FL unterstützt Fridays for Future und sagt “Ja” zum Klimaschutz

Pressemitteilung
vom 20. Mai 2019

Mit den Aktionen, Zielen und
Forderungen der Schüler von Fridays for Future (FfF) sympathisiert Freiburg
Lebenswert (FL) grundsätzlich sehr. Der Klimaschutz ist von Anfang an im
Programm der Wählervereinigung verankert. Deshalb wandte sich FL schon frühzeitig
gegen eine Bebauung von Grünflächen und Kleingärten und hat sich als Fraktion
FL/FF im Gemeinderat als Einzige gegen die Bebauung des großen
Dietenbach-Areals ausgesprochen. Auch den Stadion-Standort im Wolfswinkel, an
dem die letzte große Abkühlfläche und der Magerrasen derzeit vernichtet werden,
hat die parteiunabhängige Bürgerliste FL unter anderem aus stadt-klimatischen
Gründen abgelehnt.

FL betont, dass „Global
denken und lokal handeln“ für sie keine Floskel ist. „Nun plötzlich haben alle
den Klimaschutz entdeckt. Alle anderen Fraktionen im Gemeinderat und
ausgerechnet auch Bündnis 90/Die Grünen, handeln hier in der Stadt aber genau
gegensätzlich. Hinsichtlich Dietenbach, Stadionstandort, Bebauen von
Grünflächen und Kleingärten etc. treffen sie äußerst klimaschädliche
Entscheidungen“, so Stadträtin Gerlinde Schrempp, Vorsitzende und
Spitzenkandidatin von FL.

Zu den Forderungen von FfF
sieht die Wählervereinigung im Einzelnen sicherlich noch Gesprächsbedarf, da
dies teilweise ja auch Maximalforderungen sind, die erheblichen Folgen haben
können. Betonen möchte FL allerdings, dass ihre grundsätzliche Sympathie dem
Engagement und den grundsätzlichen Zielen von FfF gilt. Sie verweist in dem
Zusammenhang auf ihre Slogans, die einige ihrer Kandidaten im Wahlkampf derzeit
plakatieren: „Lokal handeln, Klima schützen“, „Klimaschutz jetzt“ und
CO2-Ausstoß senken“. Verweisen möchte sie zudem auf die Reden, die Stadtrat Dr.
Wolf-Dieter Winkler für die Fraktion FL/FF im Gemeindetrat gehalten hat: siehe
dazu vor allem https://freiburg-lebenswert.de/zur-klimaschutzbilanz-in-freiburg/
und https://freiburg-lebenswert.de/einsatz-fuer-den-klimaschutz/.

Freiburg Lebenswert e.V.
Pressesprecher: Michael Managò
E-Mail: presse@freiburg-lebenswert.de

Das Dietenbach-Gelände ist für Ökologie, Stadtklima und Landwirtschaft wichtig (Foto: M. Falkner)

Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler (FL) spricht bei der Schülerdemo “Friday for future” in Freiburg am 18.01.2019 (Foto: W. Deppert)




FL stellt sich in Videos und Radio-Spots vor

Unser Image-Film für die Kommunalwahl 2019

Neben dem Image-Film “Freiburg Lebenswert stellt sich vor” wurden noch weiter Videos einzener Kandididaten gedreht. Sie finden alle Filme hier auf der Homepage unter: https://freiburg-lebenswert.de/gr-wahl-2019/wahlkampf-videos/

Beim lokalen Radio-Sender baden.fm werden bzw. wurden außerdem Radio-Spots in der Zeit zwischen dem 16. und dem 23. Mai 2019 gesendet, die die Kandidaten der ersten sechs Listenplätze im Studio aufgesprochen haben. Alle Spots sind ca. 30 Sekunden lang. Auch sie alle finden Sie hier auf der Homepage unter: https://freiburg-lebenswert.de/radio-spots/

Einer der Entwürfe für die Großplakate von Freiburg Lebenswert




Zur Klimaschutzbilanz in Freiburg

Zum Thema „Klimaschutzbilanz für die Jahre 2015 und 2016“ in Freiburg (Drucksache G-19/083) hat FL-Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler als Fraktionsvorsitzender der Fraktionsgemeinschaft FL/FF am 7. Mai 2019 im Gemeinderat folgende Rede gehalten:

Sehr geehrter Herr
Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren!

