Anfrage zum Zustand des Forsthauses im Seepark

Von Bürgern der westlichen Stadtteile wurden die Stadträte von Freiburg Lebenswert (FL) mehrfach wegen der Verhältnisse am und um das Forsthaus im Seeparkgelände angesprochen. Es hat sich inzwischen zu einer Schmuddelecke in diesem eigentlich sehr schönen Erholungsraum entwickelt. Daher hatten die Stadträte von FL bereits im November eine “Anfrage nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen” an die Stadtverwaltung verfasst. Nun erfolgte die Antwort der Stadtverwaltung, namentlich durch Bürgermeister M. Haag:

Hier die Anfrage von FL zum Forsthaus im Seepark:
https://freiburg-lebenswert.de/wp-content/uploads/2019/12/Anfrage-Forsthaus-Seepark.pdf

Und hier die Antwort der Stadtverwaltung bzw. von BM M. Haag:
https://freiburg-lebenswert.de/wp-content/uploads/2019/12/Anfrage-Forsthaus-Seepark-Antwort-der-Stadt.pdf




Erhaltungssatzung im Stadtteil Waldsee

Zum Thema Erhaltungssatzung im Stadtteil Waldsee (TOP 13, G-19/227) hat unser Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler (FL) am 12. November 2019 im Freiburger Gemeinderat folgende Rede gehalten:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren!

Erhaltungs- und
Gestaltungssatzungen sind für eine Stadt, die ihr Erscheinungsbild nicht durch
Fehlentwicklungen beeinträchtigt haben will, essentiell. Insofern ist für
Freiburg, das ja gerade wegen seines Stadtbildes nicht nur für seine Bürger immer
noch attraktiv und lebenswert ist, sondern beispielsweise auch auf Touristen
eine Anziehungskraft ausübt, das Erstellen solcher Satzungen zwingend notwendig.

Dabei kommt es immer
wieder zu Missverständnissen sowohl bei den betroffenen Hauseigentümern, aber offensichtlich
auch bei einigen Stadträten. Es geht bei einer solchen Satzung einzig und
allein um das äußere Erscheinungsbild der Gebäude und die sie umgebende
Freiraumstruktur. Beispiel energetische Sanierung: Wenn ein Hauseigentümer
seine Öl-Heizung auf Gas oder Pellets umstellen will, dann kann er das
selbstverständlich tun, er braucht es auch nicht anzuzeigen. Etwas schwieriger
ist das bei außen sichtbaren Maßnahmen wie thermischen oder photovoltaischen
Solaranlagen, bei der Aufbringung einer Wärmedämmung oder dem Einbau von
Fenstern mit einem besseren Wärmedurchgangskoeffizienten. Das gilt insbesondere
dann, wenn es um die einsehbare Straßenseite eines Gebäudes geht. Aber auch in
diesen Fällen ist eine Veränderung ja nicht ausgeschlossen, sondern es ist
einfach mit der Stadt abzuklären, wie die Veränderung vorgenommen werden kann,
ohne dass das Erscheinungsbild des Gebäudes beeinträchtigt wird. Da wird es in
den meisten Fällen Lösungen geben, die sowohl den Hauseigentümer, als auch das
Stadtplanungsamt zufrieden stellen!

Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler (FL)

Nach meinem
Dafürhalten sollten beispielsweise Photovoltaikanlagen auch zur Straßenseite
hin genehmigungsfähig sein, wenn sie ästhetisch eingebunden werden. Also nicht grundsätzlich,
wie es der Antrag von „Einer Stadt für alle“ vorschlägt. Das heißt
beispielsweise, dass bei einem aus mehreren Häusern bestehenden Block dann eben
nicht nur ein Haus mit einer PV-Anlage versehen wird, sondern der gesamte
Block. Dazu braucht es Koordinierungen durch den Innenentwicklungsmanager. Wir
halten das selbst bei denkmalgeschützten Häusern wie der Knopfhäusle-Siedlung
für akzeptabel. Denn es wird ja nicht wie bei einem Anbau oder durch die
Veränderung einer Gaube praktisch unumkehrbar in die Bausubstanz des Gebäudes eingegriffen,
sondern eine PV-Anlage könnte theoretisch innerhalb weniger Stunden wieder
abgebaut werden und damit wäre der ursprüngliche Zustand unverändert
wiederhergestellt.

