Rahmenkonzept für den Stadtteil Mooswald

Zum Thema Städtebauliches Rahmenkonzept „Stadtteil Mooswald“ (Drucksache G-19/180) hat Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler (FL) im Gemeinderat am 4. Februar 2020 folgende Rede gehalten:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren!

Die Zielsetzungen des Rahmenkonzepts unter den Punkten 2.1 bis 2.4
sind ein Sammelsurium oder an Einzelvorschlägen, die eine große Linie vermissen
lassen. Und ob einige der Vorschläge wirklich das Zeug haben, zu einer
Verbesserung des Wohnumfeldes beizutragen, ist eher fragwürdig. Bei einigen
Vorschlägen ist sogar eher von einer erheblichen Verschlechterung für die
Betroffenen auszugehen.

Völlig oder doch weitgehend ignoriert werden in der Drucksache zwei
wichtige Themen. Das eine ist die zu erwartende Verkehrssituation nach
Fertigstellung des SC-Stadions. Und auch das vom Gemeinderat geforderte Freibad
West wird nur am Rande gestreift.

Geradezu absurd erscheint einem die Errichtung eines „Elefantenparks“
auf einem abschüssigen Bahndamm, der an seiner breitesten Stelle keine 30 m
breit ist. Schon die Namensgebung ist völlig irreführend. Der Name wird die
Tierschutzorganisation PETA auf die Barrikaden treiben, da diese sicher
fürchtet, dass dort neben Elefanten auch Tiger und Löwen auf dem viel zu
kleinen Areal nicht artgerecht gehalten werden sollen. Oder es werden Eltern
mit ihren Kindern fehlgeleitet, weil sie erwarten, dort Affen beobachten zu
können. Also, bei aller Toleranz gegenüber den Vorschlägen des
Stadtplanungsamtes, da bin ich mal gespannt, wieviel Erholungswert ein solcher extrem
steil geneigter Park zwischen der im Minutentakt vorbeifahrenden S-Bahn auf der
einen und dem Elefantenweg auf der anderen Seite haben wird. Letzter ist ja ein
beliebter Schleichweg für Autofahrer zwischen Landwasser und den nördlichen Stadtteilen
Freiburgs. Ich versteige mich jetzt schon mal zu der Prognose, dass der
Besucheransturm auf einen solchen Park in keinem auch nur ansatzweise
vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen wird.

Und wozu braucht Mooswald einen neuen Stadtteiltreff? Der Mooswald
ist diesbezüglich einer der privilegierten Stadtteile, der mit dem
Fritz-Hüttinger-Haus einen Stadtteiltreff hat, von dem andere Stadtteile nur
träumen können.

Weiter stehen nahezu alle Wohngebäude der Stadtbau in Mooswald zur Disposition. Wieso eigentlich? Bei dem Ensemble der Familienheim im Bereich zwischen den Wiehrebahnhöfen (Stichwort Quäkerstraße) hat der Gestaltungsbeirat festgestellt, dass diese Gebäude ein optimales Verhältnis von Wohnfläche zu Grünfläche aufweisen. Das gilt im gleichen Maße für die Stadtbau-Ensembles Metzgergrün im Stühlinger und eben auch für den Drachenweg im Mooswald. Das letztgenannte Quartier zwischen Rasenweg und Elsässerstraße ist eines der attraktivsten im ganzen Stadtteil und wird eigentlich nur noch durch den Bereich um den Seepark übertroffen. Warum also will man ausgerechnet dieses idyllische Quartier „neu entwickeln“, was ja erst mal nichts anderes als zerstören bedeutet?

Eine Neustrukturierung der Gebäude bedeutet auch eine weitgehende Zerstörung des die Häuser umgebenden Parks – eine gut funktionierende CO2-Senke. Man würde auf der einen Seite zur Verärgerung der verunsicherten Mieter – mit viel grauer Energie bei Abriss und Neubau – CO2 erzeugen und auf der anderen Seite eine CO2-Senke vernichten. Beide Aspekte führen dazu, dass selbst energetisch optimierte Neubauten diese CO2-Last im Laufe ihres Daseins erst sehr spät oder gar nicht werden kompensieren können. Und – anders als bei der ECA-Siedlung – wäre der Zugewinn an Wohnraum eher bescheiden. Ich könnte mir dagegen gut eine Aufstockung in Holzbauweise wie in der Belchenstraße – wenn denn eine noch höhere Wohndichte gewünscht ist – und eine Belegung mit flächendeckender Photovoltaik vorstellen. Aber Abriss? Keinesfalls! Das Gleiche gilt übrigens für den Aufdingerweg.

