Rede zu Energiesparma├čnahmen

Zum Thema┬áEnergiesparma├čnahmen┬á(Drucksache G-22/220)┬áhat Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler (FL) am 22. November 2022 im Freiburger Gemeinderat folgende Rede gehalten:

Sehr geehrter Herr Oberb├╝rgermeister,
meine sehr geehrte Damen und Herren
!

Ja, auch ich habe den interfraktionellen Antrag zur finanziellen Unterst├╝tzung von Personen und Institutionen im Juli 2022 mitgezeichnet. Da ging es darum, die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Energiekostenkrise abzufedern. Aber zum damaligen Zeitpunkt waren noch keinerlei Bundeshilfen in Aussicht gestellt worden. Inzwischen sind mit der Energie-Soforthilfe, der Gas- und der Strompreisbremse, gigantische Unterst├╝tzungsma├čnahmen angelaufen. Unter diesen Umst├Ąnden weitere kommunale Hilfen draufzusatteln, w├Ąre nicht mehr vermittelbar. Schlie├člich kann durch die Preissteigerungen ja auch ein Energieeinspareffekt erreicht werden. Wenn die Hilfen so gro├čz├╝gig ausfallen, dass f├╝r die Empf├Ąnger kein Anlass mehr best├╝nde, Energie einzusparen, w├Ąre das dem kleinen Ziel, eine Gas- und Strommangellage zu verhindern, und erst recht dem gro├čen Ziel, den Klimawandel zu stoppen, v├Âllig abtr├Ąglich.

Zumindest hier im Hause d├╝rfte bekannt sein, dass ich zu denen geh├Âre, die bereit sind, alles, was dem Stopp des Klimawandels und damit der Energieeinsparung und der Erzeugung regenerativer Energien dient, zu unterst├╝tzen, durchaus auch mit gigantischen finanziellen Investitionen und Zusch├╝ssen. Aber eine weitere kommunale finanzielle Unterst├╝tzung von Zuschussempf├Ąngern geh├Ârt sicher nicht dazu. Man kann auch von Zuschussempf├Ąngern eine finanzielle Beteiligung am Umbau unserer Gesellschaft hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft erwarten. So viel eigene und gesellschaftliche Verantwortung, um die Menschheit vor der Klimakatastrophe zu bewahren, fordere ich auch von Menschen mit kleinem Geldbeutel ein. Denn hier in Deutschland haben auch sie einen zu gro├čen CO2-Fu├čabdruck, f├╝r dessen Reduzierung sie zumindest zu einem Teil auch selbst sorgen m├╝ssen.