Umweltorganisationen zum Stadttunnel

Die „Initiative Statt Tunnel“ und andere Umweltorganisationen und -VerbĂ€nde wie Greenpeace, BUND, die Bewegung Extinction Rebellion, die Initiativen Freiburger Fuß- und Radentscheid oder Parents for Future, haben sich an alle Fraktionen im Gemeinderat und in einem gemeinsamen Brief an BaubĂŒrgermeister Haag gewandt.

Gerne möchten wir Ihnen die Forderungen und EinwĂ€nde zur Planung des Freiburger Stadttunnels, die darin geĂ€ußert werden, hier zugĂ€nglich machen. Siehe: Anfrage zum Planungsstand des Freiburger Stadttunnels (Antwort vom 13.03.2021 auf das Schreiben von Herrn Dr. Haag vom 17.02.2021).

Das Nachdenken ĂŒber einen Verzicht auf einen Autobahn-Tunnel mitten durch Freiburg, der zudem durch einen Vollanschluss bei Ganter die Wiehre erheblich in Mitleidenschaft ziehen wird, lohnt sich. Zumindest der Verzicht auf den Vollanschluss bei Ganter muss Thema bei den Planungen sein und bleiben.

Freiburg Lebenswert (FL) setzt sich, wie der Name schon sagt, fĂŒr eine lebenswerte Stadt ein. Eine Forderung, die nur umgesetzt werden kann, wenn der individuelle Autoverkehr massiv zurĂŒckgedrĂ€ngt wird. Das war auch der Grund, warum FL im Gemeinderat bei den Haushaltsberatungen die finanziellen Forderungen der Freiburger Fuß- und Radentscheid-Initiative komplett in einem Antrag ĂŒbernommen hat, der erwartbar von allen Fraktionen abgelehnt wurde. Bedauerlicherweise haben auch in Freiburg die meisten StadtrĂ€te immer noch nicht begriffen, dass ein „Weiter so“ beim Straßenbau, bei der FlĂ€chenversiegelung und Vernichtung von landwirtschaftlichen FlĂ€chen durch neue Baugebiete oder gar Stadtteile, die Menschheit schrittweise immer weiter an einen klimatischen Kipppunkt gefĂŒhrt wird, ab dem es unweigerlich kein rettendes Ufer mehr geben wird.

In der „Initiative Statt Tunnel“ haben sich kritische BĂŒrgerInnen wie Reinhild Dettmer-Finke, Gabi Dierdorf, Volker Finke, Peter Janssen, Wielfried TelkĂ€mper sowie viele Umwelt- und Klimaorganisationen Freiburgs zusammengeschlossen. Sie stellt kritische Fragen, um ein Umdenken einzuleiten. Sie fordern: „Als erstes bedarf es eines Moratoriums, das alle Beteiligten dazu nutzen können, neue Fakten, Bedingungen und Zielsetzungen an die Stelle frĂŒherer Paradigmen zu stellen.“ Sie möchten die Fraktionen im Gemeinderat bitten, mit ihnen in ein GesprĂ€ch einzutreten, auch um alternative MobilitĂ€tsstrategien fĂŒr die Region zu entwickeln. Freiburg Lebenswert (FL) ist dazu bereit und unterstĂŒtzt dieses Anliegen.

Siehe weitere Informationen bei https://stadttunnel.de/

Siehe auch: https://freiburg-lebenswert.de/unser-programm/stadttunnel/