Ich will allerdings
auch nicht verhehlen, dass es energetische Maßnahmen gibt, die sich nicht
umsetzen lassen. Dazu gehört, dass man eben in aller Regel keine Wärmedämmung
wird aufbringen können, wenn die Fenstergewänder beispielsweise aus Sandstein
bestehen und die Gewänder dann in der Wärmedämmung verschwinden würden. Damit würde
ein Haus massiv verunstaltet. Da muss man eben versuchen, die Wärmeenergie
durch einen regenerativen Energieträger bereit zu stellen. Insofern bin ich mit
dem Stadtplanungsamt einer Meinung, dass eine Abweichung in der Gebäudekubatur
um bis zu zwanzig Zentimeter, um eine Wärmedämmung zu ermöglichen, kritisch zu
sehen ist. In Einzelfällen wird das ohne ästhetische Beeinträchtigungen möglich
sein. In aller Regel jedoch nicht. Hier kann man nur auf die Überzeugungskünste
des Innenentwicklungsmanagers und die Einsicht von Hauseigentümern hoffen.

Was aber überhaupt
nicht geht und einer Erhaltungssatzung völlig zuwider laufen würde, ist ein
Vorschlag, der im Bauausschuss geäußert wurde. Man möge doch Gebäude in zweiter
Reihe in den Gärten ermöglichen. Wer einen solchen Vorschlag macht, hat
offensichtlich den Sinn und Zweck von Erhaltungs- und Gestaltungssatzungen
nicht verstanden. Damit würde man ja erheblich in die Freiraumstruktur eines
solchen Gebietes eingreifen, die ja nun gerade erhalten werden soll.

Meine Damen und Herren, wir freuen uns, dass mit diesem Satzungsbeschluss endlich die erste Erhaltungssatzung Freiburgs auf den Weg gebracht werden soll.

Siehe auch: https://freiburg-lebenswert.de/erhaltungs-und-gestaltungssatzungen-fl-ff-war-initiator/

Sowie in unserem Programm: https://freiburg-lebenswert.de/unser-programm/erhaltungs-satzungen-etc/

Unter Denkmalschutz: Die Gartenstadt in Freiburg Haslach.




Schicksal der Gaskugel

Die Gaskugel im Freiburger Stadtteil
Betzenhausen-Bischofslinde ist von einem möglichen Abriss bedroht. Die Bürger
des Stadtteiles, im Besonderen der Bürgerverein, machen sich Sorgen, dass ein
solcher Abriss angedacht ist und haben sich zu einem Arbeitskreis für den
Erhalt der Kugel zusammengefunden. Das Ziel der Bürger und auch von FL ist es,
dieses wunderbare Industriedenkmal und den umgebenden, natürlichen Park zu erhalten.

Das Areal um die Gaskugel würde sich dafür
eignen, ein Ausflugsziel für Familien oder Gruppen zu werden. Da das Gelände an
der Dreisam liegt und mehrere überregionale Radwege vorbei führen, würde es
sich auch anbieten, ein Tagescafé zu errichten. Es wäre wünschenswert, den
westlichen Stadtteilen ein Kunstforum zu ermöglichen, zumal diese Stadtteile
mit solchen Einrichtungen nicht gerade übermäßig gesegnet sind. Aufgrund der
besonderen akustischen Besonderheit wäre die Kugel für Klangkünstler eine einmalige
Gelegenheit, hier zu arbeiten. Die Kugel würde sich aber auch für Licht- und
Toninszenierungen oder andere Veranstaltungen eignen.