Erst gestern hat der
Weltbiodiversitätsrat (IPBES) der UNO einen apokalyptischen Report vorgestellt,
der in den nächsten Jahren ein massives Sterben der Arten voraussagt, nicht
zuletzt verursacht durch die Erwärmung des Planeten aufgrund des Klimawandels. Die
Autoren mahnen dringend, dass nicht länger wirtschaftliches Wachstum im Fokus
der Weltgemeinschaft stehen darf. Neue nachhaltige Finanz- und
Wirtschaftssysteme seien notwendig. Die Bundesumweltministerin stellte fest,
dass es um nichts Geringeres geht, als um das Überleben der Menschheit. Selbst
die Badische Zeitung schreibt heute in ihrem Tagesspiegelkommentar, dass die
ökologische Katastrophe, der wir fast ungebremst entgegensteuern, Fakt ist,
hieb- und stichfest wissenschaftlich bewiesen und man sich über die immer noch
vielfach festzustellende Ignoranz gegenüber Klimawandel und Artensterben nur
verwundert die Augen reiben kann.

Vor diesem Hintergrund
ist die Klimaschutzbilanz von Freiburg mehr als ernüchternd! In den 24 Jahren
von 1992 bis 2016 haben wir den CO2-Ausstoß pro Einwohner um gerade mal 37%
reduziert. Ginge es linear so weiter, dann wäre Freiburg erst etwa im Jahr 2080
klimaneutral. Wir sollten aber eigentlich schon im Jahr 2030 klimaneutral sein,
um katastrophale Auswirkungen des Klimawandels noch einigermaßen sicher
vermeiden zu können. Das zusätzliche Problem ist jedoch, dass die ersten
Maßnahmen sehr leicht umzusetzen sind. Je mehr Maßnahmen bereits umgesetzt
sind, umso schwieriger werden weitere Einsparungen. Die restlichen 63%
CO2-Ausstoß werden ungleich schwerer erreicht werden können. Nach dem
Ifeu-Institut muss Freiburg aber jährlich 6% CO2 einsparen, um seine Klimaziele
zu erreichen. Das ist eigentlich nur machbar mit gewaltigen Einschnitten für
die gesamte Freiburger Bürgerschaft. Eigentlich müssten wir beispielsweise sofort
aufhören zu bauen, da gerade die graue Energie im Baubereich und dort vor allem
bei Häusern in Massivbauweise, enorm ist. Und wenn gebaut wird, dann sollte eigentlich
nur noch Holz zum Einsatz kommen. Und eigentlich sollte der Autoverkehr in
Freiburg sofort massiv reduziert werden. Eigentlich!

Aber die
Entscheidungslage in Freiburg ist eine ganz andere. Viele Baugebiete sind
geplant, ein neuer Stadtteil soll kommen – mit noch mehr Verkehr. Und einige
Wachstumsfetischisten hier im Gemeinderat, vor allem in der FDP, schwadronieren
bereits von weiteren, neuen Stadtteilen. Man könnte meinen, einige leben in
ihrer ganz eigenen, völlig von der Außenwelt abgeschirmten Wahrnehmungsblase.

Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler (FL) spricht bei der Schülerdemo “Friday for future” in Freiburg am 18.01.2019 (Foto: W. Deppert)

