Straßenbahn Waldkircher Straße

Zum Thema “Straßenbahn in der Waldkircher Straße” hat Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler (FL) für die Fraktion FL/FF zur Gemeinderatssitzung am 26. Juni 2018 folgende Rede vorbereitet, dann aus Zeitgründen aber nicht gehalten. Wir möchten sie hier dennoch unseren Lesern gerne zur Kenntnis geben:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

wenn man die Planungen in dieser Vorlage mit dem ersten Planungs-Entwurf vergleicht, dann muss man eines konstatieren: Die Kritikpunkte der BI „Waldkircher Straße ohne Tram“ wurden aufgegriffen und die Anregungen sind in hohem Maß in die neue Planung eingeflossen. Das hat nicht nur in meinen Augen, sondern auch in denen vieler Bürger Seltenheitswert und dafür möchte ich dem GuT, insbesondere Herrn Dr. Schick, meinen großen Dank aussprechen.

Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler (FL)

Vor allem die Umplanung im Bereich der Grünfläche Ecke Komturstraße / Rennweg / Waldkircher Straße ist in der jetzigen Lösung weit besser als in der vorherigen. Um vom Rennweg in die Kaiserstuhlstraße zu kommen, hätte man bei der alten Lösung zunächst in entgegengesetzter Richtung bis zum Kreisel an der Neunlindenstraße und von da zurück zum Kreisel an der Kaiserstuhlstraße fahren müssen. Eine wenig attraktive Vorstellung! Jetzt wird man über den neu konzipierten Kreisel in der Komturstraße direkt zur Kaiserstuhlstraße kommen. Dass man künftig nicht mehr von der Waldkircher Straße in den Rennweg einbiegen kann, sondern über den Kreisel an der Kaiserstuhlstraße fahren muss, ist allerdings eine nicht unerhebliche Verschlechterung zum jetzigen Zustand, hat aber andererseits den Vorteil, dass durch den wegfallenden Fahrbahnabschnitt im Rennweg die genannte Grünfläche vergrößert werden kann.

Ein großer Vorteil ist, dass im Plangebiet statt über 100 Bäumen jetzt nur noch 62 wegfallen und diese durch die Schaffung weiterer Baumstandorte zahlenmäßig weitgehend ausgeglichen werden sollen. Wir schlagen vor, dass die relativ jungen Platanen an der Waldkircher Straße nicht gefällt, sondern verpflanzt werden. Die könnte man zum Beispiel an den gerade neu anzulegenden Straßen im Güterbahnhof Nord-Gelände in unmittelbarer Nähe zeitnah wieder einsetzen.

Erfreulich ist zudem, dass der Straßenraum von dem denkmalgeschützten Gebäude Waldkircher Straße 14 und 16 abgerückt werden soll. Allerdings würde es uns schon auch interessieren, ob die erwähnten Gespräche mit den Grundstückseigentümern bzgl. Verkauf von Vorgartengelände zum Erfolg geführt haben. Darüber lässt sich die Vorlage nicht aus. Bleibt zu hoffen, dass die dort vorhandenen Mauereidechsen die ihnen zugewiesenen „Neubauwohnungen“ im Hauptfriedhof und am Schlossberghang auch finden können.

Wichtig ist für uns auch, dass weiterhin ein Linksabbiegen von der Waldkircher Straße in die Karlsruher Straße ermöglicht bleibt. Allerdings ist gerade dieser Bereich in den Planzeichnungen der Anlage 2 ausgespart, so dass man den genauen Abbiegeverlauf leider nicht erkennen kann.

Für die Fußgänger werden die Querungen in der Waldkircher Straße auf fünf erhöht, was den Übergang zwischen den bestehenden Wohnquartieren an der Komturstraße und dem Güterbahnhof Nord-Quartier bedeutend erleichtert.

