Der neue Backofen von Freiburg

Freiburg aus der Vogelperspektive mit dem neuen „Platz der Synagoge“ (Foto: K.-H. Krawczyk)

Das bisher nur von OB und BZ so hoch gepriesene „neue Zentrum der Stadt“ wird wohl eher der neue Backofen der Stadt werden. Die großen Befürchtungen von Fachleuten, Klimaexperten und Freiburger Bürgern haben sich bisher und werden sich leider wohl weiter bewahrheiten: Der völlig mit Granit- und Gneisplatten ausgelegte  Platz, ohne Grün (außer ein paar weniger verbliebener Bäume) wird nicht zur Abkühlung des aufgeheizten Stadtklimas beitragen. Und das kann man durchaus im doppelten Sinnes des Wortes verstehen…!

Schon nach wenigen Tagen ist der Platz mit Müll verdreckt und die Wärme staut sich, wie in einem Backofen. Bereits am 18.06.2014 hatten wir berichtet, wie  der geplante Umbau des Platzes der Alten Synagoge in der Presse „aus stadtökologischer Sicht“ von allen Seiten als „Unsinn“ bezeichnet wurde. Da die Entscheidung bereits gefällt sei, könne „diesen Irrsinn“ – so der „Freiburger Wochenbericht“ damals sinngemäß – nun leider nicht mehr aufgehalten werden (siehe: https://freiburg-lebenswert.de/irrsinnige-neugestaltung).

Der zugeplasterte und zubetonierte neue Platz der Synagoge (Foto: K.-H. Krawczyk)

Anlässlich einer Unterschriftensammlung gegen die Umwandlung des „Platzes der alten Synagoge“, hatte Herr Prof. Dr. Johann Georg Goldhammer im Juli 2014 in einem Leserbrief an die Badische Zeitung (BZ) geschrieben:

 „Der Klimawandel beschert uns bereits jetzt extreme Witterungsereignisse in Form von extremen Trockenzeiten, Hitzewellen und Starkniederschlägen. Die Reaktion der Stadtverwaltung unter dem Regime eines „grünen“ Oberbürgermeisters, in einer Koalition von Verwaltung, Politik, Unternehmen und lokalen Medien, ist Nachverdichtung und damit der zunehmender Wegfall dringend benötigter Grünflächen in der Stadt, und seien Sie noch so klein. Und das Spielen mit stadtarchitektonischen Experimenten, die der Stadt Freiburg das nimmt, was ihre Originalität und bis vor kurzem auch noch vorhandene Liebens- und Lebenswürdigkeit ausmachte, stößt nicht nur in Freiburg, sondern auch bei „Freunden Freiburgs“ außerhalb Freiburgs und weltweit auf Unverständnis.“ (siehe den ganzen Leserbrief unter: https://freiburg-lebenswert.de/keine-chance-fuer-die-vernunft)

Erinnert sei auch an den Vorschlag von Freiburg Lebenswert vom Juli 2014, den unser Mitglied Herr Zipsin ausgearbeitet hatte: siehe

Neuvorschlag für den „Platz der Synagoge“

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