Es ist also alles
andere als gerechtfertigt, dass man sich in Freiburg immer noch gerne auf die
eigenen Schultern klopft für seine Ökobilanz! So liegt der bundesweite Anteil
von regenerativen Energien an der Stromerzeugung bei sehr guten 40%. In
Freiburg beträgt er gerade mal 7%! Natürlich haben wir nicht die windhöffigen
Windenergie-Standorte wie in der norddeutschen Tiefebene oder an den Küsten.
Aber wir haben eine höhere Sonneneinstrahlung, könnten also weit mehr
Photovoltaik-Anlagen realisieren. Vor allem sind sie nicht so umstritten wie
Windenergieanlagen. Aber selbst beim Sonnenstrom liegen wir gerade mal bei
einem Anteil von ca. 3,5% an der Stromerzeugung! Dabei will ich nicht
unterschlagen, dass für die schleppende Umsetzung der Energiewende die
Bundesregierung maßgeblich mitverantwortlich ist, weil sie über entsprechende
Verschlechterungen beispielsweise des Erneuerbaren Energien Gesetzes den Ausbau
der Erneuerbaren Energien massiv nachteilig beeinflusst hat. Aber es ist leider
so, dass auch in Freiburg die Protagonisten bezüglich Photovoltaik zum Jagen
getragen werden müssen.

Nur ein paar
Beispiele:

  • Die
    Freiburger Stadtbau will bei allen ihren anstehenden Bauprojekten erst mal prüfen,
    ob Sonnenenergie genutzt werden kann. Meine Damen und Herren, es ist keine Zeit
    mehr zum Prüfen. Es muss endlich klar gesagt werden, jawohl wir werden bei
    jedem Bauprojekt so viel wie möglich thermische und elektrische Solaranlagen einsetzen
    und auch Fassadenbegrünung realisieren. Dass nun bei den aufgestockten Gebäuden
    in der Belchenstraße doch noch Photovoltaik im Mieterstrommodell realisiert
    wird, kam erst auf meine monatelange Überzeugungsarbeit und mein
    Nichtlockerlassen zustande. Die Stadtbau muss endlich akzeptieren, dass sie
    nicht mehr nur ein Wohnungsbauunternehmen sein kann, sondern sich auch als
    Energiedienstleister betätigen muss. Dasselbe gilt für die Freiburger
    Genossenschaften, die ihr Geld lieber in Abriss und Neubau stecken, statt in
    regenerative Energien in ihren Bestandsgebäuden.
  • Bei der
    Stadiongesellschaft des SC Freiburg hatte ich vorgeschlagen auf herkömmliche
    Tribünendächer zu verzichten und direkt Photovoltaikmodule in ihren
    Tragekonstruktionen als Dachersatz zu nutzen. Das hätte einige entscheidende
    Vorteile gehabt. Und Freiburg hätte im ökologischen Bereich endlich mal wieder ein
    Alleinstellungsmerkmal gehabt. Das gesamte Stadion wäre ein gigantisches
    Solarkraftwerk geworden. Aber: Ich konnte mich nicht durchsetzen! Jetzt kommt
    ein normales Dach, auf das vermutlich eine eher bescheidene PV-Anlage
    aufgesetzt wird.
  • Der
    Freiburger Turnerschaft habe ich im Rahmen ihres momentanen Hallenbaus eine durchaus
    großzügige Spende für die Erstellung eines innovativen Energiekonzeptes
    gemacht. Auch hier höre ich nun, dass nur ein Bruchteil der in dem Konzept vorgeschlagenen
    Solarenergie umgesetzt werden soll.

Meine Damen und
Herren, solange die Entscheidungsträger in dieser Stadt eher Bedenkenträger
sind und an herkömmlichen Entscheidungsstrukturen festhalten, werden wir alle
unsere Nachhaltigkeits-Ziele auch nicht nur ansatzweise erreichen! Es muss
endlich Schluss sein mit „hätte, wäre, könnte, sollte“. Damit wir endlich mal
eine Klimaschutzbilanz vorgelegt bekommen, die einen nicht ratlos und
deprimiert zurücklässt.

Und zum Schluss muss ich doch auch noch eine Kritik am Oberbürgermeister von „Green City“ äußern. In dieser Funktion sollte man im Fernsehen eher nicht groß ankündigen, dass man demnächst 100 Länder bereist haben wird. Denn die meisten dieser Länder werden sicher nicht mit dem Fahrrad oder dem Zug zu erreichen sein. Mit solchen Aussagen vor einem Millionenpublikum ist man sicher kein ökologisches Vorbild!