Probleme sehen wir weiterhin für die Situation der Fahrradfahrer, wenngleich auch hier Verbesserungen beispielsweise bei der Breite der Radwege zu verzeichnen sind. Unwohlsein befällt uns allerdings bei dem Gedanken, dass die Radfahrer sich die Fahrbahn mit den Autofahrern in, unmittelbar vor und hinter den Kreiseln teilen müssen. Vor Einfahrt in einen Kreisel konzentriert sich der Autofahrer auf das Geschehen links von ihm, da von dort die vorfahrtberechtigten Fahrzeuge kommen. Das kann dazu führen, dass er den rechts neben ihm befindlichen Radfahrer übersieht, ihn beim Losfahren schneidet und damit zu Fall bringt. Das ist vor allem für ungeübte Radfahrer eine schweißperlentreibende Vorstellung. Für uns ist das keine geeignete Lösung und sollte nochmals überdacht werden. Desgleichen sehen wir mit großer Sorge, dass der Individualverkehr jeweils für einige zig Sekunden zum Erliegen kommen wird, wenn Straßenbahnen die Kreisel kreuzen. Und es wird durch die getrennte Trassenführung mit der Waldkircher Straße eine weitere Freiburger Straße für Rettungsfahrzeuge zum Nadelöhr werden. Dies ist deswegen nicht unerheblich, weil die Waldkircher Straße die Verbindungsstraße zwischen Uniklinik und Zubringer Nord ist.

Ein weiterer Kritikpunkt von uns ist, dass im Zuge der weiteren verkehrsplanerischen Neuordnung am Komturplatz das Wasserrad im Roßgäßlebach eventuell zur Disposition steht. Den Wegfall des Wasserrades können wir nicht akzeptieren und erwarten eine Planung, die darauf Rücksicht nimmt.

Dank an das GuT für die von den Anwohnern gewünschte vergleichende Darstellung der Kosten für den Neubau in der Waldkircher Straße und einer Sanierung im Bestand in der Komturstraße. Die Kosten liegen bei 18,4 Mio. € bei Neubau in der Waldkircher Straße bzw. 13,4 Mio. € bei Sanierung in der Komturstraße, also bei Neubau um 5 Mio. € höher. Argumentiert wird, dass beide Varianten nur um 1 Mio. € auseinander liegen, da der Neubau mit 4 Mio. € vom Land gefördert wird. Das ist zwar richtig, dem gemeinen Steuerzahler aber auch „wurscht“, ob die Stadt mit der VAG oder das Land sein Steuergeld ausgibt. Fakt ist, der Neubau ist 5 Mio. € teurer.

Alles in Allem sind wir mit der neuen Planung weit mehr einverstanden als mit der ursprünglichen, auch wenn sie immer noch einige Kritikpunkte aufwirft. Wir erkennen aber natürlich an, dass nicht alle Wünsche in einer bestehenden Umgebungsbebauung umsetzbar sind. Aufgrund dieser erheblichen Verbesserungen sind wir trotz der Mehrkosten von 5 Mio. € von unserer ablehnenden Haltung abgekommen. Wir werden der jetzigen Planung zustimmen. Wir hoffen, dass auch die Anwohner und der Bürgerverein Brühl-Beurbarung Ihren Frieden mit dieser neuen Variante machen können.




Tödliche Unfälle mit Lastwagen

Die Unfälle mit abbiegenden großen LKWs und Radfahrern häufen sich leider in Freiburg. Immer wieder enden diese leider tödlich. So jüngst in der Heinrich-von-Stephan-Straße und auch schon früher, z.B. mit Kindern und Jugendlichen, die mit dem Fahrrad zur Schule unterwegs sind. Konsequenzen werden angekündigt, teilweise auch umgesetzt (z.B. durch rote Markierung des Radwegs an dieser Stelle), aber dies reicht offensichtlich nicht aus.

Ulrich Glaubitz, zweiter Vorsitzender von Freiburg Lebenswert, hat nun einen – ausdrücklich persönlichen – Brief an Oberbürgermeister Dieter Salomon geschrieben, in dem er für weitergehende Maßnahmen plädiert. Wir möchten diesen Brief als Diskussions-Beitrag hier gerne veröffentlichen:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Salomon,

die schrecklichen Unfälle auf der Heinrich-von-Stephan-Straße müssen zum Anlass genommen werden, wirksame Schutzmaßnahmen einzuführen. Nach Presseberichten ist als Unfallursache ein nicht einsehbarer Bereich an best. LKWs wie auch bei dem Unfallfahrzeug anzunehmen. Auch mit diversen zusätzlichen Spiegeln lässt sich offensichtlich diese Unfallursache nicht ausschalten. Das zwingt doch zu der Schlussfolgerung, dass solche Fahrzeuge nicht kompatibel sind mit den Bedingungen im innerstädtischen Verkehr. 

