Überdimensioniertes Bauvorhaben in Herdern

Wieder steht in Herdern ein Nachverdichtungs-Vorhaben in Hanglage in der Kritik. Diesmal in zweiter Reihe an der Vorderen Steige. „Die Nachbarn haben einen Anwalt eingeschaltet, Einzelstadtrat Wolf-Dieter Winkler (Freiburg Lebenswert) hat einen ganzen Fragenkatalog an die Stadtverwaltung geschickt, auch der Bürgerverein Herdern hat sich in einem Brief ans Rathaus gewandt. Das städtische Baurechtsamt ist noch nicht zu einer abschließenden Bewertung gekommen. Der Fall reiht sich ein in andere größere Bauprojekte in Herdern, die in den vergangenen Jahren für Unmut gesorgt haben.“ So hatte die Badische Zeitung (BZ) bereits am 7. August 2020 geschrieben.

Und am Ende des Artikels fasst sie die Meinung des Bürgervereis Herder (BVH) zu dem Thema zusammen: “‚Wir haben nichts gegen Nachverdichtung‘, betont Christian Ledinger vom Bürgerverein: ‚Aber sie muss an die Gegend angepasst sein‘. Zuletzt habe es in Herdern immer wieder überdimensionierte Bauvorhaben gegeben, vor allem an der Straße Sonnhalde: ‚Das ist unser Sorgenkind‘. Jeder Neubau setze einen weiteren Prozess in Gang. Neben den optischen Aspekten störe sich der Bürgerverein vor allem auch daran, dass bei all diesen Bauprojekten keine bezahlbaren Wohnungen für die Mittelschicht entstehen – doch genau diese fehlten in Herdern.“

Siehe: https://www.badische-zeitung.de/bauprojekt-in-freiburg-herdern-ist-nachbarn-viel-zu-gross–190708852.html

Inzwischen haben auf dem Grundstück an der Vorderen Steige aber schon „Rodungs-Arbeiten am Bewuchs“ stattgefunden. Nach einem Hinweis aus der Nachbarschaft waren deshalb Vertreter vom städtischen Umweltschutzamt, vom Garten- und Tiefbauamt und vom Baurechtsamt vor Ort und haben die Rodungen gestoppt, da noch keine Baugenehmigung vorliegt. Geräumt worden sei bisher zwar nur „rund ein Drittel der Fläche“ und bisher nur „Büsche und Hecken und keine Bäume“, weshalb es sich laut Rathaussprecher Toni Klein nicht um eine Ordnungswidrigkeit handeln würde. Gerade das Unterholz sei aber „aus ökologischen Gründen“ relevant.

Auch darüber hat die BZ am 27. August berichtet und wiederholt noch einmal die Kritik vor Ort an dem Projekt: „Geplant sind auf dem Grundstück anstelle eines älteren Gebäudes zwei Häuser mit insgesamt elf Wohnungen. Gegen das Bauvorhaben gibt es Kritik von den Nachbarn, vom Bürgerverein Herdern und von Stadtrat Wolf-Dieter Winkler (Freiburg Lebenswert). Sie alle finden das Projekt überdimensioniert und die Verkehrssituation problematisch, auch auf die ökologische Wertigkeit des Grundstücks haben sie hingewiesen.“

Siehe: https://www.badische-zeitung.de/stadt-stoppt-arbeiten-am-bewuchs-auf-privatgelaende-in-herdern




Anfrage zum St.-Urban-Gelände

Die folgende Anfrage (nach § 24 Abs. 4 GemO zu
Sachthemen außerhalb von Sitzungen) hat die (derzeit noch existierende) Fraktionsgemeinschaft
FL/FF am 25. Juni 2019 zu einer möglicherweise weiteren, geplanten Bebauung des
St. Urban-Geländes in Herdern gestellt. Hier die Anfrage im Wortlaut:

Sehr geehrter
Herr Oberbürgermeister,

bei der
Teilbebauung des St. Urban-Geländes wurde den Herdermern fest versprochen, dass
der restliche Park erhalten bliebe. Auch sollte dieser frei zugänglich sein,
was bis heute aller-dings nicht gewährleistet wurde. Nun scheint es aber so zu
sein, dass entgegen dieser Versprechen, ein weiteres Stück des Restparks bebaut
werden soll.

Hierzu unsere
Fragen:

1. Ist
tatsächlich geplant, ein weiteres Stück des St. Urban-Geländes (Flurstück
2670/16) zu bebauen?

2. Wenn ja,
warum werden Versprechen nicht eingehalten?

3. Wie sehen
die Planungen aus?

Wir möchten
um eine zeitnahe Beantwortung unserer Fragen bitten.

Dr. Wolf-Dieter Winkler (Fraktionsvorsitzender)
Gerlinde Schrempp (Stellvertr. Fraktionsvorsitzende)
Karl-Heinz Krawczyk (Stadtrat)
Prof. Dr. Klaus-Dieter Rückauer (Stadtrat)

Die Fraktion FL/FF im Freiburger Gemeinderat (Foto: Creative Commons)




Anfrage zum Bauvorhaben Stadtstr. 16/16a

Die bereits abgeholzte Grünfläche hinter dem Haus (Foto: M. Managò)

Im Stadtteil Herdern soll in der Stadtraße 16 in zweiter Reihe, hinter dem Haus, ein Wiese bebaut werden. Die Stadt hatte damals – so die Recherche von betroffenen Anwohnern – “beim Bau des Bestandsgebäudes Stadtstr.16 a,b gestattet, dass vor diesem, d.h. in der Bauverbotszone zwischen Bauflucht und Straßenflucht, als einzigem Gebäude in der ganzen Stadtstr. die Vorgärten beseitigt und Stellplätze angelegt werden durften.” Im Gegenzug sollte die rückwärtige Grünfläche freigehalten  und der Baumbestand geschützt werden (Ziff. 6.0.00F der Baugenehmigung). Totzdem wurde nun für die freizuhaltende rückwärtige Grünfläche eine Baugenehmigung erteilt.