In Deutschland gibt es viele Beispiele für ehemalige Industrieanlagen, die neuen Zwecken dienen. Man denke nur an das Ruhrgebiet mit seinen Zechen, das Atomkraftwerk in Kalkar mit dem Kühlturm als Kletterwand oder das Gasometer in Berlin, das heute als Event-Location dient. Die Stadt Freiburg hätte jetzt die Chance, für die Bürger des Stadtteils Betzenhausen-Bischofslinde einen Treffpunkt zu schaffen, da es im gesamten Freiburger Westen nur wenige vergleichbare Örtlichkeiten gibt.

Die Stadträte von Freiburg Lebenswert (FL) im Gemeinderat haben zu der Thematik eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt. Siehe hier (PDF): https://freiburg-lebenswert.de/wp-content/uploads/2019/11/Anfrage-Gaskugel.pdf




“Extrem unbefriedigende Umgang” der Stadt mit Baudenkmalen

Schon lange beschäftigt uns der geplante Abriss des Dreiköngshauses in der Schwarzwaldstraße, den viele Freiburger Bürger und so auch wir als Organisation, die sich für den Schutz denkmalgeschützter Häuser einsetzt, nicht hinnehmen möchten. Nun hat sich anlässlich des Abrisses des Hauses Schwarzwaldstr. 31 die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild e.V. zu Wort gemeldet und protestiert gegen das Vorgehen der Stadt. Gerne möchten wir hier die “Stellungnahme zum laufenden / geplanten Abriss der Häuser Schwarzwaldstraße 29-31” der sogen. “Arge Stadtbild” im vollen Wortlaut veröffentlichen:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

zum aktuell laufenden Abriss des Hauses Schwarzwaldstraße 31 sowie dem angekündigten Abbruch des Dreikönigshauses (Schwarzwaldstr. 29) nehmen wir wie folgt Stellung:

Mit Bedauern und Befremden haben wir den überraschend kurzfristig umgesetzten Beschluss der Stadt, das Haus Schwarzwaldstr. 31  abzureißen, zur Kenntnis genommen.

Die Schwarzwaldstr. 31 gehört zu den Gebäuden, die zu Beginn der 1970er Jahre eine großangelegte, in Zusammenhang mit dem verkehrsgerechten Ausbau des „Ganter-Knotens“ und dem Bau der Leo-Wohleb-Straße stehende Abrissaktion überstanden haben. Damals wurden für den Umbau zur „autogerechten Stadt“ zahlreiche in gutem Bauzustand befindliche historische Gebäude abgebrochen, darunter eine damals östlich an das Hau anschließende gründerzeitliche Doppelvilla sowie ein Haus aus der Biedermeierzeit. Der die Villa Ganter umgebende Park wurde deutlich verkleinert.

Das Haus Schwarzwaldstr. 31 kann unserer Ansicht als unentdecktes Kulturdenkmal angesprochen werden. Als heute vom Verkehr umflossene bauliche Insel stellt das formschöne Gebäude zusammen mit dem benachbarten Dreikönigshaus ein Relikt dar, das an die bauliche Situation vor dem verkehrstechnischen Ausbau des Areals erinnert. Im Verbund mit dem Dreikönigshaus und der Villa Ganter ist es ein wichtiges baugeschichtliches Zeugnis der Zeit vor der verkehrsgerechten Umgestaltung der Stadt. Verwundert und irritiert sind wir über die Tatsache, dass die Stadt fast zeitgleich mit der Bekanntgabe des Abbruchs bereits die ersten Abbrucharbeiten in die Wege geleitet hat. Die Öffentlichkeit wurde vor vollendete Tatsachen gestellt.