Die Stadtbau sollte sich mehr auf die Neubaugebiete konzentrieren und ihre Bestandsgebäude erhalten. Sie kann schließlich jeden Euro nur einmal ausgeben. Und mir ist in Stühlinger-West, Zinklern, Zähringen Nord und Dietenbach die Stadtbau als Bauherr wesentlich lieber, als regional oder überregional gewinnorientiert agierende Wohnbauunternehmen.




Digitalisierung und 5G

Zum Thema Digitalisierung und Einwohnerversammlung zu 5G (G-20/050) hat Stadtrat Wolf-Dieter Winkler (FL) im Gemeinderat am 04. Februar 2020 folgende Rede gehalten:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren!

Da ich mich bereits in der Gemeinderatssitzung am 10.12.2019 zur Digitalisierung geäußert hatte, wollte ich mich heute eigentlich nicht nochmal zu Wort melden. Aber nun muss ich doch auf Herrn Bender (SPD-Stadtrat) eingehen, der in seinem Redebeitrag das übliche Dampflokomotiven Argument bemüht hat (siehe Anmerkung unten). Und ich, Herr Bender, bin ein Mitglied des von Ihnen angesprochenen Berufszweigs der Physiker. Ich weiß also, wovon ich rede.

Ich hatte es schon in meiner Rede im Dezember gesagt: Es gab schon viele menschliche scheinbaren Errungenschaften, bei denen die Vorzüge in schillerndsten Farben geschildert und die teilweise offensichtlichen Nachteile ignoriert wurden. Wir müssen heute mühsam die damit einher gegangenen Nachteile wieder korrigieren. Seien es die vor ca. 200 Jahren in Mode gekommenen Flussregulierungen, die ohne Rücksicht auf massive ökologische Nachteile durchgeführt wurden. Sei es die Verbrennung der fossilen Rohstoffe ohne Rücksicht auf den CO2-Anstieg. Sei es der massive Ausbau der motorisierten Mobilität mit der daraus folgenden Zerschneidung der Landschaften und Städte durch Straßen. Sei es die Nutzung der Kernenergie ohne einen Plan für die Endlagerung der strahlenden Abfälle. Sei es der Gebrauch von Plastik für alle Lebensbereiche ohne die Nichtabbaubarkeit der Produkte zu bedenken, usw., usw. Und nun immer mehr Strahlenbelastung durch flächendeckenden Mobilfunk.

Es ist absehbar, dass die Digitalisierung gravierende nachteilige Auswirkungen haben wird, wie alle großen Technologien der Menschheit. Und wie ich uns Menschen kenne, werden wir diese nachteiligen Auswirkungen nicht wirksam genug bekämpfen, weil es immer gesellschaftliche Gruppen geben wird, die dies verhindern werden, weil sie davon profitieren.

Ich denke daher, dass die Vorschläge und Anregungen der Einwohnerversammlung, die laut §20a (4) GemO innerhalb einer Frist von drei Monaten vom zuständigen Organ der Gemeinde, in dem Fall des Gemeinderates, behandelt werden müssen, noch lange nicht abschließend behandelt wurden. Mit den Auswirkungen der Digitalisierung werden wir uns im Gegenteil noch oft beschäftigen müssen und das ist auch gut so!

Anmerkung: Die weitverbreitete Ablehnung der Dampflokomotiven bei ihrer Einführung im 19. Jahrhundert durch „fortschrittsängstliche“ Menschen wird oft angeführt, um die Irrationalität von Ängsten gegen alle möglichen technologischen Errungenschaften zu dokumentieren.




