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Photovoltaik auf die Dächer der Knopfhäusle-Siedlung

Zum Thema „Sanierungsverfahren Soziale Stadt Knopfhäusle-Siedlung“, hier speziell zur Installation von Photovoltaik auf deren Dächern, haben die Stadträte von Freiburg Lebenswert (FL) am 27. September 2019 – im Hinblick auf die anstehende Entscheidung im Gemeinderat am 1. Oktober 2019 – folgende Anfrage an OB Martin Horn bzw. an die Stadtverwaltung gerichtet: Weiterlesen

Bewegungsmelder an Straßenbeleuchtungen

Festbeleuchtung mit LED (Foto: M. Managò)

Die Fraktionsgemeinschaft FL/FF hat am 23. Februar 2018 folgende Anfrage (nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen) zum Thema “Bewegungsmelder an Straßenbeleuchtungen” an den Oberbürgermeister bzw. die Stadtverwaltung gestellt. Beispiele aus anderen Städten zeigen, dass hier viel Einsparungspotential möglich ist. FL/FF möchte hier Anregungen geben und bei der Stadt nachfragen, welche Möglichkeiten es in Freiburg dafür gibt:

Etwa die Hälfte des Energieverbrauchs einer Stadt entfällt auf die Beleuchtung von Straßen und Plätzen. Dementsprechend hoch sind die Einsparungen, wenn hier eine Reduktion des Verbrauchs erreicht würde. In den Städten Göttingen und Tuningen wurden LED-Leuchten mit Bewegungsmeldern installiert, die gedimmt werden und erst voll leuchten, wenn ein Verkehrsteilnehmer im Erfassungsfeld auftaucht. Neben der Kostenersparnis ist ein weiterer Gewinn eine geringere Lichtverschmutzung. Auch einige Städte in Norwegen, Estland und der Schweiz führen Tests mit Bewegungsmeldern an Straßenbeleuchtungen durch, um Licht bedarfsorientiert einzusetzen.

Die Gemeinde Tuningen hat ihre gesamte Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt und betrachtet sich als Vorreiter in Deutschland. Die Kosten dafür wurden vom Bundesumweltministerium (BMU) bezuschusst. Nach Auskunft von Herrn Roth, Bürgermeister von Tuningen, sind er und die Stadtverwaltung froh, im Jahr 2014 das System mit den Bewegungsmeldern installiert zu haben. Er teilte uns mit, dass die Energiekosten von ca. 45.000 €/Jahr auf ca. 15.000 €/Jahr reduziert wurden. Auch sei die Zuverlässigkeit der Anlage hervorragend.

Das als intelligent bezeichnete System ist über sensorgesteuerte LED-Technik interaktiv geschaltet. Die Leuchten senken ab 23 Uhr ihre Leistung bei geringer Frequentierung automatisch auf 30 %, in den Seitenstraßen sogar auf 10 %. Gleichzeitig wird der Bewegungssensor aktiviert. Wird vom Sensor eine Bewegung registriert, wird die Beleuchtungsstärke der dazugehörigen Lampe erhöht und zusätzlich gibt diese ein Signal an die nächste Lampe weiter, dass ein Verkehrsteilnehmer kommt, sodass ein  ganzer Straßenzug ausgeleuchtet wird. Nach 90 s gehen die Lampen wieder in den leistungsärmeren Zustand über. An Kreisverkehren werden alle Lampen gleichzeitig angeschaltet.

Aus der Gemeinde kommen durchweg positive Rückmeldungen. Als einzige Kritik wird angegeben, dass das LED-Licht sehr kalt wirkt. Mittlerweile gibt es aber LEDs, die warmweißes Licht aussenden, so dass dieses Problem umgangen werden kann.

