Härtere Strafen für die „Letzte Generation“?

Zum Klimawandel findet UN-Generalsekretär António Guterres drastische Worte: „Wir sind auf dem Highway zur Klimahölle – mit dem Fuß auf dem Gaspedal.“ Der Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms, David Beasley, warnt davor, dass „durch den Klimawandel in naher Zukunft eine globale Destabilisierung, Hunger und Massenmigration in einem noch nie dagewesenen Ausmaß zu erwarten seien“.

Vor allem das Bauen ist klimaschädlich. Davon wird in Freiburg genug getan (Foto: K. U. Müller).

Nouriel Roubini, einer der gefragtesten Ökonomen, dessen unheilvolle Prognosen wie die Finanzkrise von 2008 mit beunruhigender Treffsicherheit eintreten, wird gefragt, ob die Menschheit überhaupt noch eine Chance hat zu überleben: „Nein. Im Prinzip nicht. Ich meine es ernst. Das Spiel ist aus, die Menschheit wird bald einpacken können. Wir werden von zehn Megagefahren gleichzeitig bedroht und werden schon mit der bedrohlichsten von ihnen, der Klimakrise, nicht fertig. Unsere Wirtschaft müsste kontrolliert schrumpfen. Und zwar sofort. Wir müssen weniger produzieren, transportieren, reisen, konsequent auf alles verzichten, was wir nicht unbedingt zum Überleben brauchen.“

Vor diesem Hintergrund werden allen Ernstes von Politikern, die jahrzehntelang den drohenden Klimakollaps zulasten künftiger Generationen frech ignoriert haben, noch härtere Strafen für
Aktivisten der „Letzten Generation“ gefordert? Auch wenn einige ihrer Protestaktionen, wie das Beschädigen von Kunstwerken und das Blockieren der B 31 in Freiburg, eher kontraproduktiv sind; für FL, das sich im Gemeinderat nachdrücklich für konsequenten Klimaschutz einsetzt, steht jedenfalls fest, wer zur Rechenschaft gezogen gehört!

(Beitrag im Amtsblatt vom 25.11.2022 Autor: W. D. Winkler).

Siehe auch: Rede im Gemeinderat zum Klima.

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