Verständlicherweise wehren sich nun Nachbarn gegen die “Nichtbeachtung dieser Auflagen”, wie es im Schreiben der Anwohner heißt. Die Fraktion FL/FF hat dies aufgegriffen und in einer Anfrage (nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen) „Neubau Stadtstraße 16/16a“ verschiedene offenen Fragen formuliert. Siehe hier die Anfrage im Wortlaut:

FL/FF-Anfrage zur Stadtstraße 16 vom 26.02.2018

Das Mehrfamilienhaus Stadtstraße 16/16a mit den Parkplätzen vor dem Haus (Foto: M. Managò)

Das Bauvorhaben in zweiter Reihe, hinter der Stadtstr. 16 u. 16a (Foto: Dr. Kimmig)




Bebauungsplan “Sonnhalde Süd”

Postkartenblick auf Freiburg, der nun bald zubebaut sein wird: die Pferdewiese (Foto: K. Langosch)

Sehr zu begrüßen ist die Absicht der Stadt, für das ganze Gebiet südlich der Sonnhalde einen Bebauungsplan aufzustellen, da ein Bauvorhaben in der Sonnhalde 13 offenbar alle Dimensionen einer verträglichen Bebauung sprengen würde. Dies kommt den langjährigen Forderungen von Bürgerverein und Freiburg Lebenswert sehr entgegen und wird deshalb von diesen ausdrücklich unterstützt – auch wenn es für die Pferdewiese und andere, bereit erfolgte, massive Bebauungen in diesem Bereich (v. a. am Neubergweg)  leider zu spät kommt.

Dennoch hat die Fraktionsgemeinschaft Freiburg Lebenswert / Für Freiburg (FL/FF) folgende Anfrage nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen zum Thema “Bebauungsplan Sonnhalde 13” am 5. Juli 2017 an den  Oberbürgermeister und Bau-Bürgermeister von Freiburg gestellt:

Am 29.6.2017 wurde im öffentlichen Teil des Bau- und Umlegungsausschuss unter TOP 3 die Aufstellung des Bebauungsplans “Sonnhalde Süd” mit örtlichen Bauvorschriften beschlossen. Grund hierfür ist ein für das Grundstück Sonnhalde 13 eingereichter Bauantrag, der den Charakter der Sonnhalde als Wohngebiet deutlich negativ verändern würde. Als Konsequenz dieses Beschlusses soll der Bauantrag zurückgestellt werden.

Wir waren jedoch verwundert darüber, dass die „Sonnhalde 13“ im nichtöffentlichen Teil des Bau- und Umlegungsausschusses unter Verschiedenes ohne konkrete Angaben nochmals thematisiert wurde, weshalb wir folgende Fragen stellen:
1. Wie ist der Stand der Verhandlungen mit dem Bauträger?
2. Gibt es aktuelle Pläne? Wenn ja, so möchten wir um Einsicht bitten.

Hier der Antrag im Wortlaut (PDF):  Sonnhalde 13

Es handelt sich um dieses Areal in Herdern:

Siehe dazu die im öffentlichen Teil der Sitzung des Bauausschusses behandelte Beschlusvorlage “Bebauungsplan ‘Sonnhalde Süd’ mit örtlichen Bauvorschriften, Plan-Nr. 2-116 (Herdern)”: Bebauungplan-Vorhaben Sonnhalde Süd

Hier die Antwort der Stadtverwaltung vom 17.08.2017 auf die o.g. Anfrage: 20170810_FL_FF_Sonnhalde_13




Anfrage zu Waldwegen

 

Logo_Fraktion_FL_FFDie Fraktionsgemeinschaft Freiburg Lebenswert / Für Freiburg (FL/FF) hat aufgrund von Hinweisen von betroffenen Bürgern aus dem Stadtteil Herdern zum Thema Waldwege nach Baumfällungen folgende Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt:

“Von erbosten Herdermer Bürgern wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass die Wege oberhalb vom Panoramahotel Mercure in Richtung Ladstatt und Roßkopf durch das Abholzen von Bäumen unter Verwendung schwerer Maschinen stark beschädigt seien. Es sei nicht mehr möglich auf den Wegen zu wandern, zu laufen oder Rad zu fahren. Ein Teil der Wege sei auch gesperrt.

Hierzu unsere Fragen:

1.  Wieso werden bei Holzfällerarbeiten die Wege und der Waldboden grundsätzlich massiv in Mitleidenschaft gezogen, was jedes Mal zu verärgerten Reaktionen der Bürgerschaft führt? Gibt es für eine Stadt – mit dem Anspruch „Green City“ zu sein – keine schonendere Bewirtschaftungsweise?

2.  Bis wann werden die Wege wieder in Ordnung gebracht und die Sperrungen aufgehoben sein?”

Hier die gesamte Anfrage als PDF-Datei: Anfrage Waldwege in Herdern 14.3.2016