Wir kritisieren dieses Vorgehen auch deshalb mit Nachdruck, weil es in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem aus denkmalpflegerischer Sicht extrem unbefriedigenden Umgang mit dem benachbarten Dreikönigshauses steht: 

In der Öffentlichkeit wenig bekannt ist die Tatsache, dass das Dreikönigshaus bis ins Jahr 2011 ein „Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung“ nach §12 DSchG war. Damit stand es in einer Reihe mit bedeutenden Gebäuden wie beispielsweise dem Historischen Kaufhaus oder den Rathäusern der Stadt. Zu dieser Tatsache in deutlichem Widerspruch stand die Art und Weise, wie die Stadt mit diesem Kulturdenkmal in den vergangenen Jahrzehnten umging: Obgleich ihr als Eigentümerin eine besondere Sorgfaltspflicht beim Gebäudeerhalt oblag, wurden jahrzehntelang nur unzureichende Maßnahmen zur Substanzerhaltung durchgeführt. Zuletzt war der mittlerweile abgerissene Ostteil des Gebäudes derart marode, dass er als einsturzgefährdet galt.

Das denkmalgeschützte “Dreikönigshaus” will die Stadtverwaltung nach wie vor abreißen, um eines Tages vielleicht dem Stadttunnel Platz zu machen. Auf dem älteren Bild steht der inzwischen schon abgerissene Mittelteil noch. Hinten (rot) ist die Schwarzwaldstraße 31 zu sehen, deren Abriss derzeit im Gange ist (Foto: M. Managò).

Im Jahre 2011 traten bei einer baulichen Untersuchung statische Mängel zu Tage, die angeblich auf „frühere (historische) Eingriffe in die Bausubstanz“ zurückzuführen waren. Diese Feststellung führte dazu, dass

a) die Stadt eine Erhaltung der Substanz bei gleichzeitigem Wiederherstellen der Statik als „nicht darstellbar“ bezeichnete

b) das Regierungspräsidium als höhere Denkmalbehörde am 19.12.2011 mitteilte, es habe dem Dreikönigshaus das Merkmal „besonderes Kulturdenkmal“ aberkannt und es zu einem „normalen“ Kulturdenkmal zurückgestuft. Das Gebäude erfülle nicht mehr die Kriterien eines Kulturdenkmales nach §12 DSchG; auch sei das hierfür erforderliche gesteigerte öffentliche Erhaltungsinteresse nicht mehr gegeben. Zudem fehle es dem Objekt auf Grund der Umbauten an der notwendigen hohen Originalität und Integrität. Details zu diesem Gutachten wurden nicht veröffentlicht, und es gab für die Öffentlichkeit keine Möglichkeit, die Stichhaltigkeit der Begründungen zu verifizieren.

Im Jahre 2015 brach im Ostteil des Hauses aus bis heute ungeklärten Gründen ein Brand aus, der das Gebäude so stark beschädigte, dass es die Stadt in einer Nacht-und-Nebelaktion abreißen ließ.

Für uns ist die Art und Weise, wie in der Vergangenheit mit dem Dreikönigshaus umgegangen und die Öffentlichkeit über den Gebäudezustand informiert wurde, unbefriedigend und nicht akzeptabel. Insbesondere befremdet uns der aktuelle Umgang mit dem verbliebenen und nach wie vor denkmalgeschützten Westteil in Zusammenhang mit den Planungen für den Stadttunnel. Anstatt aktiv für den Erhalt dieses einzigartigen Gebäudes einzutreten, das bis vor kurzem ein „12er-Denkmal“ war und zu den ältesten Häusern der Wiehre und der Oberau zählt, geben die verantwortlichen Behörden das Haus bereits jetzt für den Fall des Baus des Stadttunnels preis. Wir befürchten, dass der Abriss der Schwarzwaldstr. 31 die Position des Dreikönigshauses weiter schwächen und einer weiteren Abrissaktion im Schnellverfahren Vorschub leisten wird.

