Transparenz als Grundforderung der Gegenwart

Folie3ÔÇ×Transparenz ist eine Grundforderung der Gegenwart. Die Wahlurne, die Mitbestimmung ÔÇô nicht das Hinterzimmer ÔÇô steht f├╝r Dialog und Aufbruch.ÔÇť — So die Zeitschrift ÔÇ×Christ in der GegenwartÔÇť in Bezug auf die Besetzung von Bischofsitzen in der katholischen Kirche in Deutschland. Anders als im weltlichen, ├Âffentlichen Leben w├╝rden Entscheidungen in der katholischen Kirche nicht an der Wahlurne entschieden, ÔÇ×sondern in m├Ąchtigen HinterzimmernÔÇť.

Ist dies wirklich so? D├╝rfen bei wichtigen Entscheidungen in unserer ├Âffentlichen, st├Ądtischen Demokratie wirklich die B├╝rger als Souver├Ąn oder zumindest deren Volksvertreter entscheiden oder werden zumindest gefragt? Gibt es in der Demokratie wirklich keine ÔÇ×m├Ąchtigen HinterzimmerÔÇť, in denen letztlich die Entscheidungen fallen? – Bei diesen Fragen waren zumindest in der Vergangenheit starke Zweifel angebracht. Zu oft haben wir dies – zumindest in Freiburg – leider immer wieder anderes erlebt.

Vorbild Schildacker?

Allerdings hat man das Problem nun offensichtlich erkannt und scheint auf dem richtigen Weg zu sein. Seit Freiburg Lebenswert zu diesem Thema f├╝r Unruhe und mit drei Sitzen im Stadtrat f├╝r Aufsehen gesorgt hat, scheint ein neues Bewusstsein zum Thema B├╝rgerbeteiligung entstanden zu sein. So auch bei der Planung des Areals der Polizeiakademie und des alten G├Âtz-und Moritz-Gel├Ąndes in Haslach-Schildacker. Hier wurde fr├╝hzeitig informiert, die B├╝rger wurden zu Info-Veranstaltungen eingeladen und es wurde – erstmals ergebnisoffen – unter Moderation eines neutralen Stadtplaners nach den W├╝nschen der beteiligten B├╝rger gefragt. Es bleibt zu hoffen, dass diese B├╝rgerbeteiligung (wie z. B. beim Verfahren um den Stadion-Standort Wolfswinkel) nicht nur zum Schein stattfindet.

Die Veranstaltung am 25.06. im Morat-Institut und die dort gemachten Aussagen und Zusagen durch den Moderator Prof. Dr. Pesch aus Stuttgart und der Freiburger Stadtplaner Dr. Roland Jerusalem waren in dieser Beziehung jedenfalls vielversprechend. Am 14. Juli finden dann in der Staudinger Gesamtschule, Staudingerstr. 10, zwei Workshops zum Thema statt: Von 15-18 Uhr ein Workshop f├╝r Schl├╝sselakteure, von 18.30-20.30 Uhr f├╝r die B├╝rgerschaft.

Beitrag in der Badischen Zeitung: Eine Zukunft f├╝r Schildacker

Info der Stadt: Rahmenkonzept Schildacker (ganz unten)
sowie die Vorgaben zur Beauftragung der Planungsb├╝ros.