FL bleibt handlungsfähig

Betroffen und enttäuscht haben
Mitglieder und Vorstand von Freiburg Lebenswert (FL) die Nachricht vom Ausstieg
Gerlinde Schrempps aus der Gruppe der FL-Stadträte zur Kenntnis genommen.
Inzwischen ist Gerlinde Schrempp vom Vorsitz des Vereins zurückgetreten. FL
wird zeitnah in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Lage
sorgfältig analysieren und das weitere Vorgehen beschließen. Der Verein wird
weiterhin seine Kernthemen, wie beispielsweise Stadtbild, Naturschutz,
Anwohnerschutz und Teilhabe der Bürger voranbringen.

Der Vorstand von Freiburg Lebenswert e. V.

Trotz mancher Umbrüche zu Begiinn des Jahres 2020 möchte Freiburg Lebenswert e. V. auch in Zukunft die freie, basisisdemokratisch organisierte Wählervereinigung für die Anliegen der Bürger in Freiburg bleiben! (Foto: Pixabay).

Großes FL-Wahlplakat 2019, am Fahnenbergplatz (Foto: M. Managò




Zusammenarbeit mit den Freien Wählern?

Schon jetzt ist die Zusammenarbeit mit der Fraktion der Freien Wähler im Gemeinderat gut. Man versteht sich mit den beiden verbliebenen FW-Stadträten und es gibt inhaltlich viele Überschneidungen – zumal die beiden strittigen Themen Dietenbach und SC-Stadion-Neubau, bei denen man weit auseinander lag, inzwischen entschieden worden sind. Nun könnte aus dieser Zusammenarbeit mehr werden, nachdem Stadträtin Claudia Feierling aus der FW-Fraktion ausgeschieden ist bzw. entlassen wurde.

Siehe dazu die Berichterstattung in der Badischen Zeitung (BZ): https://www.badische-zeitung.de/die-freie-waehler-fraktion-in-freiburgs-gemeinderat-ist-geplatzt

Sowie der Kommentar von Herrn Röderer
dazu:
https://www.badische-zeitung.de/kommentare-1/eine-mittelgrosse-fraktion-im-freiburger-gemeinderat-zu-sein-ist-verlockend–181856340.html

Von der inhaltlichen Ausrichtung her, sind die Freien Wähler (FW) – abgesehen vom Thema Bauen – für Freiburg Lebenswert (FL) die naheliegendsten Partner: Wir sind beide parteiunabhängige Wählerlisten, wir sind beide vor allem kommunalpolitisch ausgerichtet und man kann uns (neben FDP/BfF und CDU) zum sogenannten „bürgerlich-demokratischen Lager“ zählen, das bei den letzten Wahlen insgesamt verloren hat und nun eigentlich enger zusammenrücken könnte oder sollte. Zumal in Zeiten, in denen Extremisten von Rechts und Links stärker werden und unsere Demokratie und Freiheit gefährden können.

Während FW über eine größere Nähe zu Wirtschaft und Handwerk (auch zur Bauwirtschaft) verfügt, sind bei FL die Themen Klima- und Naturschutz, Anwohnerschutz und Ökologie, Stadtbild und Denkmalschutz weit stärker ausgeprägt. Positiv ausgedrückt kann man also sagen: FW und FL würden sich hervorragend ergänzen. Bei den Themen Bürgerbeteiligung und Bürgernähe sowie bei sozialen Themen sind ohnehin schon große Überschneidungen vorhanden.

„Die Freien Wähler könnten bald mit Freiburg Lebenswert kooperieren – eine Zusammenarbeit, die Sinn macht“ schreibt J. Röderer in der BZ. Das stimmt und dem ist vorläufig nichts weiter hinzuzufügen. Alles hängt nun von der Entscheidung von Frau C. Feierling ab, ob sie ihr Mandat niederlegt oder ob sie (ggf. als Einzelperson) im Gemeinderat bleibt. Diese Entscheidung werden bzw. müssen wir nun alle erst einmal abwarten, dann sieht man weiter…




BDA fordert: „Bauen muss vermehrt ohne Neubau auskommen!“

Auf die Aussagen des Präsidenten des Bundes der Deutschen Architekten (BDA) zu den Grenzen des Wachstums hatten wir vor einem halben Jahr schon einmal hingewiesen. In einem Interview mit der FAZ, das am 8. August 2019 erschienen ist, äußert sich Heiner Farwick unter der Überschrift „Umbau muss Vorrang vor Neubau haben“ über die Verantwortung der Architekten in Bezug auf ökologisches Bauen (siehe: https://freiburg-lebenswert.de/bauen-im-bestand-ist-wichtiger-als-neubau/).

