Weiterhin steigende Miet- und Immobilienpreise

Ein Monstrum in Beton f├╝r Investoren aus aller Welt: Die Westarkaden

Wer darauf gehofft hat, dass die Immobilienpreise in deutschen Ballungszentren demn├Ąchst wieder fallen w├╝rden, der wird wohl entt├Ąuscht werden, wie der Genossenschaftsbanken-Verband (BVR) festgestellt hat. Mittelfristig – so eine jetzt ver├Âffentlichte Studie des Verbandes – werde sich nichts ├Ąndern, obwohl die Preise deutlich ├╝bertrieben sein.

Laut der Studie des BVR legten die Preise in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um mehr als 50 Prozent zu. Die Einkommen der Haushalte seien dagegen nur um etwas mehr als sechs Prozent gestiegen, zitiert die „Welt am Sonntag“ (WamS) aus der Studie des Verbandes. Besserung scheint nicht in Sicht: ÔÇ×Diese Entwicklung ist ein Zeichen von zum Teil deutlichen Preis├╝bertreibungen in einzelnen Stadtvierteln der MetropolenÔÇť, sagt BVR-Vorstand Andreas Martin in der WamS. Trotzdem rechnet er nicht mit sinkenden Preisen: ÔÇ×Eine scharfe Preiskorrektur ist mittelfristig nicht zu bef├╝rchtenÔÇť, sagt er. Aber er erwartet auch keine Preisblase auf dem deutschen Immobilienmarkt: „Sowohl im st├Ądtischen als auch im l├Ąndlichen Bereich haben sich die Preise seit 2007 weitestgehend im Einklang mit den Mieten und den verf├╝gbaren Einkommen entwickelt“.

Siehe: https://www.welt.de/wirtschaft/article164989229/Grossstaedte-werden-fuer-Normalverdiener-unbezahlbar.html

Und: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/immobilienpreise-103.html

Freiburg Lebenswert (FL) beklagt schon lange, dass die Stadt Freiburg mit ihrer Baupolitik diese Situation noch weiter f├Ârdert: Statt des ben├Âtigten, preisg├╝nstigen Wohnraums (der oft durch Abriss vernichtet wird) wird vor allem teurer Neubau geschaffen. Die neuen Stadtteile Vauban und Rieselfeld sind heute die teuersten bzw. die sich am schnellsten verteuernden Stadtteile Freiburgs geworden. Es ist jetzt schon klar, dass der geplante Stadtteil Dietenbach (w├╝rde er wirklich gegen besseres Wissen gebaut) durch seine au├čerordentlich teure Entstehungsgeschichte sogar noch viel teurer werden w├╝rde. Eigentlich sollte jeder wissen: Wer viel teuren Neubau plant, zieht wie ein Magnet zus├Ątzlichen Zuzug in die Metropolen und treibt selbst die Preise weiter nach oben – zum Wohle der Investoren und zum Schaden der Bev├Âlkerung, die sich die Preise nicht mehr leisten kann.

Im Programm von FL steht dazu:

ÔÇ×Die hohen Mieten aufgrund hoher Neubaukosten und die Vernichtung bezahlbaren Wohnraums durch Abriss oder Modernisierung f├╝hren dazu, dass weniger einkommensstarke Bev├Âlkerungsschichten sowie inzwischen auch durchschnittlich verdienende Familien sich die Stadtlage in Freiburg nicht mehr leisten k├Ânnen und in das Umland der Stadt ziehen m├╝ssen. (ÔÇŽ) Beschleunigt wird dieser Effekt dadurch, dass Freiburg ann├Ąhernd doppelt so schnell w├Ąchst wie jede andere Gro├čstadt in Baden-W├╝rttemberg. Es ist empirisch bewiesen, dass die Mieten umso schneller steigen, je schneller eine Stadt w├Ąchst. Und je schneller eine Stadt w├Ąchst, umso interessanter wird sie f├╝r Kapitalanleger und Bautr├Ąger, die lukrative Bauprojekte mit sicheren und langfristig steigenden Mietertr├Ągen suchen.ÔÇť

Siehe: https://freiburg-lebenswert.de/unser-programm/wohnungspolitik-2/