Schlagwort-Archive: Ökologie

Die Macht des Geldes

„Versiegelte Flächen, Bauboom, Gewerbeflächen und Touristenattraktionen bei Umgehung von Umweltschutz, die Macht des Geldes und der Investoren, vollendete Tatsachen schaffen, der Glaube an Aufschwung und ewiges Wachstum, viele Versprechen der Politik, vorschnelle Entscheidungen „zugunsten von Arbeitsplätzen und Wohnraum“, angeblich immer alternativlos, mangelnde Bürgerbeteiligung, Entscheidungen an den Bürgern vorbei…“. All diese Stichworte enthält ein außerordentlich sehenswerter Film aus dem Jahr 1991 (!) über die Insel Rügen. Weiterlesen

Der grüne Sündenfall Dietenbach

Die Warnungen zum Klimawandel, zum Landverbrauch, zur Zerstörung unserer natürlichen Ressourcen werden immer lauter. Eine Klimakonferenz folgt der anderen und jedes Mal wird festgestellt, dass es kurz vor 12 sei und dass man unter keinen Umständen so weitermachen dürfe. Jeder müsse vor seiner Haustür beginnen! „Global denken und regional handeln“ lautet ein beliebtes, richtiges und immer wieder zitiertes Motto. Und was macht Freiburg? Weiterlesen

Auf die Zukunft bauen – Planen, Sanieren, Wohnen im 21. Jh.

Der bekannte Autor und ehem. Fernseh-Journalist Dr. Franz Alt, der bereits am 12. Februar zu einem Vortrag in Freiburg war, wird am kommenden Dienstag, den 19. Februar um 19.30 Uhr ins Bürgerhaus Zähringen (Lameystr. 2) auf Einladung der “Bürgeraktion Rettet Dietenbach” zu einem weiteren Vortrag mit anschließender Diskussion nach Freiburg kommen. Der Eintritt beträgt diesmal 5,- Euro, alternativ kann auch eine Spende geleistet werden. Weiterlesen

Naturschutzbeauftragte sehen „deutliche Schieflage“

Zwei langjährige ehrenamtliche, vom Gemeinderat bestellte Naturschutzbeauftragten der Stadt Freiburg, haben sich zu Wort gemeldet und ihre sonst geübte Zurückhaltung aufgegeben, weil sie bezüglich Dietenbach eine „deutlichen Schieflage“ und „Seilschaften“ in der Stadt beobachtet haben. Es ist sogar von „Gleichschaltung bei Wortmeldungen, Berichterstattung, Wahlkampf“ und von einem „erheblichen Ungleichgewicht (…) bei der Interessen- und Meinungsvertretung von Pro und Contra der Dietenbach-Bebauung“ die Rede. Weiterlesen

Rede von Stadtrat Winkler bei Schülerdemo

Bei der großen Schülerdemonstration am 18.1.2019 auf dem Platz der Alten Synagoge gegen den Klimawandel bekam als einziger Ü30er, obwohl selbst schon Ü60, der Fraktionsvorsitzende von Freiburg Lebenswert / Für Freiburg, Dr. Wolf-Dieter Winkler, Gelegenheit, eine Rede zu halten. Er unterstrich damit als Mitglied von Freiburg Lebenswert auch deren Unterstützung für die Anliegen der demonstrierenden Schüler. Weiterlesen

Abseits von “Green City”

Vor dem Bürgerbegehren zum neuen Stadtteil Dietenbach am 24. Februar 2019 empfiehlt es sich, sich umfassend zu informieren! Dazu gehörte es, alle Seiten – vor allem die der Betroffenen – zu hören. In einem Film mit dem Titel “Im Abseits von GREEN CITY – Die Bauern vom Dietenbach und das Wohnen” kommen viele der betroffenen Landwirte, aber auch Umweltschützer und andere Experten zu Wort. Der Film ist ein sehenswertes Statement, für das man sich die entsprechende Zeit (49 Minuten) nehmen sollte. Weiterlesen

Petition gegen Bebauung des Dietenbachgeländes

Protest gegen den Landverbrauch auf dem Dietenbach-Gelände (Foto: W. Deppert)

Auf dem Portal des Vereins “Rettet den Regenwald e. V.” gibt es eine neue Online-Petition, die die Anliegen der Gemeinschaft Rettet Dietenbach aufgegreift und unterstützt. Siehe: https://www.regenwald.org/petitionen/1158/bauern-und-buerger-gegen-grossprojekt?t=362-272-2702-1  Dort kann man online die folgenden Anliegen unterstützen:

Im Westen von Freiburg – zwischen Autobahn, Schnellstraßen, Wohnsiedlungen und dem Naturschutzgebiet Rieselfeld – erstreckt sich auf 169 Hektar Land die Dietenbach-Niederung. Bauern pflanzen dort Getreide, Mais und Sonnenblumen an oder fahren Heu von den Wiesen ein. Es sind die letzten landwirtschaftlichen Flächen Freiburgs. Und auf einem Drittel der Fläche steht Wald.