Verbrannte Rasenflächen und Hitzewellen durch Klimawandel und Flächenversiegelung (Foto: M. Managò)

Das Dietenbach-Gelände wäre in Freiburg für Ökologie, Stadtklima und Landwirtschaft außerordentlich wichtig (Foto: M. Falkner)




Anpassung der Tarife im Regio-Verkehrsverbund

AZum Thema „ÖPNV: Anpassung der Tarife im Regio-Verkehrsverbund Freiburg RVF“ (Drucksache G-19/098) hat unsere Stadträtin und FL-Spitzenkandidatin Gerlinde Schrempp für die Fraktionsgemeinschaft FL/FF am 7. Mai 2019 im Gemeinderat folgende Rede gehalten.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

meine Fraktion Freiburg Lebenswert/Für Freiburg  nimmt die Vorschläge zur Anpassung der Tarife
im Regio-Verkehrsverbund zur Kenntnis und befürwortet diese Anpassungen.

Die VAG mit all ihren Mitarbeitern, aber auch die verschiedenen
Busunternehmungen machen eine ganz hervorragende Arbeit, häufig unter extrem
schwierigen Bedingungen, wie wir es alle fast täglich beobachten können.

Bekanntermaßen ist eine Anhebung der Tarife nur möglich, wenn der
Nachweis der Erforderlichkeit erbracht ist. Und das ist geschehen, die Tarife
werden maximal in der Höhe der jährlichen ÖPNV-spezifischen Inflationsrate
angepasst.

Dass die Stadt Freiburg gar nicht alleine über die Preise entscheiden
kann, wurde schon mehrfach dargelegt, der Zweckverband ZRF mit den beiden
beteiligten Landkreisen und der Stadt Freiburg entscheidet darüber.

Stadträtin Gerlinde Schrempp (FL)

Wir alle hier wissen um die finanzielle Situation der VAG. Die Erhöhung
ist mehr als moderat und kann nichts weiter bewirken, als den Status quo zu
erhalten. Auch wenn das hier von manchen Mitgliedern des Gemeinderates nicht
gerne gehört wird, verweise ich dennoch darauf, dass wir mit diesen
Preisanpassungen weit unter den Preisen der benachbarten Verkehrsverbünde
liegen, sowohl in Baden-Württemberg, als auch im ganzen Bundesgebiet. In ganz
vielen Fällen kosten unsere Regio-Karten nicht einmal die Hälfte dessen, was
bei den angesprochenen anderen Verbünden bezahlt werden muss. Dazu gehören auch
die Schülerkarten! (Ich verweise auf Offenburg, Tübingen, Mannheim.)

Und, meine Damen und Herren, genau das wissen viele Freiburger Bürgerinnen
und Bürger und die, die es noch nicht wissen, sehen nach der entsprechenden
Information diese Preisanpassung als absolut gerechtfertigt an. Das habe ich in
vielen Gesprächen immer wieder erlebt. Sie, die Gegner dieser Preiserhöhungen
würden das auch erleben, wenn Sie denn einmal diese Diskussionen mit den
Menschen führen würden. Dass wir unabhängig von der jetzt angedachten
Preiserhöhung über eine City-Karte neben der bestehenden Regio-Karte nachdenken
müssen, halten auch wir für angebracht. Menschen in schwierigen
wirtschaftlichen Lagen haben wir mit dem Sozialticket geholfen und das soll
auch weiterhin so funktionieren.

Gerade jetzt in der Wahlkampfzeit wird von vielen Kollegen hier im Haus immer
wieder über den weiteren Ausbau des Straßenbahnnetzes gesprochen, obwohl in den
entsprechenden Klausursitzungen klar und deutlich die tatsächlichen
Möglichkeiten unseres Verkehrsverbundes dargelegt wurden. Ich halte das nicht
für hilfreich.

Auch der Vorschlag eines 
kostenlosen ÖPNV geht in diese Richtung. Danke an den Kollegen Sims für
seine Ausführungen zu einer solchen Maßnahme. 
Es wäre wirklich schön, den ÖPNV kostenlos nutzen zu können, das findet
auch meine Fraktion. Aber dazu müssen in Berlin und in Stuttgart die
Voraussetzungen geschaffen werden und vor allem muss das dazu notwendige Geld
fließen.

