Schlagwort-Archive: Stadtentwicklung

Zurück aufs Land

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„Jahrzehntelang verloren Frankreichs ländliche Regionen Einwohner, jetzt wachsen die Dörfer wieder – auch abseits der Tourismuszentren“. So heißt es in einer kurzen Notiz im Heft GEO 03/2016 (S. 23). Es wird dort berichtet, dass es Städter zum Leben und Arbeiten in die Dörfer zieht, weil sie Ruhe, Entspannung, Entschleunigung und Naturnähe suchen und das Geldverdienen durch das Internet ortsunabhängiger geworden ist. Die ländlichen Gebiete verzeichneten mit diesen Neuzugängen im Zeitraum zwischen 1999 und 2007 einen Nettogewinn von knapp 60.000 Bewohnern. In den französischen Alpen wächst die Bevölkerung derzeit durchschnittlich um 9 % pro Jahr. Die Regierung möchte diesen Trend stabil halten und unterstützt ihn durch geplante Maßnahmen. So soll auch in Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte Highspeed-Internet zur Verfügung stehen oder es sollen junge Ärzte durch Anreize gewonnen werden, sich nach der Ausbildung auf dem Land niederzulassen, um die alte und neue Bevölkerung zu versorgen. Weiterlesen

Städtebau und Klimaerwärmung

In St. Georgen gehen durch Bebauung immer mehr Ackerflächen verloren (Foto: Christa Holk).
In St. Georgen gehen durch Bebauung immer mehr Ackerflächen verloren (Foto: Christa Holk).

Das Bundesamt für Naturschutz hat eine internationale Tagung in Brüssel organisiert. Thema: Mehr Natur in die Städte, weil das gegen zuviel Hitze hilft! Eigentlich wissen wir das schon lange, nur leider ist das Wissen in Freiburg an den entscheidenen Stellen noch nicht angekommen. Wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Grünflächen und Frischluftschneisen beim Städtebau viel mehr beachtet werden müssen als bisher, liegen längst vor. Doch die Freiburger Bürgermeister, wesentliche Teile der Stadtverwaltung und die große Koalition aus Grünen und CDU im Gemeinderat versperrt sich dieser Einsicht energisch. Sie praktizieren weiter ein “Bauen auf Teufel komm raus” – zum Nachteil für unsere Stadt. Weiterlesen

Städte für Menschen, nicht für Architekten

Jan Gehl will
Jan Gehl will “Städte für Menschen” (Foto: Gene Driskell, Wikipedia)

“Liveable cities for the 21st century”, also: “Lebenswerte Städte für das 21. Jahrhunder”, so lautete der Titel des Vortrags, den der Kopenhagener Architekt und Städteplaner Jan Gehl am 22. Juli 2015 im Wintererfoyer des Freiburger Theaters hielt. Auch wenn der Vortrag mehr oder weniger eine Werbeveranstaltung für sein Buch “Städte für Menschen” war, so enthielt er doch viele Appelle, die Städteplanern unbedingt ans Herz gelegt seien. Weiterlesen

Quo vadis Freiburg?

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Ein Diskussions-Beitrag zu den Plänen eines neuen Stadtteils Dietenbach  von Dr. Dieter Kroll

Schaut man in die Geschichte der Stadtentwicklung zurück, dann wird man  ein ständiges Anwachsen der Siedlungsbereiche beobachten können. Dabei entstanden und entstehen namentlich in den Entwicklungs- und Schwellenländer städtische Agglomerationen von kaum beherrschbarer Größe: Mexico City. Mumbai, Cairo, in China insbesondere, aber auch in Teilen Europas mit zentralen Siedlungssystem wie beispielsweise Paris und London mit jeweils etwa 12 Millionen Einwohnern. Weiterlesen

Blamage für die Bauverwaltung

Unzureichende Kenntnis über Wohnungsneubau

Nach der Berichterstattung der Badischen Zeitung über die mangelnde Kenntnis der städtischen Bauverwaltung stellt sich für Freiburg Lebenswert die Frage: Wie will die Stadt ihre Bevölkerung davon überzeugen, dass zur Linderung der großen Wohnungsnot der letzte grüne innerstädtische Fleck bebaut und zusätzlich ein ganz neuer Stadtteil geplant werden muss, wenn sie nur eine völlig inakzeptable rudimentäre Kenntnis zum Bestand und Neubau an Wohnungen hat? Eine gesicherte Faktenbasis ist die unverzichtbare Grundlage für eine expansive Wohnungspolitik, der gegenüber andere Schutzgüter zurücktreten müssten. Die Daten der allgemeinen demographischen Entwicklung stützen diesen Expansionsdrang nämlich nicht. Weiterlesen

Die Stadtentwicklung nicht den Bauträgern überlassen

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In einem Kommentar des Chefredakteurs Thomas-Hauser auf Seite 1 der Badischen Zeitung (BZ) vom 19.08.2014 fand sich unter der Überschrift „Entwicklung im Wohnungsbau – Hoffen auf Gewinne“ ein Satz, der unsere langjährige Sorge beim Blick auf die Baupolitik zum Ausdruck bringt. Der Satz lautet: “Gebaut wird, so scheint es, weniger nach Bedarf als nach dem Prinzip Hoffnung auf Rendite.” Weiterlesen

Auftaktveranstaltung Perspektivplan

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Kommentar und Leserbrief unserer Vorsitzenden Gerlinde Schrempp

Grundsätzlich ist das Bemühen um einen Perspektivplan zur Stadtentwicklung in Freiburg natürlich zu begrüßen. Ich möchte deshalb nicht von Vorneherein alles schlecht reden, bevor der Prozess richtig begonnen hat. Dennoch seien mir aber auch einige kritische Anmerkungen zur Auftaktveranstaltung „Perspektivplan Freiburg – Ein Kompass für die Baupolitik der Stadt“ am 30. Juli 2014 im E-Werk erlaubt. Weiterlesen

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