Hierzu ergeben sich folgende Fragen: Welche Möglichkeiten sieht die Stadtverwaltung für die Installation dieser Technik in Freiburg? Unter welchen Bedingungen würde die Verwaltung auch in Freiburg einen Test durchführen? Wann könnte damit begonnen werden? In welcher Höhe kann Freiburg für dieses Projekt Zuschüsse vom Bundesumweltministerium erwarten?

Die Original-Anfrage der Fraktion FL/FF an die Stadtverwaltung, siehe: Bewegungsmelder-Strassenlampen 23. 02. 2018

 

Rede zur Standortbestimmung Klimaschutz

Stadtrat Karl-Heinz Krawczyk (FL)

Zu den folgenden Tagesordnungspunkten bzw. Themen hat unsere Stadtrat Karl-Heinz Krawczyk  für die Fraktion Freiburg Lebenswert / Für Freiburg (FL/FF) am 25.10.2017 im Gemeinderat die unten wiedergegebene Rede gehalten: Freiburg klimaneutral bis 2050: Standortbestimmung Klimaschutz (hier: Klimabilanz für die Jahre 2013 und 2014 und Erfolgsmonitoring 2014 – 2016, vorläufiger Maßnahmenplan 2017–2022) sowie Fortschreibung Förderprogramm “Energiebewusst Sanieren” und Maßnahmen zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Unterlagen der Tagesordnungspunkte 3-4-5 sind umfangreich und von der Verwaltung gut und ausführlich aufbereitet. Vielen Dank an alle Beteiligten. Auch unsere Fraktion Freiburg Lebenswert/Für Freiburg begrüßt es, dass Freiburg einen neuen Anlauf zum Klimaschutz nimmt. Klimaschutz in Freiburg ist ein Erfolgsmodell und man darf jetzt nicht anfangen zu schwächeln.

Erfreulich ist die Absichtserklärung, die Bürgerschaft sowie Sach- und Fachverständige bei der Ausformung der Maßnahmen mit einzubeziehen. Es darf hier natürlich nicht bei einer Absichtserklärung bleiben.

Wenn die geplanten Maßnahmen Erfolg haben sollen, müssen, wie damals bei der Gründung der Energieagentur Freiburg, alle interessierten Personen, Multiplikatoren und Institutionen mitgenommen werden. Ich denke da insbesondere an Energieberater, Architekten und Handwerker sowie die dazugehörigen Innungen und Verbände. Für diese, aber auch für die Bürgerin und den Bürger selbst sollten ausreichend und weiterführende Informationsveranstaltungen und Schulungen öffentlichkeitswirksam stattfinden. Ich stelle immer wieder fest, dass die Fördermittel der Stadt Freiburg nicht ausreichend bekannt sind, nicht entsprechend beraten oder erst gar nicht in Anspruch genommen werden.

Um die weitere Entwicklung bei den Klimaschutzzielen besser verfolgen und gegebenenfalls zeitnah weiter verbessern zu können sind noch aktuellere Daten wie bisher erforderlich. Vielleicht kann die bisher schon sehr gute Internetseite der Stadt Freiburg bezüglich Klimaschutz weiter ausgebaut werden. Warum nicht mit einer online-Grafik, welche die geplanten und bereits erreichten Ziele tagesaktuell darstellt und auf welcher die Fördermittel noch übersichtlicher dargestellt werden?

Ein wichtiger Punkt ist auch die dezentrale Stromversorgung. Bei Förderungen und Projekten ist darauf zu achten, dass Erzeugungsanlagen auch notstrom- bzw. inselbetriebsfähig werden. Die Speichertechnologie bei Solarstrom hat sich in den letzten Jahren insofern verbessert, dass dies sinnvoll ist. Insbesondere dann, wenn die Elektromobilität stark zunimmt und man seine eigene Solartankstelle am Haus nutzen kann. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob und warum nur Lithium-Batterien gefördert werden sollen? Hier wäre eine technologieneutrale Förderung sicherlich angebrachter.