Von unserer Fraktion klare Unterstützung der moderaten Preisanpassungsvorschläge.




Für eine Soziale Erhaltungssatzung in der Quäkerstraße

Zum Thema “Soziale Erhaltungssatzung Quäkerstraße” (Drucksache G-19/107) hat FL-Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler als Fraktionsvorsitzender der Fraktinsgemeinschaft FL/FF am 7. Mai 2019 im Gemeinderat folgende Rede gehalten:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren!

Zum Thema soziale und bauliche Erhaltungssatzung im Quartier zwischen den Wiehre Bahnhöfen wurde bereits in diversen früheren Sitzungen ausführlich von uns Stellung bezogen, so dass ich mich hier kurz fassen kann.

Wir müssen uns nun seit Monaten mit dem skandalösen Umstand beschäftigen, dass der Vorstand einer Freiburger Genossenschaft ein erhaltenswürdiges, energetisch gutes, baulich intaktes und städtebaulich wertvolles Gebäudeensemble abreißen will – unter Inkaufnahme der Gentrifizierung der jetzigen Bewohner, seiner Genossenschaftsmitglieder.

Das Ensemble ist in seiner jetzigen Form zukunftsfähig, Herr von Kageneck [der CDU-Stadtrat hatte dies in seiner Rede in Abrede gestellt]. Wenn Sie und Ihre Kollegen von der CDU, statt vom grünen Tisch zu entscheiden, sich mal vor Ort bei den Bewohnern informieren würden, dann wüssten Sie zum Beispiel, dass die Bewohner dort extrem niedrige Energiekosten haben.

Die vorhandene Mischung aus Bauwerken und Grünanlagen dieses Ensembles wurde auch vom Gestaltungsbeirat als ideal und vorbildlich dargestellt und sein Erhalt nachdrücklich empfohlen. Es ist unglaublich, dass sich der Vorstand der Genossenschaft zudem jeglichen Gesprächs sowohl gegenüber seinen betroffenen Genossenschaftsmitgliedern als auch gegenüber der Freiburger Stadtspitze verweigert. Und es ist unglaublich, dass man den Gemeinderat der Stadt Freiburg dadurch zwingt, zwei der – gegenüber Wohnungseigentümern – städteplanerisch schärfsten Schwerter einzusetzen, nämlich der sozialen und der baulichen Erhaltungssatzung.

Mit diesem Personal an der Spitze der Genossenschaft sehen wir momentan auch bei künftigen Baugebieten keine Grundlage einer Zusammenarbeit, beispielsweise durch die günstige Überlassung von Grundstücken, als gegeben an. Ich kann dem Vorstand der Familienheim Freiburg nur dringendst empfehlen, seine Außendarstellung entscheidend zu ändern und seine Abrisspolitik zu beenden, um weiteren Schaden von der Familienheim im Speziellen aber auch von den Freiburger Genossenschaften im Allgemeinen abzuhalten.

Protest der Anwohner gegen des Abriss der intakten, schützenswerten Gebäude de Genossenschaft in der Quäkerstraße (Foto: M. Managò)

Beim Protest der Anwohner in der Quäkerstraße sprachen die FL-Stadträte Gerlinde Schrempp (im Bild) und Dr. Wolf-Dieter Winkler (Foto: M. Managò).




FL im Wahlkampf auf Straßen und Plätzen

Der Wahlkampf läuft auf Hochtouren und Freiburg Lebenswert (FL) ist natürlich dabei: Mit Plakaten in den Straßen, mit Ständen auf der Kaiser-Joseph-Straße am Samstag sowie im Laufe der Woche auch auf vielen Wochenmärkten in den Stadtteilen und außerdem bei manchen Podiumsdiskussionen in Schulen und bei verschiedenen Organisationen. Hier nur einige wenige Beispiele von vielen:

Herbert Bucher (Listenplatz 12), Dr. Wolfgang Deppert (Listenplatz 22) und Stadtrat Karl-Heinz Krawczyk (Listenplatz 3) auf dem Wochenmarkt in St. Georgen.

