nachverdichtung/Flächenversiegelung ein. Würde in Freiburg mehr auf diese Aspekte eingegangen werden, wäre dies ein wichtiger Beitrag, um etwas gegen das Insektensterben und für die Artenvielfalt zu tun. Auch die vom Landesnaturschutzverband gemachten Vorschläge sind solche Mosaiksteine, weshalb FL/FF über dessen Vorstoß erfreut ist und diesen vollumfänglich unterstützt.

Glyphosat ist schon lange ein Thema von FL

Wir treten für eine umweltschonende Landwirtschaft ein (Foto: Familie Kroll)

Das Thema Glyphosat ist seit der kürzlich erfolgten Entscheidung der EU-Kommission, die Zulassung des Pestizids um fünf Jahre zu verlängern, wieder in aller Munde. Die Fraktionsgemeinschaft FL/FF hatte bereits im Januar 2016 eine Anfrage zum “Glyphosatverbot auf städtischen Flächen” gestellt (siehe: https://freiburg-lebenswert.de/glyphosatverbot-auf-staedtischen-flaechen).

In der Antwort der Stadtverwaltung wurde schon damals mitgeteilt, dass seit vielen Jahren durch einen Gemeinderatsbeschluss Anfang der 1990 Jahre die Anwendung von Pestiziden auf städtischen Flächen durch städtische Mitarbeiter ausgeschlossen ist. Auch wird darin darauf eingegangen, wann der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln überhaupt erlaubt werden kann.

Weiterhin wurden alle Pächter städtischer landwirtschaftlicher Flächen auf das gesundheitliche Risiko der Anwendung von Glyphosat hingewiesen, die durch eine Studie der Weltgesundheitsorganisation offenbar wurde. Vor dem Hintergrund des Beschlusses aus Brüssel ist dies beachtenswert.

Siehe: Anfrage an die Stadtverwaltung von FL/FF vom 25.12.2016: https://freiburg-lebenswert.de/wp-content/uploads/2016/01/Anfrage-zu-Glyphosat.pdf

Und hier die Antwort der Stadtverwaltung:

https://freiburg-lebenswert.de/wp-content/uploads/2016/01/AE_Abt-II_Verwendung-Glyphosat_20161802_FLFF_Vorsitzenden.pdf Weiterlesen

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