Wieder sind denkmalwürdige Gebäude in Gefahr!

Wieder sind denkmalwürdige, alte, stadtbildprägende Gebäuse gefährdet: diesmal in der Schwarzwaldstraße 36-38, zwei Gebäude des alten Anwesens bzw. aus der Häusergruppe um das Gasthaus „Schützen“ in der Wiehre. Folgenden Beitrag hat unser Mitglied Joachim Scheck, Vorsitzender des Vereins VistaTour, heute auf Facebook pepostet. Seinen Aufruf zum Erhalt der Gebäude möchten wir nachdrücklich unterstützen:

„Wie durch die „Badische Zeitung“ bekannt wurde, sollen die Häuser Schwarzwaldstraße 36-38 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden. Auch das ehemalige Ökonomiegebäude des Hauses Schwarzwaldstr. 40 steht zur Disposition.

Was uns sehr erstaunt, ist die Tatsache, dass offenbar weder die städtischen Fachbehörden noch der Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee den Abbruch der Gebäude in Frage stellen. Der BZ-Berichterstattung zufolge geht es in der aktuellen Diskussion lediglich um Art und Umfang der geplanten Neubebauung. Das legt die Vermutung nahe, dass sich die Verantwortlichen nicht hinreichend über den kulturgeschichtlichen Wert der bestehenden Bauten informiert haben. Bei der Häusergruppe um das Gasthaus „Schützen“ handelt es sich nämlich um durchaus wertvolle und geschichtsträchtige Bauten, die zur ältesten Bausubstanz der Wiehre zählen. Die Häuser 36-38 etwa wurden von Nachfahren der in der Region sehr bekannten Baumeisterfamilie Hirschbihl erbaut (Josef Hirschbihl war Erbauer der Kartaus).

Wir appellieren daher dringend alle Verantwortlichen, sich für den Erhalt der Häuser einzusetzen. In Freiburg war in den vergangenen Jahren der Verlust zahlreicher historischer Gebäude zu beklagen. Es wäre absolut inakzeptabel, wenn man nun in der Wiehre damit begänne, sich ohne Not von den wenigen aus der Spätbarockzeit und der ersten Hälfte des 19. Jh. übriggebliebenen Bauten zu trennen.“

Das zum Abbruch vorgesehene Haus Schwarzwaldstraße 36 (Foto: J. Scheck)

Ein Investor plant dort laut Jochim Scheck und laut BZ die Errichtung eines großzügigen Neubaus. Außerdem soll an Stelle des nördlichen Teils von Haus Nr. 40 ein Gästehaus des „Schützen“ entstehen. In Kreisen der Stadtverwaltung und des Gemeinderates wird der Abriss der drei Gebäude offenbar nicht in Frage gestellt. Lediglich die Ausführung der Neubebauung sorgt dort für Kritik.

Joachim Scheck hat auch ein Memorandum dazu geschrieben, in dem er die Historie des Anwesens aufzeigt und die Bedeutung sowie die Denkmalwürdigkeit der Gebäude belegt. Es lohnt sich diesen, mit viel Fleiß von ihm zusammengetragenen Beitrag zu lesen, den wir hier gerne zum Download für Sie bereitstellen:

Schuetzengruppe_Memorandum_von_Joachim_Scheck_vom_24.03.2017

 

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