Dr. Friederike Zahm (Listenplatz 18), Michael Managò (Listenplatz 4), Prof. Michael Wirsching (Listenplatz 47), Dr. Kerstin Langosch (Listenplatz 15) und Regelindis Managò (Listenplatz 27) auf dem Wochenmarkt in Herdern (Foto: Frank Zahm).

Regelindis Managò (Listenplatz 27) und Stadträtin Gerlinde Schrempp (Spitzenkandidatin) im Gespräch mit den Bürgern beim Wochenmarkt in Betzenhausen (Foto: Michael Dold).

Sprechen Sie uns an und informieren Sie sich über unser Programm hier auf unserer Homepage. Samstags finden Sie uns zwischen ca. 9 und ca. 16 Uhr in der Kaiser-Joseph-Straße, Ecke Schiffstraße (zwischen Herren-Kaiser und Damen-Kaiser) sowie an Wochentagen auf zahleichen Wochenmärkten in den Stadtteilen.

Großes FL-Wahlplakat, hier am Fahnenbergplatz (Foto: M. Managò)

Auch wenn Freiburg Lebenswert am 26. Mai nicht für das Europaparlament in Straßburg, sondern “nur” für den Gemeinderat von Freiburg kandidiert, so empfehlen wir doch unseren Wählern, auch für Europa wählen zu gehen und sich für demokratische, proeuropäische Parteien zu entscheiden. So waren wir auch bei der Veranstaltung “Pulse of Europe” am 5. Mai auf dem Platz der Alten Synagoge präsent:

Regelindis und Michael Managò bei den Studenten am Stand der jungen, in ganz Europa antretenden Partei “Volt” auf dem Platz der Alten Synagoge.

Und hier noch unser neuer Image-Film für den Wahlkampf 2019 (sprich: für die Gemeinderatswahl in Freiburg) “Freiburg Lebenswert stellt sich vor” von knapp zweieinhalb Minuten:

Image-Film für die Kommunalwahl 2019




“Als Stadt ständig wachsen zu wollen ist kindisch”

Die in Wien erscheinende links-liberale österreichische Tageszeitung „Der Standard“ berichtete am 25. April 2019 über „Bevölkerungswachstum und Pendlerströme“ in Wien. Dabei führte sie ein Interview mit der Stadtplanerin und Soziologin Gerlind Weber, die meint, dass es kindisch sei zu glauben, dass eine Stadt immer weiter wachsen könne. Denn: „Mehr und breitere Straßen für Pendler erzeugen noch mehr Verkehr. Innerstädtische Verdichtung gefährde Nachhaltigkeit und Lebensqualität“, so die Zeitung in ihrem Beitrag. Für die Expertin, Frau Weber, sind die Grenzen des Wachstums deshalb längst erreicht.

Politik und Raumplanung würden so tun, als gebe es
keine Klimakrise, schreibt sie der Politik ins Stammbuch. Und sie sagt
deutlich: „Es ist ein völlig kindisches Ziel, unbedingt die
Zwei-Millionen-Grenze knacken zu wollen. Das kann ja kein Selbstzweck sein,
wenn dabei die Lebensqualität auf der Strecke bleibt. Es ist auf Dauer nicht
gut, dass so viele Menschen in die Stadt ziehen – weder für die Stadt noch für
das Land.“

Eindeutig benennt sie die Grundsatzprobleme, die bei
den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung bestehen: „In der Stadt geht es
derzeit nur ums Verdichten und Verpflastern. Es fehlt der Mumm, die
Grundsatzfrage zu stellen, ob wir die Grenzen des Wachstums nicht erreicht
haben. (…) Das ist nicht nachhaltig. Wir müssen weg von diesem Dogma des
Wachstums – es ist eine zu teure Strategie, die die Lebensqualität vieler Menschen
herabsetzt. Es ist meiner Meinung nach eine Grenze erreicht, wo das Gesamtwohl
der Stadt in Gefahr ist.“

Laut Sudie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ermöglicht teurer Neubau, angesichts der hohren Kosten, kaum bezahlbaren Wohnraum.

