Schlagwort-Archive: Klima

BDA fordert: „Bauen muss vermehrt ohne Neubau auskommen!“

Auf die Aussagen des Präsidenten des Bundes der Deutschen Architekten (BDA) zu den Grenzen des Wachstums hatten wir vor einem halben Jahr schon einmal hingewiesen. In einem Interview mit der FAZ, das am 8. August 2019 erschienen ist, äußert sich Heiner Farwick unter der Überschrift „Umbau muss Vorrang vor Neubau haben“ über die Verantwortung der Architekten in Bezug auf ökologisches Bauen (siehe: https://freiburg-lebenswert.de/bauen-im-bestand-ist-wichtiger-als-neubau/). Weiterlesen

„Bauscham“ für die Klimasünde Neubau

Anlässlich der Demonstrationen am kommenden Freitag, dem 20. September 2019, an denen in Freiburg auch viele Mitglieder von Freiburg Lebenswert (FL) aus tiefster Überzeugung teilnehmen werden, möchten wir hier einen Text unseres Freundes Daniel Fuhrhop als Diskussionsbeitrag veröffentlichen. Der Autor, Architektur- und Bauexperte plädiert darin für ein Maßhalten beim Bauen – so wie derzeit allseits für ein Maßhalten beim Fleischessen, beim Fliegen oder beim Kreuzfahrtreisen gefordert wird. In seinem Blog „Verbietet das Bauen“ schreibt er: Weiterlesen

Möglichkeit zum Erhalt der bestehenden Bäume

„Ein Thema das gerade in der ‚Grünen Stadt‘ Freiburg hohe Wellen schlägt: Baumfällungen in Zeiten des Klimawandels. Das soll ja für neue Parkplätze am Eugen-Keidel-Bad passieren. Immer mehr Stadträte fordern jetzt von Freiburgs Oberbürgermeister Horn, das Vorhaben zu überdenken.“ So schreibt Baden-TV-Süd in der Ankündigung eines Beitrags vom 16. August 2019. Darin wird unsere Pressemeldung „Baumfällungen in Zeiten des Klimawandels“ vom 10.08.2019 aufgegriffen und unser Stadträtin Gerlinde Schrempp (FL) kommt in einem ausführlichen Interview zu Wort. Weiterlesen

Baumfällungen in Zeiten des Klimawandels

Pressemitteilung vom 10 .08. 2019
(Siehe dazu auch die nachtträgliche Korrektur unten!)

Wieder sollen in Freiburg Bäume in großem Ausmaß gefällt werden: Beim Eugen-Keidel-Bad sollen für eine Erweiterung der Stellplatzanlage 190 Bäume gefällt werden und für den Neubau der Staudinger-Gesamtschule sollen weitere 150 Bäume weichen. Insgesamt ist das ein kleiner Wald von 340 Bäumen. In der Badischen Zeitung (BZ) steht nun, dass “sachlich-rechtlich der Fall klar“ sei. „Soweit bekannt, lagen und liegen die notwendigen Fällgenehmigungen der zuständigen Behörde vor.” Weiterlesen

FL unterstützt Fridays for Future und sagt “Ja” zum Klimaschutz

Pressemitteilung vom 20. Mai 2019

Mit den Aktionen, Zielen und Forderungen der Schüler von Fridays for Future (FfF) sympathisiert Freiburg Lebenswert (FL) grundsätzlich sehr. Der Klimaschutz ist von Anfang an im Programm der Wählervereinigung verankert. Deshalb wandte sich FL schon frühzeitig gegen eine Bebauung von Grünflächen und Kleingärten und hat sich als Fraktion FL/FF im Gemeinderat als Einzige gegen die Bebauung des großen Dietenbach-Areals ausgesprochen. Auch den Stadion-Standort im Wolfswinkel, an dem die letzte große Abkühlfläche und der Magerrasen derzeit vernichtet werden, hat die parteiunabhängige Bürgerliste FL unter anderem aus stadt-klimatischen Gründen abgelehnt. Weiterlesen

Rede von Stadtrat Winkler bei Schülerdemo

Bei der großen Schülerdemonstration am 18.1.2019 auf dem Platz der Alten Synagoge gegen den Klimawandel bekam als einziger Ü30er, obwohl selbst schon Ü60, der Fraktionsvorsitzende von Freiburg Lebenswert / Für Freiburg, Dr. Wolf-Dieter Winkler, Gelegenheit, eine Rede zu halten. Er unterstrich damit als Mitglied von Freiburg Lebenswert auch deren Unterstützung für die Anliegen der demonstrierenden Schüler. Weiterlesen

Wohnwünsche erfüllen und das Klima retten

Auf dem Wohngipfel im September dieses Jahres wurde im Bundeskanzleramt die Umsetzung eines „umfassenden Maßnahmenbündels zur Stärkung des Wohnungsneubaus und zur Sicherung bezahlbaren Wohnens vereinbart“, so die Pressemitteilung des Bundesinnenministeriums. Zweck sei es, „den Bau von 1,5 Mio. neuen Wohnungen zu ermöglichen und bezahlbaren Wohnraum zu sichern”. Dafür wolle man „in dieser Legislaturperiode allein für den sozialen Wohnungsbau, das Baukindergeld, das Wohngeld und die auf Rekordniveau fortgeführte Städtebauförderung mehr als 13 Mrd. € zur Verfügung stellen“.

Der Wohnungsbauexperte Daniel Fuhrhop sieht das kritisch und fragt nach den Konsequenzen: „Die Milliarden sollen einen Bauboom auslösen, der jedoch das Klima zerstört“, meint er. Er möchte Alternativen zu den Neubaumilliarden des Wohngipfels aufzeigen und fragt danach, „wo und wie Menschen wohnen“ könnten. Wir möchten zu diesem Thema hier den folgenden, auf seinem Blog veröffentlichten Text widergeben, der das Dilemma aufzeigt, in dem sich die die politischen Akteure befinden – nämlich Bauboom und Klimaziele unter einen Hut zu bekommen. Daniel Fuhrhop zeigt aber auch, wie man es anders und besser machen kann:

„Der lange und verdächtig heiße Sommer war noch in guter Erinnerung, da präsentierte die Regierung beim Wohngipfel ein Milliardenprogramm für Neubau, das aber den Klimawandel beschleunigen wird. Dieser Widerspruch fiel auch den Politikern auf, weshalb sie in den Wohngipfel-Ergebnissen schrieben: „Bezahlbares Bauen und Wohnen, Energieeffizienz und Klimaschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“. Doch dieses Bekenntnis zum Klimaschutz blieb eine Phrase, denn der Wohngipfel bietet sonst nur Neubau, für den an die fünfzehn Milliarden Euro fließen (in Baukindergeld, sozialen Wohnungsbau und Sonderabschreibung), und der die Sommer noch heißer machen wird.

Die Milliarden sollen einen Bauboom auslösen, der jedoch das Klima zerstört: Weiterlesen

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