Das Gesicht der Wiehre wahren

Bereits letztes Fr├╝hjahr ver├Âffentlichte der ├Ârtliche Wiehremer B├╝rgerverein in seinem Journal einen Artikel, in welchem gro├če Sorge ├╝ber die aktuelle bauliche Entwicklung in der Wiehre zum Ausdruck gebracht wurde. Angek├╝ndigt wurde auf Ende Mai eine Veranstaltung mit ausw├Ąrtiger Referentin aus Heidelberg, welche aufzeigen sollte wie man es anders (und besser) machen kann. Die Veranstaltung wurde verschoben.

Nun ist sie neu terminiert auf Dienstag, den 27.02.2018, 18.30 Uhr in der Aula der Gewerbeschule in der Kirchstra├če. Zusammen mit dem Stadtplanungsamt sollen viele Fragen diskutiert werden, die die B├╝rger – nicht nur in der Wiehre, sondern in fast allen Stadtteilen Freiburgs – auf den N├Ągeln brennen:

Wie wirken sich die vielen Bauma├čnahmen auf die Zusammensetzung der Bewohner aus? K├Ânnen noch funktionierende Altbauten nur hochpreisig auf einen neuen Stand baulicher Qualit├Ąt saniert werden oder gibt es auch andere L├Âsungen? Wie l├Ąsst sich weiterhin auch preisg├╝nstiger Wohnraum in der Wiehre verwirklichen? Wieso gibt es einen Leerstand an Immobilien, sogar ganzer H├Ąuser ohne erkennbare Gegenma├čnahmen der Kommune, die mit der Erschlie├čung der Grundst├╝cke durch Stra├čen, Wasser, Energie, Nahverkehr teure st├Ądtische Infrastrukturleistungen vorh├Ąlt?

Die Referentin, Frau Friedrich aus dem Stadtplanungsamt Heidelberg, wird anwesend sein und aus ihrer Erfahrung berichten. Weitere Infos gibt es hier: http://www.buergerverein-wiehre.de/das-gesicht-der-wiehre-wahren-3/

Dass die Sorgen des B├╝rgervereins berechtigt sind, sieht man an der folgenden, leider sehr langen Liste aktueller Bauprojekte in der Wiehre:

  • ├ťber die Erwinstra├če wurde schon viel berichtet. Schlimm dabei ist, dass dies von Investoren leider geradezu als Einladung verstanden wird.
  • Silberbachstra├če 25
  • Schreinerei H├╝gle, Kirchstra├če
  • Erzherzogenstra├če
  • Der Rohbau Ecke Talstra├če/Falkensteigstra├če l├Ąsst leider nichts Gutes hoffen.
  • Die Hoffnung auf bessere Architektur schwindet auch bei der Maria-Hilf-Kirche. Wer auf der Schwarzwaldstra├če stadtausw├Ąrts f├Ąhrt, muss leider feststellen, dass wieder wohl nur eine Baukiste nach ÔÇ×Schema FÔÇť entsteht. Hatte doch der Investor Stuckert wenigstens schon gezeigt, dass er es besser konnte.
  • Der verw├╝stete Garten der Reinhold-Schneider-Villa ist ein trauriger Anblick. Auch besteht Sorge dar├╝ber, dass die Villa dem Verfall preisgegeben wird. Mit den bekannten Folgen: Abriss, trotz DenkmalschutzÔÇŽ
  • Weiter unklar ist die Zukunft der H├Ą├╝ser auf dem Sch├╝tzenareal, in der Lorettostra├če 14 sowie an der Qu├Ąkerstra├če.
  • Ebenfalls unklar ist der Verkauf des Hinterhofgrundst├╝cks beim alten Feuerwehrhaus am Annaplatz – eine (unvertr├Ągliche) Bebauung w├Ąre die Folge.
Abriss der Villa in der Siberbachstr. 25 (Foto: K.-U. M├╝ller)
Das Haus in der Erwinstr., Ecke Turnseestr. (Foto: M. Manag├▓)
Das Kulturdenkmal „Reinhold-Schneider-Haus“ in der Mercystra├če im Stadtteil Wiehre.
Das nun denkmalgesch├╝tzte Haus Schwarzwaldstra├če 36 (Foto: J. Scheck)