Das Bienensterben geht weiter

So ein Titel in der Badischen Zeitung vom 7. April. Bienen, aber auch andere Insekten sind lebenswichtige Bestäuber unserer Ertragspflanzen, ohne sie würde es zu schweren Krisen in unserer Nahrungskette kommen. Im Rahmen von Konsultation der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) über Leitlinien zur Pestizidexposition von Anwendern, Arbeitern, Anwohnern und Umstehenden hat die Behörde festgestellt, dass bei drei Pestiziden etliche Risiken für Bienen bestehen. Diese Nervengifte sollen 7000-fach giftiger als das seit langen verbotenen DDT sein. Es besteht zwar ein Verbot für den Einsatz bei bestimmten blühenden Pflanzen, auf Rübenäckern und auf Feldern mit Wintergetreide ist der Einsatz aber weiterhin möglich.

Ein Bienenschwarm nistet in einer Baumhöhle in Freiburg Herdern (Foto: M. Managò)
Ein Bienenschwarm nistet in einer Baumhöhle in Freiburg Herdern (Foto: M. Managò)

Um solche Auswirkungen zu verhindern tritt die Liste Freiburg Lebenswert für eine umweltschonende Landwirtschaft ein. Und dies namentlich auf der Gemarkung Freiburg, weil hier der Gemeinderat Einfluss nehmen kann (die Stadt ist Eigentümerin landwirtschaftlich genutzter Flächen). Eine umweltschonende Landwirtschaft bedeutet eine zukunftssichere Lebensmittelproduktion und Schonung unsere lebenswichtigsten Ressourcen, nämlich der Leben spendenden Bodenkrume und des Trinkwasser generierenden Grundwassers.

Weltweit sterben Milliarden von Bienen. In Europa gibt es jetzt schon viel zu wenig Bienen, um die Nutzpflanzen zu bestäuben und in den letzten Jahren haben Imker in Deutschland, Österreich und der Schweiz große Teile ihres Bienenbestands verloren.  Es spielt sich eine Umweltkatastrophe ab, die uns alle bedroht. Denn ohne Bestäubung durch Bienen werden die meisten Pflanzen und ⅓ unserer Lebensmittel verschwinden.

Das Umweltaktionsnetzwerk “AVAAZ” hat für Spenden zur Rettung der Bienen aufgerufen. Mehr unter www.avaaz.org

Siehe in unserem Programm unter Landwirtschaft

Link zum BZ-Beitrag

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