„Bauen muss vermehrt ohne Neubau auskommen. Priorität kommt dem Erhalt und dem materiellen wie konstruktiven Weiterbauen des Bestehenden zu und nicht dessen leichtfertigem Abriss.“

Der BDA hat dazu vor Kurzem auch sein Positionspapier
neu aufgelegt, das den Titel trägt:  „Das Haus der Erde – Positionen für eine
klimagerechte Architektur in Stadt und Land
“. Darin enthalten sind zentrale
Kernaussagen, auf die Freiburg Lebenswert (FL) seit seinem Bestehen immer
wieder hingewiesen hat. So zum Beispiel: „Der Traum vom ewigen Wachstum ist
geplatzt. Reduktion ist keine modische Attitüde, sondern
Überlebensnotwendigkeit. Ökologisches Umsteuern braucht Ideen und Kreativität.“
Außerdem fordert es eindringlich zur „Achtung des Bestands“ auf:

So steht in dem Positionspapier ganz deutlich
geschrieben: „Bauen muss vermehrt ohne
Neubau auskommen. Priorität kommt dem Erhalt und dem materiellen wie
konstruktiven Weiterbauen des Bestehenden zu und nicht dessen leichtfertigem
Abriss. Die „graue Energie“, die vom Material über den Transport bis zur
Konstruktion in Bestandsgebäuden steckt, wird ein wichtiger Maßstab zur
energetischen Bewertung sowohl im Planungsprozess als auch in den gesetzlichen
Regularien. Wir brauchen eine neue Kultur des Pflegens und Reparierens.“

Siehe hier das Positionspapier des BDA: https://freiburg-lebenswert.de/wp-content/uploads/2020/01/BDA-Positionen-für-eine-klimagerechte-Architektur-in-Stadt-und-Land.pdf

Diese Argumente werden jedoch in Freiburg immer noch negiert
und vergessen. Die Rechnungen werden immer ohne die angesprochene „graue
Energie“ gemacht. Weiterhin wird in Freiburg lieber abgerissen und neu gebaut,
weil die Bauindustrie und das viele Geld, das in Betongold angelegt werden
möchte, es so wollen. Und Stadtverwaltung, die Bürgermeister und eine überwiegende
Mehrheit im Gemeinderat folgen diesem Begehren. Auch die Diskussionen um den
neuen Megastadtteil Dietenbach und dessen Flächenverbrauch haben gezeigt, dass
man in Freiburg lieber auf Neubau setzt. Dabei waren die warnenden Stimmen seit
langem bekannt:

Schon vor zehn Jahren haben Architekten, Stadtplaner
und Ingenieure mit dem Klimamanifest „Vernunft
für die Welt
“ eine Selbstverpflichtung formuliert, um gemeinsam mit
Bauindustrie und Bauherren einen ökologischen Wandel im Planen und Bauen zu
erreichen (siehe dazu: www.klima-manifest.de). Der BDA
beklagt nun, dass nur äußerst wenig erreicht wurde und spricht von „mangelndem
Mut für eine radikale Änderung unserer Lebenswirklichkeit“.

„Der Traum vom ewigen Wachstum ist geplatzt. Reduktion ist keine modische Attitüde, sondern Überlebensnotwendigkeit.“

Die Forderungen zum Erhalt alter Bestandsgebäude sind also keine Partikularinteressen oder Träumereien einiger ewig Gestriger, wie zu Unrecht immer wieder behauptet wird, sondern es sind grundsätzliche, globale, ökologische Notwendigkeiten, um dem Klimawandel zu begegnen. Auch Fridays for future und die „Grünen“ in Freiburg müssten sich diese Forderungen von BDA und FL deshalb eigentlich zu Eigen machen. Hinzu kommt die – in Freiburg ebenso negierte – Warnung von Immobilienexperten und Wissenschaftlern, dass teurer Neubau (wie in Dietenbach) langfristig zu einer weiteren, zusätzlichen Verteuerung der ohnehin schon hohen Mieten führen wird.

