Verbotene Ma├čnahmen der Stadtverwaltung am Wolfsbuck?

Folgende Anfrage vom 31. August 2017 hat die Fraktionsgemeinschaft Freiburg Lebenswert / F├╝r Freiburg (FL/FF) an OB Dr. Dieter Salomon geschickt. Die darin angesprochenen Ma├čnahmen der Stadtverwaltung sind gravierend und k├Ânnten (zumindest teilweise) strafbare Handlungen beinhalten (?). Anzeigen wurden jedenfalls bereits erstattet und Umweltorganisationen haben sich bereits eingeschaltet. Es geht um folgenden, in der Anfrage beschriebenen,┬á Sachverhalt:

„Von zahlreichen B├╝rgern im Freiburger Westen wurden wir angesprochen, dass auf dem Flugplatzgel├Ąnde, unmittelbar am Fu├če des Wolfsbucks, seit dem 17.08.2017 im Bereich des geplanten neuen Fu├čballstadions umfangreiche Bodenarbeiten durchgef├╝hrt werden. Au├čerdem wurden in diesem Areal in den vergangenen Tagen mehrfach der gesch├╝tzte Magerrasen gem├Ąht, Teilbereiche davon sogar geh├Ąckselt, gewalzt und danach mit einer luftdichten Folie abgedeckt. Da diese Ma├čnahmen in einer Zeit stattfinden oder stattfanden, obwohl lt. Bundesnaturschutzgesetz solche Eingriffe in die Natur verboten sind, bitten wir um zeitnahe Beantwortung der nachfolgenden Fragen:

1.) Welche Beh├Ârde hat die Genehmigung f├╝r diese Ma├čnahmen erteilt und wer hat den entsprechenden Antrag gestellt?

2.) Zu welchem Zweck wurden diese massiven Eingriffe in den Lebensraum Dutzender gef├Ąhrdeter Tierarten durchgef├╝hrt?

3.) Warum wurde dieser Eingriff in die Natur zum gegenw├Ąrtigen Zeitpunkt ausgef├╝hrt, obgleich f├╝r das geplante Stadion weder eine Planreife noch eine Baugenehmigung vorliegt? Sollen hier unumkehrbare Tatsachen geschaffen werden?

4.) Warum wurde dieser Eingriff in die Natur im August vorgenommen, zu einem Zeitpunkt wo es viele verschiedene Arten von Eidechsenjungtieren gibt und dort besonders viele bedrohte Wildbienenarten vorkommen? Laut ┬ž 44 Abs. 1 BNatSchG ist die-se Vorgehensweise verboten und stellt somit eine Straftat dar, zumal im aktuellen Fall keineswegs Gefahr im Verzug vorliegt.

5.) Weshalb wurden diese Ma├čnahmen nicht im Umweltausschuss besprochen und wa-rum erhielten die Stadtr├Ąte keinerlei Information ├╝ber das Vorgehen?

6.) Warum wurden die unter Artenschutz stehenden Tiere nicht vorschriftsm├Ą├čig von Hand eingesammelt und umgesiedelt wie es z.B. im Falle einer aufgel├Âsten G├Ąrtnerei (G├Ąrtnerei Fichter) in Freiburg-Haslach Auflage f├╝r die Eigent├╝mer war?

7.) Was kosten diese Eingriffe und wer bezahlt sie? Wurden die Gelder daf├╝r freigegeben?“

Hier die vollst├Ąndige Anfrage: Anfrage Massnahmen-Wolfsbuck

Siehe auch: http://bi-pro-wolfswinkel.de/strafbare-massnahmen-der-stadtverwaltung-am-wolfbuck/