Wenn man ihr Interview liest, fühlt man sich allzu sehr
an Freiburg erinnert. Statt sich mit den Problemen grundsätzlich zu befassen,
wie es die Stadtplanerin fordert, baut man hier in Freiburg immer weiter einem
Bedarf hinterher, den man selbst dadurch verstärkt. Man bedenkt nicht, dass
neuen Bauen, immer weiteren, neuen Zuzug erzeugt – so wie neue und breitere
Straßen immer mehr Verkehr erzeugen. All dies weiß man schon lange, aber
Politik und Verwaltung weigern sich weiter, neue und richtige Antworten zu
finden. Oder, wie Frau Weber sagt: „Die Antworten auf den Druck von außen sind
alt – und sie sind nicht besonders gut!“

Siehe: https://derstandard.at/2000101981710/Raumplanerin-Als-Stadt-staendig-wachsen-zu-wollen-ist-kindisch?utm_source=pocket-newtab

“Plakat” von Freiburg Lebenswert (FL) aus der Anfangszeit 2013/14.




Demo in der Quäkerstr. für den Erhalt aller Gebäude

DEtwa 250 Menschen haben bei einer Demonstration in der Quäkerstraße im Stadtteil Wiehre ein klares Zeichen gesetzt, für den Zusammenhalt und die Zusammengehörigkeit und gegen eine auf unbestimmte Zeit drohende Teilung des Quartiers, das zwischen altem und neuem Wiehre-Bahnhof gelegen ist. Anwesend waren auch einige Stadträte. Von Freiburg Lebenswert haben sich Gerlinde Schrempp und Dr. Wolf-Dieter Winkler sowie von der Liste Für Freiburg Prof. Klaus-Dieter Rückauer für den Erhalt des gesamten Quartiers ausgesprochen. Konkret soll ab der nächsten Woche an einer Lösung gearbeitet werden, wie am 07.05.2019 auch der westlich der Quäkerstraße gelegene Quartiers-Teil unter Schutz gestellt werden kann.

FL-Stadträtin Gerlinde Schrempp spricht zu den Demonstraten in der Quäkerstraße (Foto: M. Managò)

Von Anfang an hat Freiburg Lebenswert die Bewohner im Quartier unterstützt und auf den Erhalt der Häuser gedrängt. Denn es geht hier um den Erhalt von vorhandenem, bezahlbaren Wohnraum, der nicht zu Gunsten von viel teuerern Neubauten geopfert werden darf. Siehe dazu: https://freiburg-lebenswert.de/forderung-nach-sozialer-erhaltungssatzung-in-der-wiehre/

Dass Erhaltungssatzungen in Freiburg überhaupt möglich
geworden sind, ist der Initiative von Freiburg Lebenswert (FL), speziell von Stadtrat
Dr. Winkler, zu verdanken. Jahrelang hat FL darauf zugearbeitet und dann im
November vergangenen Jahres einen großen Erfolg errungen. Es wurde damit ein
großer Schritt getan, hin zum Schutz des Stadtbildes durch die Verabschiedung von
Erhaltungs- und Gestaltungssatzungen. Dicke Bretter mussten dazu gebohrt
werden. Aber schließlich wurde FL damit belohnt, dass alle Stadträte bis auf
ein paar wenige Enthaltungen diesen Satzungen zugestimmt haben.

Dr. Wolf-Dieter Winkler fasste das Ergebnis in seiner
Rede damals im Gemeinderat so zusammen: „Mit
den Städtebaulichen Erhaltungs- und Gestaltungssatzungen und mit der am 27.11.2018
zu verabschiedenden Sozialen Erhaltungssatzung, auch Milieuschutzsatzung
genannt, bekommen wir nun hervorragende Mittel an die Hand. Mit ihnen können
wir die verbliebenen Gebäude, die der Krieg und die Abrisswut vor allem der
60er Jahre übrig gelassen haben, wirksam schützen. Das ist für die Freiburger
Stadtgesellschaft eine wahrlich erfreuliche Botschaft.“
Siehe dazu: https://freiburg-lebenswert.de/ein-grandioser-erfolg-fuer-freiburg-lebenswert/