Wir bitten Sie, sich mit Nachdruck für eine Bestandssicherung und einen Erhalt des Dreikönigshauses sowie einen Abbruchstopp der Schwarzwaldstr. 31 einzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Gabi Dierdorf    und     Joachim Scheck
Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild e.V.




„Die Krux mit der Schönheit“

„Landshut ist eine der ältesten und auch schönsten
Städte Bayerns. Rund 600 Baudenkmäler gibt es zu bewundern und seitdem in den
beiden Prachtstraßen Fußgängerzonen eingerichtet wurden, wirkt alles noch viel
schöner“, so beginnt der Film über Landshut, den das Fernsehen des Bayerischen
Rundfunks (BR) am 16.06.2019 unter dem Titel „Landshut – Die Krux mit der
Schönheit“ gesendet hat. Er zeigt, wie dennoch auch in Landshut bis heute immer
wieder denkmalgeschützte Häuser abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden.

Wenn man sich den Film anschaut, fühlt man sich immer
wieder an Freiburg erinnert: Immer wieder wird seitens der
Stadtverantwortlichen mit sogenannten „Sachzwängen“ und von Bauinvestoren von angeblich
„schlechter Bausubstanz“ argumentiert. Es wird gezeigt, wie sich Politik und
Verwaltung gegen den Protest der Bürger allzu oft den Interessen von Neubau-Investoren
beugen. Von „wirtschaftlichen Interessen“, denen man sich nicht „entgegenstellen
könne“ ist einerseits, von „unsäglichen Bausünden“ und von einem „schwachen
Denkmalschutz“ ist in dem Beitrag andererseits die Rede.

Zu Wort kommt auch der bekannte Journalist Dieter
Wieland, der in Landshut aufgewachsen ist. Schon oft haben wir ihn hier zitiert
und Dokumentarfilme von ihm vorgestellt. Mit seinen kritischen
“Topografien” hat sich der Filmautor einen Namen gemacht und viele
Preise gewonnen. Ein Porträt über seine Heimatstadt sorgte in den 1970er-Jahren
für heftige Diskussionen. Seine Filme in der Reihe „Topographien“ sind alle
sehenswert. Sie sollten – genauso wie dieser Film über Landshut –
Pflichtbeiträge der Fortbildung für Freiburger Gemeinderäte, Stadtplaner, Architekten,
Bauträger und Investoren sein.

Eines der ältesten verbliebenen Häuser der Stadt, das Ratsstüble, stand unter Denkmalschutz, wurde aber dennoch so lange leer stehen gelassen, bis es angeblich nicht mehr zu retten war.

„Das kulturelle Erbe einer Stadt ist nicht nur ein Schatz aus der Vergangenheit, es bedeutet auch eine große Verantwortung für die Zukunft.“ So der Schlusssatz des Beitrags, den wir empfehlen möchten, sich anzusehen. Möge man sich in Freiburg diesen Satz in Erinnerung rufen, wenn es zum Beispiel um das denkmalgeschützte Dreikönigshaus geht, das wegen der Einrichtung der Baustelle für den Autobahntunnel durch quer durch die Stadt abgerissen werden soll.

Siehe: https://www.br.de/mediathek/video/unter-unserem-himmel-16062019-landshut-die-krux-mit-der-schoenheit-av:5cd008fd4e109b001340c7bd

Den Denkmalschutz stärken (Foto: M. Managò)

Auszug aus dem grün-schwarzen Koalitionsvertrag 2016

Das Haus in der Wintererstraße 28 stand unter Denkmalschutz, wurde aber dennoch mit fadenscheinigen Beründungen abgerissen!




Anfrage zum Thema Lichtverschmutzung

Zum Thema Lichtverschmutzung und Lichtschutzbeauftragte/r
haben die beiden Stadträte der Wählervereinigung Freiburg Lebenswert, Gerlinde
Schrempp und Dr- Wolf-Dieter Winkler, am 4. September 2019 folgende Anfrage (nach
§ 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen) an den
Oberbürgermeister bzw. die Stadtverwaltung gestellt.