Monotone, monströse Neubau-Luxuswohnungen in Herdern, die teilweise von russischen Oligarchen als Geldanlage erworben wurden und die meiste Zeit leer stehen.

Laut Sudie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ermöglicht teurer Neubau, angesichts der hohren Kosten, kaum bezahlbaren Wohnraum.




„Die Meinungsfreiheit gegen die Feinde der Freiheit und der Demokratie verteidigen“

Sprachlos und erschüttert sind auch wir von den unverhohlenen Drohungen, der aggressiven Sprache und dem nicht zu duldenden Angriff auf die Pressefreiheit, die in der Rede des AFD-Stadtrats Mandic vor dem SWR-Gebäude in Baden-Baden zum Ausdruck kam. Freiburg Lebenswert (FL) verurteilt diesen Angriff, der an Propagandareden der NS-Zeit erinnert, auf das Schärfste.

“Eine solche Wortwahl und solch unverhohlene Drohungen gehören nicht in den politischen Diskurs einer Demokratie – egal ob diese von rechten, linken oder religiös motivierten Extremisten stammen. Solches Verhalten und eine solche Wortwahl darf nicht ohne Widerspruch bleiben”, meint Michael Managò, Pressesprecher von FL.

Siehe dazu das Video mit Mandics Rede vor dem
SWR-Gebäude: https://youtu.be/2oGjVjs6MeY

Am Mittwochabend forderte Oberbürgermeister Martin Horn anlässlich der Eröffnung der Ausstellung “World Press Photo” in der Meckelhalle der Sparkasse alle Demokraten auf, “unsere Presse- und Meinungsfreiheit jeden Tag aufs Neue gegen die Feinde der Freiheit und der Demokratie zu verteidigen”. Und auch er meinte zu Recht: “Das ist eine Sprache, die erschüttert. Es ist eine Sprache, die – das zeigt die Vergangenheit – zu Gewalt führen kann.”

Siehe dazu in der Badischen Zeitung: https://www.badische-zeitung.de/freiburgs-ob-martin-horn-kritisiert-afd-stadtrat

Die Stadträte von Freiburg Lebenswert (FL) haben sich deshalb dem Votum der Fraktion FDP/Bürger für Freiburg und der Freien Wähler angeschlossen, die die “politischen Manöver” der beiden AfD-Stadträte verurteilt haben. Wir lehnen deshalb auch eine Zusammenarbeit mit dieser Partei im Gemeinderat ab, auch wenn es gelegentlich zufällige Überschneidungen in Sachfragen geben mag.

Siehe dazu: https://www.badische-zeitung.de/freiburger-gemeinderaete-wollen-nicht-mit-den-rechten-arbeiten

„Es sind die populistischen Führer, die Konflikte stets auf Kulturkämpfe reduzieren wollen. Und letztlich auf die Frage echter Zugehörigkeit. Die Frage ‚Wer ist der wahre Deutsche?‘ ist jedoch in einem pluralistischen Gemeinwesen sinnlos. Was aber nicht sinnlos ist: Geteilte Prinzipien wie Freiheit und Gleichheit immer wieder in Erinnerung zu rufen – und für ihre umfassende Verwirklichung zu streiten.“ So schreibt der Politologe Jan-Werner Müller in seinem 2019 erschienenen Essay „Furcht und Freiheit“. Zu diesen „geteilten Prinzipien“ gehört auch die Pressefreiheit, die weder durch aggressive Drohungen noch durch Meinungsmonopole gefährdet werden darf.

„Die Meinungsfreiheit gegen die Feinde der Freiheit und der Demokratie verteidigen“ (Foto: Pixabay)




Neujahrsempfänge im Januar 2020 in Freiburg

In der Hoffnung, dass Sie das Neue Jahr 2020 und damit auch das neue Jahrzehnt der 20er-Jahre dieses Jahrhunderts gut begonnen haben, möchten wir Ihnen dazu alles Gute, Gesundheit, Erfolg und viel Glück wünschen. Wie jedes Jahr finden im Januar in Freiburg wieder zahlreiche Neujahrsempfänge statt, die meist von den Bürgervereinen in den Freiburger Stadtteilen veranstaltet werden.

