Eine Badische Lösung: Die Spiegelversion zur Stadionplanung

Die Start- und Landebahn des Flugplatzes Freiburg; davor die Madisonallee

Im STADTKURIER vom 24. August 2017 ist auf der dritten Seite eine ganzseitige Anzeige der Fraktionsgemeinschaft FL/FF unter der Überschrift „Zustimmung der Betroffenen für die Spiegel-Lösung“ erschienen. Gemeint ist die von den Fliegern vorgeschlagene gespiegelte Version der Stadionplanung im Wolfswinkel. Diese wäre ein Kompromiss, mit dem alle Betroffenen und Beteiligten leben könnten, eine echt „Badische Lösung“.

Siehe: https://freiburg-lebenswert.de/wp-content/uploads/2015/10/Anzeige_008_FL-FF_Anzeige_Stadtkurier_Aug_2017.pdf

Stadträtin Gerlinde Schrempp (FL) beschreibt darin, worum es geht:

Viele Bürger fragen sich, warum erst zu einem so späten Zeitpunkt von den Fliegern diese Variante vorgelegt wurde.

Stadträtin Gerlinde Schrempp (FL)

Der Grund ist, dass auch dem Gemeinderat während des gesamten Verfahrens vorgegaukelt wurde, dass man mit einer höchstens eineinhalbstündigen Sperrung an Spieltagen zu rechnen habe. Erst am 24. November 2016 wurde bekanntgegeben: Die Gutachter schrieben jetzt, dass der Flugbetrieb sieben Stunden gesperrt werden müsse. Das würde bedeuten, dass an den gesamten Spieltagen, aber auch an anderen zu erwartenden Veranstaltungen der Flugbetrieb zum Stillstand käme. Denn wer fliegt schon weg, wenn er nicht mehr zurückkommen kann, ebenso wer würde Freiburg anfliegen, wenn er später nicht mehr zurückfliegen kann.

Danach wurden vor allem die Unternehmen auf dem Flugplatz aktiv. Auf eigene Kosten haben sie ein renommiertes Architekturbüro beautragt, die vorliegende Spiegelvariante  auszuarbeiten. Das haben sie in wenigen Monaten geschafft, während die Stadtverwaltung dazu viele Jahre gebraucht und unglaublich viel Geld ausgegeben hat.

Was würde die Spiegelvariante für die Bewohner der angrenzenden Stadtteile, aber natürlich auch für die Gesamtstadt bringen?

  • Erhebliche Minderung des Lärms für die Anwohner im Stadtteil Mooswald durch doppelte Entfernung des Stadions.
  • Deutlich bessere Erschließung des Stadions mit kürzeren Wegen.
  • Kein Eingriff in den „Müllberg“ durch Verschiebung der Zufahrtsstraße nach Osten – erhebliche Baurisikominderung und
    Kostenersparnis.
  • Erheblich geringere Belästigung der Anwohner durch Fußballfans.
  • Parkplätze deutlich näher an der Neuen Messe, dadurch echte Synergieeff ekte, Park & Ride-Plätze.
  • Kein Zeitverlust durch Rechtsstreitigkeiten wegen unkündbarer Nutzungsverträge mit Flugplatznutzern.
  • Keine Gefährdung des Flugbetriebs durch Turbulenzen im Leewindfeld hinter dem Stadionkörper.
  • Keine Sperrung des Flugplatzes während der Spiele.
  • Fortbestand und Zuverlässigkeit der Organ- und Rettungsflüge.
  • Kein Zeitverlust durch Widersprüche/Klagen von Anwohnern.
  • Bessere Nutzbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Stadions.
  • Problemloser ÖPNV-Anschluss des Stadions über vorhandene Endhaltestelle Neue Messe. Dadurch keine Gefährdung von Menschen an der Bedarfshaltestelle.
  • Erhebliche Vorteile für den Naturschutz.
  • Deutlich weniger kostenintensive Ausgleichsflächen notwendig.
  • Da die bisherige Planung im Kern beibehalten werden kann, keine neuen Gutachten erforderlich.
  • Kostenneutral oder sogar kostensenkend.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
mit der Spiegellösung ist der Fortbestand des Flugplatzes gesichert mit all seinen Funktionen: Klima-Wirkung, Artenschutz, Naherholungsgebiet, Organ- und
Rettungsflüge Tag und Nacht. Mit der entwickelten Spiegellösung könnte Oberbürgermeister Dr. Salomon sein Versprechen vom 6. Juni 2013 einhalten „Der Motorflugbetrieb wird nicht  eingeschränkt“. Aber auch die zu Freiburg gehörenden Segelflieger könnten auf dem Flugplatz ihren Sport weiterhin betreiben.

Gerlinde Schrempp, Stadträti n FL/FF

Die Spiegelvariante zur Stadionplanung (Grafik: C. Maschowski)

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