Doch genau hier will der Gemeinderat ein neues Stadtviertel für 15.000 Menschen bauen. 100 Hektar fruchtbare Böden sollen unter Wohnhäusern verschwinden. Den Landwirten droht die Enteignung oder das Auslaufen der Pachtverträge. Die regionale Landwirtschaft, politisch mit schönen Worten oft gewollt, soll hier zugrunde gerichtet werden. Unseren Böden, die Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen, droht die Versiegelung mit Asphalt und Beton. Ersatzflächen für die Bauern stehen in der dichtbesiedelten Region ebensowenig zur Verfügung wie Ausgleichsflächen für die Natur.

Für das geplante “ökologische” Riesen-Neubaugebiet muss die Niederung bis zu drei Meter hoch aufgeschüttet werden. Vier bis fünf Millionen Tonnen Auffüllmaterial sind dazu notwendig, das entspricht 422.000 Lkw-Fahrten, rechnet die Bürgerinitiative Pro Landwirtschaft und Wald vor, die sich mit 14 Umwelt- und Naturschutzvereinen zusammengeschlossen hat.

Bundesweit werden 62 Hektar Land TÄGLICH zubetoniert – das entspricht ca. 80 Fußballfeldern – für Straßen, Gewerbegebiete und Siedlungen. Der Flächenverbrauch in Deutschland muss gestoppt werden. Denn wir sind auf dem besten Weg, unsere Böden und Lebensgrundlagen zu vernichten.

Wohnwünsche erfüllen und das Klima retten

Auf dem Wohngipfel im September dieses Jahres wurde im Bundeskanzleramt die Umsetzung eines „umfassenden Maßnahmenbündels zur Stärkung des Wohnungsneubaus und zur Sicherung bezahlbaren Wohnens vereinbart“, so die Pressemitteilung des Bundesinnenministeriums. Zweck sei es, „den Bau von 1,5 Mio. neuen Wohnungen zu ermöglichen und bezahlbaren Wohnraum zu sichern”. Dafür wolle man „in dieser Legislaturperiode allein für den sozialen Wohnungsbau, das Baukindergeld, das Wohngeld und die auf Rekordniveau fortgeführte Städtebauförderung mehr als 13 Mrd. € zur Verfügung stellen“.

Der Wohnungsbauexperte Daniel Fuhrhop sieht das kritisch und fragt nach den Konsequenzen: „Die Milliarden sollen einen Bauboom auslösen, der jedoch das Klima zerstört“, meint er. Er möchte Alternativen zu den Neubaumilliarden des Wohngipfels aufzeigen und fragt danach, „wo und wie Menschen wohnen“ könnten. Wir möchten zu diesem Thema hier den folgenden, auf seinem Blog veröffentlichten Text widergeben, der das Dilemma aufzeigt, in dem sich die die politischen Akteure befinden – nämlich Bauboom und Klimaziele unter einen Hut zu bekommen. Daniel Fuhrhop zeigt aber auch, wie man es anders und besser machen kann:

„Der lange und verdächtig heiße Sommer war noch in guter Erinnerung, da präsentierte die Regierung beim Wohngipfel ein Milliardenprogramm für Neubau, das aber den Klimawandel beschleunigen wird. Dieser Widerspruch fiel auch den Politikern auf, weshalb sie in den Wohngipfel-Ergebnissen schrieben: „Bezahlbares Bauen und Wohnen, Energieeffizienz und Klimaschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“. Doch dieses Bekenntnis zum Klimaschutz blieb eine Phrase, denn der Wohngipfel bietet sonst nur Neubau, für den an die fünfzehn Milliarden Euro fließen (in Baukindergeld, sozialen Wohnungsbau und Sonderabschreibung), und der die Sommer noch heißer machen wird.

Die Milliarden sollen einen Bauboom auslösen, der jedoch das Klima zerstört: Weiterlesen

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