Alles Gute für das Neue Jahr 2020 wünscht Ihnen Freiburg Lebenswert e.V., die freie, basisisdemokratisch organisierte Wählervereinigung für die Anliegen der Bürger in Freiburg (Foto: Pixabay).

Die folgende Auflistung aller Neujahrsempfänge, die wir hier gerne an Sie weitergeben, wurde von der Stadt Freiburg (Frau Knupfer, Protokollreferat) erstellt und zur Verfügung gestellt. (Wir können daher hier keine Garantie auf Vollständigkeit oder eine Gewähr auf Richtigkeit aller Termine und Daten abgeben!)

Ohne Garantie auf Vollständigkeit und ohne Gewähr auf Richtigkeit aller Termine und Daten!
(OB = Oberbürgermeister Martin Horn, EBM = Erster Bürgermeister Ulrich v. Kirchbach)




Frohe Weihnachten und alles Gute für 2020

Liebe Mitglieder, Unterstützer und Freunde von Freiburg Lebenswert, liebe Freiburger Mitbürgerinnen und Mitbürger,

auch
in diesem Jahr möchte ich Ihnen – auch im Namen des gesamten Vorstandes von
Freiburg Lebenswert e.V. – frohe, gesegnete Weihnachten im Kreis Ihrer Lieben,
ein schönes, freudiges Silvester und Neujahr sowie natürlich alles Gute für das
neue Jahr 2020 wünschen, das ja für Freiburg ein Jubiläumsjahr werden wird.

Der
Jahreswechsel ist auch in diesem Jahr ein Anlass, Danke zu sagen. Herzlichen
Dank für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Vielen Dank vor allem für
die Arbeit in unseren Arbeitskreisen, für die Pressearbeit, für die
Unterstützung unserer Arbeit im Gemeinderat und für die vielen unterstützenden
Briefe von Bürgerinnen und Bürger, die wir aus ganz Freiburg immer wieder erhalten.
Ohne Sie alle und Ihre tatkräftige, moralische Unterstützung wären unsere
Arbeit und die damit verbunden Erfolge nicht möglich.

Der Christkindelmarkt in Freiburg vor dem Rathaus (Foto: M. Managò)

Gemeinsam
haben wir in dem jetzt zu Ende gehenden Jahr 2019 wieder viel in
unterschiedlichsten Bereichen bewegt und erreicht. Bei vielen Themen haben wir
uns einen Namen gemacht und in der Stadt viel Ansehen erworben: bei unserem
Einsatz gegen den unsäglichen Beschluss des Gemeinderats zu Erbbaugrundstücken,
beim Westbad, bei den Erhaltungssatzungen sowie in Bezug auf unsere Hinweise
darauf, dass Wachstum in unserer Stadt nicht immer weiter, unendlich machbar
ist und bei vielem mehr.

Aber
wir haben auch Rückschläge hinnehmen müssen, beim Bürgerentscheid zu Dietenbach
(auch wenn 40% ein großer Erfolg waren) und bei der Kommunalwahl durch den
Verlust eines Sitzes im Gemeinderat (obwohl wir viele Stimmen hinzugewonnen
hatten). Das müssen wir verkraften und nach vorne schauen. Denn ich wünsche mir
von Herzen, dass Freiburg Lebenswert weiterhin für die Entwicklung unserer
Stadt und ihrer Menschen seine so wichtige Arbeit leisten kann.

Nun wünsche ich Ihnen aber, dass Sie die bevorstehenden Feiertage nutzen können, zur Ruhe zu kommen, um sich ganz Ihrer Familie, Ihren Freunden und vielleicht auch Ihren Hobbys widmen zu können.

Mit herzlichen Grüßen,
Ihre

Gerlinde Schrempp (FL-Stadträtin)

Weinachtsdekoration in Freiburg (Foto: Schusterstraße, von M. Managò




FL gratuliert zum Integrationspreis 2019

Ganz herzlich möchten wir den Organisationen und Vereinen gratulieren, die in diesem Jahr einen „Integrationspreis der Stadt Freiburg“ erhalten haben. So überreichte der Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach am 14. Dezember 2019 den Preis auch an zwei Organisationen, in denen Mitglieder von Freiburg Lebenswert (FL) aktiv sind: an den Verein „Omas gegen Rechts Freiburg“ sowie an den Verein „Refudocs Freiburg“.