Aus diesem Grund fordere ich Sie als Freiburger Bürger auf, alles Nötige zu unternehmen, damit auf innerstädtischen Straßen solchen Fahrzeugen die Fahrerlaubnis entzogen wird solange diese nicht mit wirksamen technischen Vorkehrungen ausgestattet sind, die Rechtsabbiege-Unfälle unabhängig von der Aufmerksamkeit des Fahrers verhindern.

Hierfür bedarf es sicher umfangreicher politischer und juristischer Anstrengungen. Währenddessen sind weitere Unfälle zu befürchten. Deshalb bitte ich Sie, sich dafür einzusetzen, dass am Ort der Unfälle und an all den anderen vergleichbaren Verkehrssituationen, wo viel befahrene Radwege an stark frequentierten Spuren des Kfz-Verkehrs entlang geführt werden, eine separate Ampelschaltung installiert wird, so dass abbiegende LKWs und geradeaus fahrende Radler nicht gleichzeitig grün haben.

Das gefällt sicher nicht allen Verkehrsteilnehmern, aber das Leben der Bürgerinnen und Bürger hat Vorrang vor optimalen Bedingungen für den Verkehrsfluss. 

Mit freundlichen Grüßen,
Ulrich Glaubitz

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Anfrage zum Chaos bei Vollsprerrung in St. Georgen

Logo_Fraktionsgemeinschaft_FL_FFAufgrund der Maßnahmen, die derzeit zur Erschließung des Ottmar-Nachtigall-Hofes in St. Georgen durchgeführt werden, hat sich die Fraktionsgemeinschaft Freiburg Lebenswert / Für Freiburg  (FL/FF) eine Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet (siehe Link unten zum kompletten Schreiben).

Die Anwohner der Straße „Im Glaser“ in St. Georgen wurden entweder gar nicht oder sehr kurzfristig über die Vollsperrung der Straße im Bereich des Dorfbaches unterrichtet. Gleiches gilt für die Anwohner in der Schneeburgstraße, Vinzenz-von-Zahn-Straße und Häge, was verwunderlich ist, da der Verkehr durch diese Straßen umgeleitet wird. Auch die Anlieger in der Johann-von-Hattstein-Straße wurden nicht informiert. Besonders eklatant ist die Umleitung für die Häge, die als Spielstraße mit vielen Parkbuchten ausgewiesen ist und viele der genervten Autofahrer sich nicht an das gebotene Schritttempo halten, so dass spielende Kinder gefährdet werden könnten.

Die Inhaber des in der Straße ansässigen Blumenhaus Präg erhielten am Freitag, dem 8.5.15, ein Schreiben, in dem ihnen mitgeteilt wurde, dass die Straße vom Montag, dem 11.5.15 an, voll gesperrt werde. Einer der Geschäftsinhaber, Günter Moll, versuchte das Problem mit der zuständigen Behörde zu besprechen und evtl. zu bewirken, dass der Zeitpunkt der Vollsperrung nach hinten verschoben wird, da in der Gärtnerei zur jetzigen Zeit ein Großteil des Jahresumsatzes gemacht wird und sich das Blumenhaus durch die Vollsperrung in seiner Existenz bedroht fühlt. Durch die Vollsperrung müssen sowohl Anwohner als auch Kunden des Blumenhauses Präg erhebliche Umwege in Kauf nehmen. Herr Moll konnte nach einer Begehung am 11.5.2015 zumindest erreichen, dass die Vollsperrung um eine Woche auf den Montag, 18.5.2015, verschoben wurde, was dann auch umgesetzt wurde.

Hier die  vollständige Anfrage an die Stadtverwaltung.