Der ungebremste Neubau in Freiburg und die Expansion der Stadt an sich machen die Erreichbarkeit der Klimaschutzziele leider nicht unbedingt einfacher. Große und neue Wohnflächen aber auch unwirtschaftliche oder energetisch schlechte Gebäude im Bestand bedeuten zunehmend mehr Heizenergie- und auch mehr Stromverbrauch. Insofern darf man sich nicht nur als Getriebener der Wohnungsnot fühlen und mit dem Bagger der Generalunternehmer über die Äcker der Bauern brettern, sondern muss sich auch für eine realistische, sinnvolle, nachhaltige und bezahlbare Bauentwicklung einsetzen.

Das Potential sanierungsfähiger Gebäude im Bestand energetisch zu verbessern, um diese langfristig zu erhalten, ist bei weitem noch nicht ausgereizt. Dies insbesondere auch hinsichtlich der Schaffung von preiswertem Wohnraum. Um Ziele zu erreichen, gehört es auch dazu, gelegentlich innezuhalten, die bisherige Vorgehensweise zu hinterfragen und neue Bautechniken verbunden mit innovativen und ökologischen Materialien verstärkt in Betracht zu ziehen. Die Stadt Freiburg ist hier auf einem guten Weg. Wir konnten uns vor kurzem bei der Exkursion in Vorarlberg über entsprechende Entwicklungen informieren.

Besonders beeindruckt hat der Umstand, dass ein Gebäude aus Holz heutzutage besser sein kann als ein konventionell gebautes Gebäude und dass es bei führenden Architekten bereits wieder ein Rückbesinnen auf maßvolle Dämmung und weniger Gebäudetechnik, z.B. weniger Lüftungsanlagen, gibt. Die manuelle Stoßlüftung durch ein einfaches Öffnen der Fenster scheint plötzlich wieder gesellschaftsfähig zu werden.

Eine spannende und positive Entwicklung, die wir alle gemeinsam mit verstärkten Kräften, unabhängig von politischen Querelen, vorantreiben sollten. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Anfrage zu Photovoltaik beim SC-Stadion

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FL/FF hat sich im Vorfeld des Bürgerentscheids zum Stadion klar gegen einen Standort am Flugplatz ausgesprochen und für alternative Standorte bzw. eine Ertüchtigung des Dreisamstadions geworben. Da sich die Mehrheit der Freiburger Bürger aber für den Standort am Flugplatz entschieden hat, ist es für uns eine  demokratische Selbstverständlichkeit, wie bereits von uns unmittelbar nach dem Entscheid geäußert, dass wir das Stadion-Projekt positiv begleiten wollen. Positiv in dem Sinne, dass ein Stadion erstellt wird, das hohen ästhetischen und energetischen Ansprüchen genügt. Dabei gehen wir allerdings nachdrücklich davon aus, dass alle ausstehenden Gutachten den Bau des Stadions stützen und die Auflagen des Regierungspräsidiums für eine Genehmigung des Stadions erfüllt sind, was bisher noch nicht endgültig geklärt ist.

Dennoch soll in diesen Tagen die Ausschreibung für den Bau des neuen SC-Stadions durch die Stadiongesellschaft erfolgen. Da stellt sich für uns die grundsätzliche Frage nach der Aufnahme von Photovoltaik (PV) in das Leistungsverzeichnis. In einer Stadt mit hohem ökologischem Anspruch wie Freiburg ist ein PV-Dach unserer Ansicht nach ein Muss.

Daher unsere Fragen in einer Anfrage von FL/FF an die Stadtverwaltung: Ist bei der Ausschreibung daran gedacht, das Stadiondach mit Photovoltaik auszustatten im Sinne des oben Erläuterten? Und: Falls nicht, welche Gründe würden dem entgegenstehen?

Siehe hier der Gesamttext der, von Dr. Wolf-Dieter Winkler und Prof. Dr. Klaus-Dieter Rückauer unterzeichneten, FL/FF-Anfrage: Anfrage zu PV beim SC-Stadion 06.07.2016

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