Den ersten Preis erhielt „Omas gegen Rechts“, deren Mitglieder wir zum Teil kennen und schätzen. „Vor gut einem Jahr gründeten rund 60 Frauen die Initiative, die mittlerweile 140 Mitstreiterinnen hat. Ihr Auftrag: Gemeinsam in Schulen gehen, um über Demokratie aufzuklären und dort aufzustehen und die Stimme zu erheben, wo rechtes Gedankengut und Rassismus auftauchen“, so die Badische Zeitung (BZ) in ihrer Berichterstattung über den Freiburger Verein (siehe auch: https://omasgegenrechts-freiburg.de/).

Begegnung während des Wahlkampfs 2019 auf dem Wochenmarkt in Herdern (Foto: M. Managò)

Einen zweiten Preis erhielt der Verein „Refudocs Freiburg“, in dem unser FL-Gründungsmitglied Prof. Dr. Michael Wirsching im Vorstand maßgeblich aktiv ist. Die Mitglieder des Vereins, meist Ärzte, leisten seit 2015 unbürokratisch medizinische Hilfe für Geflüchtete (siehe: https://freiburg.refudocs.de/). Die Stadt Freiburg verleiht die Preise „als Anerkennung für herausragendes Engagement für eine lebendige und vielfältige Stadtgesellschaft“, wie es auf der überreichten Urkunde heißt.

Die Urkunde des Freiburger Integrationspreises 2019 (Foto: Prof. M. Wirsching)

Siehe auch: https://www.badische-zeitung.de/omas-gegen-rechts-erhalten-den-freiburger-integrationspreis–print–180566206.html




Drohender Abriss des Gebäudes in der Habsburgerstr. 91

Bezüglich des drohenden Abrisses des Gebäudes Habsburgerstraße 91 hatte unser Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler (FL) eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt. Es handelt sich um das Gebäude zwischen Elztäler Hof und der Gisinger-Neubebauung, das nach Meinung Winklers und des Bürgervereins Herdern als ein denkmalschutzwürdiges Gründerzeit-Gebäude anzusehen ist und vom Abriss verschont werden sollte.

Auf diese Anfrage (aus dem BaUStA vom 06.11.2019) hat Baubürgermeister Dr. Martin Haag nun mit folgendem Schreiben geantwortet:

Sehr geehrter
Herr Dr. Winkler,

bezüglich des
Gebäudes Habsburgerstr. 91 ist derzeit folgender Sachstand gegeben:

Seitens der
Gisinger Wohn- und Gewerbebau GmbH wurde bereits im März 2018 der Abbruch des
bestehenden Gebäudes Habsburgerstr. 91, Grundstück Flurstück-Nr. 2327,
beantragt.

Das Gebäude
ist nicht in der Liste der Kulturdenkmale inventarisiert. Die Fragestellung der
Denkmaleigenschaft war bereits im Sommer 2017 durch das hierfür zuständige
Landesamt für Denkmalpflege überprüft und abschlägig beschieden worden.

Seit
Abschluss des Kenntnisgabeverfahrens am 17.04.2018 kann daher das Gebäude
Habsburgerstr. 91 abgebrochen werden.

Das
Grundstück soll neu bebaut werden; ein Bauantrag ist derzeit anhängig. Dieser
ist nach Einschätzung der Bauverwaltung noch nicht genehmigungsfähig.

Mit
freundlichen Grüßen

Büro des
Bürgermeisters
Prof. Dr. Haag

Stadt Freiburg im Breisgau
– Dezernat V –
Rathaus im Stühlinger – Gebäude A
Fehrenbachallee 12, 79106 Freiburg im Breisgau
Tel.: +49761/201-4001, Fax: +49761/201-4099
E-Mail: dez-V@stadt.freiburg.de

Internet : www.freiburg.de

Proteste gegen den Abriss der denkmalwürdigen Gebäude des ehem. “Gasthaus zu Amerika” (Artikel im Stadtkurier vom 19.02.2015). Diese Gebäude, die in unmittelbarer Nähe zum Haus in der Habsburgerstr. 91 standen, sind inzwischen längst abgerissen. Das Gelände ist inzwischen durch unansehnliche Betonklötze neu bebaut worden.