Sehr geehrter
Herr Oberbürgermeister,

die
Lichtverschmutzung in unseren Städten nimmt immer mehr zu. In einem Artikel der
BZ von heute („Rettet die Nacht“, 3. Seite) werden die dadurch entstehenden
Probleme anhand der Stadt Fulda näher beschrieben. Das Kunstlicht in den
Städten hat überhandgenommen, viele Lichtquellen werden zu früh angeschaltet
und es gibt in vielen Regionen praktisch keine Nacht mehr. Alle Lebewesen der
Erde sind an einen Tag-/Nacht-Rhythmus angepasst, der für die Synchronisation
und Ordnung des Lebens auf unserem Planeten maßgeblich ist, aber der Mensch hat
dies konsequent durcheinandergebracht. Mögliche Folgen für die Gesundheit wie
Schlaf-, Herz- und Kreislaufstörungen werden diskutiert. Auch vor dem
Hintergrund des Insektensterbens sollte etwas gegen die Lichtverschmutzung
unternommen werden, da fliegende, nachtaktive Insekten durch das Licht von
Straßenbeleuchtungen in ihrem natürlichen Lebensrhythmus gestört werden.

Die Stadt
Fulda hat ein Beleuchtungskonzept entwickelt, um der Lichtverschmutzung
entgegen zu wirken und die Nacht zu schützen. Es gäbe drei einfache
Möglichkeiten, dies zu erreichen, die jeder Bürger und jede Stadt selbst in die
Hand nehmen könne:

Erstens:
weniger Lichtstärke.

Zweitens:
warmes Licht.

Drittens:
Lampen nicht nach oben ausrichten, Strahler herunterklappen. Licht, das in den
Himmel strahlt, stört alle Lebewesen und ist reine Geldverschwendung.

Fulda hat, um
u.a. diese einfachen Maßnahmen umzusetzen, als erste Stadt in Deutschland eine
Lichtschutzbeauftragte eingesetzt.

Das Freiburger Rauthaus in Adventsstimmung (Foto: M. Managò)

Hierzu unsere
Fragen:

1.         Wird in Freiburg überprüft, ob Lampen
zielgenau und nicht zu früh eingeschaltet werden? 

2.         Wie werden die drei genannten einfachen
Möglichkeiten zur Reduktion der Lichtverschmutzung in Freiburg umgesetzt?

3.         Wer ist für die Umsetzung
verantwortlich?

4.         Auf unsere Anfrage vom Februar 2018
bezüglich Bewegungsmeldern an Straßenbeleuchtungen wurde geantwortet, dass die
Stadt Freiburg i. Br. bei Neuinstallationen konsequent auf die LED-Technik
setze. Wird dabei darauf geachtet, dass zum Schutz der Tierwelt, insbesondere
der Insekten, warmgelbe LEDs mit einer Lichttemperatur von weniger als 3000
Kelvin verwendet werden?

5.         Wäre es nicht auch in Freiburg
notwendig, eine/n Lichtschutzbeauftragte/n einzusetzen?

Wir möchten
um eine zeitnahe Beantwortung unserer Fragen bitten.

Mit
freundlichen Grüßen

Dr. Wolf-Dieter Winkler (Stadtrat)
Gerlinde Schrempp (Stadträtin)




„Im Städtebau fehlt es nicht an Geld, sondern an Geist!“

Möglichst viele Wohnungen in möglichst kurzer Zeit zu
bauen und dabei möglichst hohe Gewinne einzustreichen, das sei das Rezept für
die Überwindung der Wohnungsnot, so wird immer wieder behauptet. „Doch die
Wirklichkeit stellt ganz andere Forderungen“, so der bekannte und mehrfach
ausgezeichnete Journalist und Architekturkritiker Dankwart Guratzsch in einem
sehr lesenswerten Debatten-Beitrag der Tageszeitung „Die Welt“ vom 6. Juni 2019
unter dem Titel „Worauf es beim Wohnungsbau wirklich ankommt“.

