Streit um gute Stadtplanung

Bauplatz auf dem Areal des Heilig-Geist-Stifts im Stadtteil Neuburg.
Bauplatz auf dem Areal des Heiliggeist-Stifts im Stadtteil Neuburg.

Unter der Überschrift “Streit um gute Stadtplanung” beschreibt die Badische Zeitung (BZ), wie der Gestaltungsbeirat die Planungen des Bauunternehmens Treubau auf dem Areal des Heiliggeist-Stifts (zwischen Johanniter- und Deutschorden-Str. im Stadtteil Neuburg kritisiert: “Architekt Tobias Wulf, Mitglied im fünfköpfigen Gestaltungsbeirat, fiel aus allen Wolken, als er in der jüngsten Sitzung die Entwürfe der Treubau – sie hatte in einem Bieterverfahren den Zuschlag bekommen – präsentiert bekam. Denn mit dem Siegerentwurf des Ideenwettbewerbs von 2013 (der Zufall will es, dass Wulf damals Vorsitzender des Preisgerichts war) hatte der u-förmige Entwurf mit insgesamt 90 Wohnungen in vier Häusern nichts mehr zu tun. “Wenn ich sehe, wie sich das weiterentwickelt hat, muss ich tief durchatmen. Das ist für mich ein Schock”, sagte Wulf und fragte verärgert: “Warum hat man dann überhaupt einen Wettbewerb gemacht?” 14 Entwürfe waren damals eingereicht worden, das Preisgericht hatte sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und zehn Stunden getagt.”

Vorstand der Treubau ist Bernd Rösch, ein früherer enger Mitarbeiter von OB Salomon. Grundstückseigentümerin des innenstadtnahen 11000-Quadratmeter-Geländes ist die Stiftungsverwaltung.  Die BZ bezeichnet das Gelände als “Filetgrundstück Freiburgs”, auf dem die Heiliggeistspitalstiftung ein neues Pflegeheim bauen will. Den Rest des Areals lässt sie von der Treubau mit Wohnungen bebauen – “in Erwartung eines stattlichen Erbpachtzinses”.

Siehe in der BZ: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/warum-hat-die-stiftungsverwaltung-einen-ideenwettbewerb-ausgerufen-aber-den-siegerentwurf-verworfen–122212053.html

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