Nun hoffen wir, dass dies auch für das Quartier der Baugenossenschaft Familienheim in der Wiehre greifen wird – und zwar für das gesamte Areal. Dafür hat die Initiative „Wiehre für alle“ gestern Aktion „Menschenkette“ ein deutliches Zeichen gesetzt: die anwesenden Demonstranten bildeten eine Kette um die betroffenen Gebäude in der Prinz-Eugen-Straße 19-23, am Gerwigplatz 5 und 7 sowie die Quäkerstraße 10 und 12. Diese Gebäude wurden in der Vorlage für die kommende Gemeinderatssitzung am 7. Mai nicht erwähnt, sollten nach Meinung der zahlreichen Demonstranten und anwesenden Gemeinderäte aber in den Schutz mit einbezogen werden.

Menschenkette um die gefährdeten Häuser in der Wiehre (Foto: M. Managò)




Alle unsere Kandidaten

Der Wahlkampf hat sichtbar begonnen. Die Plakate hängen bereits seit einigen Tagen in den Straßen und unsere Kandidaten stehen seit kurzem vollständig online auf unserer Homepage. Jeder der 48 Kandidatinnen und Kandidaten, die für die parteiunabhängigen und basisdemokratischen Bürgerliste Freiburg Lebenswert (FL) am 26. Mai ins Rennen um die 48 Plätze im Gemeinderat von Freiburg geht, ist auf dieser Homepage mit einem eigenen Kandidaten-Portrait (inkl. Foto) vertreten. Siehe unter: unsere Kandidaten 2019!

Bei den Kandidaten, die auch auf den Straßen plakatieren, sind auch deren Plakate auf der jeweiligen Seite zu sehen.

In Freiburg geht es um die weitere Entwicklung unserer Stadt. Gehen Sie dehalb bitte am 26. Mai zur Wahl und entscheiden Sie sich für Freiburg Lebenswert (FL). Denn wir sind nah bei den Bürgern, wir kümmern uns um Ihre Belange und beantworten Ihre Fragen. Unsere Leitlinien und unser Programm finden Sie hier auf der Homepage. Siehe: https://freiburg-lebenswert.de/wofuer-wir-stehen/

Die Kandidaten auf den ersten zehn Listenplätzen (Foto: Christa Holk)

Wenn Sie mit uns ins Gespräch kommen möchten, dann finden Sie uns Samstags zwischen ca. 10 und ca. 16 Uhr in der Kaiser-Joseph-Straße, Ecke Schiffstraße (zwischen Herren-Kaiser und Damen-Kaiser) sowie an Wochentagen auf einigen Stadtteil-Märkten. Sprechen Sie uns an und informieren Sie sich über unser Programm hier auf unserer Homepage.




Freiburg Lebenswert wünscht frohe Ostern!

All unseren Mitgliedern, Unterstützern und Freunden sowie allen Freiburger Bürgerinnen und Bürgern wünschen wir frohe, gesegnete, sonnige Oster-Feiertage!

Wir selbst möchten in diesen Tagen noch etwas Kraft tanken für den bevorstehenden Wahlkampf. Es geht um die weitere Entwicklung unserer Stadt. Deshalb gehen Sie bitte am 26. Mai zur Wahl und entscheiden Sie sich für Freiburg Lebenswert (FL). Denn wir sind nah bei den Bürgern, wir kümmern uns um Ihre Belange und beantworten Ihre Fragen.

Samstags finden Sie uns zwischen ca. 9 und ca. 16 Uhr in der Kaiser-Joseph-Straße, Ecke Schiffstraße (zwischen Herren-Kaiser und Damen-Kaiser) sowie an Wochentagen auf zahleichen Stadtteil-Märkten. Sprechen Sie uns an und informieren Sie sich über unser Programm hier auf unserer Homepage.

Siehe auch: https://freiburg-lebenswert.de/gr-wahl-2019/unsere-kandidaten/