Sozial- und Quartiersarbeit in Freiburg und Weingarten

Der Gemeinderat der Stadt Freiburg soll am 15. Dezember 2015 in seiner 12. Sitzung über Eckpunkte zur Sozialarbeit in Freiburg sowie zur Quartiersarbeit Weingarten beraten und entscheiden. Der Arbeitskreis (AK) Soziales von Freiburg Lebenswert (FL) hat deshalb eine Stellungnahme zur jetzigen Situation und zum aktuellen Konflikt in Weingarten erstellt.

Der AK möchte dabei die gesamte Sozialarbeit im Stadtteil betrachten und den Blick nicht auf das Forum Weingarten verengt sehen. Er hält, wie er sagt, “eine nicht nur fachöffentliche, sondern auch eine stadtteilöffentliche Diskussion für notwendig. Ebenso Zeit für Anhörungen, eine Arbeitsgruppe der wichtigen stakeholders – und ein Entscheidungsmoratorium jetzt.” Er AK empfiehlt deshalb, in der Gemeinderatssitzung am 15.12.2015 noch nicht über das Eckpunktepapier abzustimmen.

In diesem Punkt nimmt der AK Soziales eine andere Haltung ein als die Stadträte von FL/FF, die am 15.12. geschlossen für das Eckpunktepapier der Stadt zur Quartiersarbeit stimmen wollen. Lange haben sich die FL/FF-Stadträte mit der Thematik auseinandergesetzt. Sie haben sowohl das Forum Weingarten, als auch den Bürgerverein Weingarten mehrfach eingeladen und gehört. Nach sorgfältiger Abwägung  aller Gesichtspunkte kommen kommen sie nun aber zu dem Schluss, sowohl der Beauftragung des externen Gutachtens, als auch dem vorgestellten Eckpunktepapier zustimmen zu können und zu wollen.

Als Argumente wurden unter anderem aufgeführt, dass Sozialarbeiter, die von der Stadt (also vom Steuerzahler) bezahlt werden, es sich schon gefallen lassen müssten, dass ihr Arbeitgeber einmal nachfragt, was sie im Viertel tun und wie sie dies tun. Das Forum Weingarten würde auch sehr stark als polititischer Akteur auftreten, was nicht seine Aufgabe sei. Außerdem könne der schon sehr lange andauernde Konflikt mit dem ehrenamtlich tätigen Bürgerverein so nicht immer weiter hingenommen werden. Zur Beilegung dieser Konflikte und Differenzen könne das Eckpunktepapier hilfreich und notwendig sein.

Gerlinde Schrempp hat im Gemeinderat am 15.12.2015 dazu eine Rede gehalten, die die Diskussion sehr gut “auf den Punkt bringt” und die Argumente zusammenfasst, die zum Abstimmungsverhalten von FL/FF bzgl. Eckpunktepapier geführt haben.

Damit sich jeder selbst eine Meinung bilden kann, hier

1.) das oben erwähnte Papier des FL-AK Soziales (PDF): Papier  zur  Sozialarbeit und Quartiersarbeit in Weingarten des AK Soziales

2.) Die o. g. Rede von Gerlinde Schrempp im Gemeinderat (PDF): Rede von G. Schrempp zum Eckpunktepapier bzw. Weingarten

 

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