Er stellt unmissverständlich fest, dass in politischen Diskussionen und Stadtplanungen vor allem davon die Rede ist, was sich schnell und billig herstellen lässt. Ein Begriff aber fehlt für ihn: Schönheit. Und er fragt: „Wie kann man annehmen, dass sich die Wohnungsnot beseitigen lässt, wenn man nur für das nackte Bedürfnis baut, anstatt die gestiegenen Ansprüche und die Wohnzufriedenheit, die neuen Wohnstile, die neue Gesellschaftsstruktur zu berücksichtigen?“ Die Architektur der Gründerzeit – so seine provozierende These – muss wieder zum Vorbild für den heutigen Wohnungsbau werden.

Der Bauwahn in Freiburg verdeckt bald das Münster. Teurer Neubau schafft aber meist keine bezahlbaren Wohnungen. (Foto: U. Glaubitz)

Die Mieten würden, so Guratzsch, gerade überwiegend in
Gründerzeitquartiere explodieren, die das bereithalten, was die Menschen am
meisten wollen: Nämlich all jene Vorzüge, die die „Leipzig-Charta zur
nachhaltigen europäischen Stadt“ der EU aus dem Jahre 2007 den Bürgern
versprochen hat. Aber solche Quartiere würden heute nicht mehr neu konzipiert,
sondern man rede vom „schnellen Bauen, von Kostengünstigkeit, gar von
Enteignung, die – Wohnungsbauexperten sollten es wissen – in der DDR zum
flächenhaften Verfall der Innenstädte geführt hat.“ Die zeitgenössische
Architektur, der moderne Städtebau habe den Vorzügen der Stadtteile aus der
Gründerzeit nichts Adäquates an die Seite zu stellen.

„Die Wirklichkeit stellt ganz andere Forderungen. Denn
die Gründerzeitquartiere sind ja nicht deshalb gefragt, weil sie alt sind.
Sondern weil sie all das bieten, was das urbane Leben spannend, unterhaltsam,
lebendig, „urban“ macht“, so Guratzsch. „Soziale Mischung, sogar im selben
Haus, kurze Wege, Läden und Kneipen, stille private, grüne Höfe, die mitten in
der Stadt eine abgeschirmte Idylle bieten — all das hält die Stadt der
Kaiserzeit bereit, die damals allein aus Privatmitteln erschaffen wurde, ohne
einen einzigen Pfennig ‚Staatsknete‘, ohne sozialen Wohnungsbau, ohne
Bürgerbefragungen, ohne Dutzende Forschungsinstitute und Hunderte
Forschungsreihen.“

Für heute stellt Guratzsch dagegen unmissverständlich fest: „Viele Bürgermeister, Planer, Wohnungsgesellschaften oder Immobilienkonzerne interessieren sich immer noch nicht dafür, wie zu dem jahrhundertealten Gesetz zurückgefunden werden kann, wonach gut gestaltete Städte ihren Preis wert sind. Sondern sie zeigen sich nur an Schnelle-mach-hurtig im Städtebau interessiert. Und so sehen die Ergebnisse heute auch aus.“

Unter Denkmalschutz: Die Gartenstadt in Freiburg Haslach.

Wenn wir uns bei Freiburg Lebenswert (FL) immer wieder
für den Erhalt des Stadtbildes eingesetzt haben, dann haben wir das gerade in
diesem Bewusstsein getan, dass die beste Stadtplanung in Freiburg bereits in
den Zeiten von Bürgermeister Winterer stattgefunden hat. Diese in die Moderne
weiter zu entwickeln heißt aber nicht dem „bequemen Trott und Schematismus der
trivialen Funktionalität“ zu folgen, wie Guratzsch schreibt, sondern „das
Leitbild der so erfolgreichen, auch noch nach mehr als 100 Jahren aktuellen und
beliebten Stadt neu zu beleben und sozial wie funktional gemischte, schöne und
lebendige Städte der kurzen Wege, der Energieeinsparung und des ökologischen
Gleichgewichts zu schaffen.“ Und er schließt mit der Feststellung: „Im
Städtebau fehlt es nicht an Geld, sondern an Geist.“

Siehe mehr bei: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article194994999/Architektur-Gruenderzeit-als-Vorbild-fuer-heutigen-Wohnungsbau.html




Bundeskabinett beschließt “Masterplan Stadtnatur”

Das Bundeskabinett in Berlin hat am 6. Juni 2019 ein Konzept beschlossen, das mehr Natur in die Städte bringen soll. Stadtnatur leiste einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel, heißt es in dem sogenannten Masterplan. „Selbst kleinere Grünanlagen könnten die Temperaturen im Vergleich zur bebauten Umgebung bereits um 3 bis 4 Grad senken. Ziele seien mehr unversiegelte Flächen, mehr Natur in Stadtparks, Sportstätten, Schulen und Kindergärten“ so berichtet der Deutschlandfunk.

Dies ist eine Forderung, die Freiburg Lebenswert (FL) schon lange immer wieder angemahnt hat und weiter anmahnt. So z.B. bei der Neugestaltung des Platzes der Alten Synagoge, der schließlich fast komplett versiegelt wurde, oder beim Protest gegen die vielen Baumfällungen und Flächenversiegelungen (z.B. durch den Neubau der Finanzschule in der Rheinstraße). Nun zeigt der Druck seitens der Bundesregierung hoffentlich Wirkung und bewirkt bei der Stadtverwaltung vielleicht ein Umdenken.

In der Mitteilung des Bundesumweltministeriums heißt
es dazu:

„Mit
insgesamt 26 Maßnahmen will die Bundesregierung die Kommunen dabei
unterstützen, die Arten- und Biotopvielfalt in unseren Städten zu erhöhen. So
sollen natürliche, grüne Lebensräume geschaffen werden, die nicht nur Pflanzen
und Insekten nützen, sondern den Stadtbewohnern grüne Oasen der Erholung
bieten.

Bundesumweltministerin
Schulze: “Mehr Stadtnatur ist gut für die Menschen und für die Natur. Der
jüngste Bericht des Weltbiodiversitätsrates hat uns deutlich vor Augen geführt,
wie dramatisch der Schwund unserer biologischen Vielfalt voranschreitet. (…) Wir
wollen daher mehr Natur in unsere Städte bringen. Wir wollen mehr unversiegelte
Flächen, mehr Natur in Stadtparks, privaten Gärten, Sportstätten, Schulen und
Kindergärten, an Gewässern, an Gebäuden und auf Brachen mit Grün.”

Vorschlag zur Gestaltung des Platzes der alten Synagoge, den Freiburg Lebenswert im Juli 2014 eingebracht hatte (Visualisierung: K. Zipsin)

Der
Masterplan Stadtnatur unterstützt Kommunen dabei, natürliche Lebensräume zu
schaffen. Das ist gut für die Artenvielfalt, aber auch für die Menschen in den
Städten. Zu den Maßnahmen zählt unter anderem ein neuer Förderschwerpunkt
Stadtnatur beim Bundesprogramm Biologische Vielfalt des BMU. Das
Bundesnaturschutzgesetz soll geändert werden, um die kommunale
Landschaftsplanung zu stärken. (…)

All diese
Maßnahmen dienen dazu, dass Stadtbewohner mehr Grün zur Naherholung vor ihrer
Haustür finden und dass Deutschlands Tier-, Insekten- und Pflanzenarten auch in
Städten gedeihen können.“

Siehe dazu: https://www.bmu.de/stadtnatur/

Insekten benötigen Blütenvielfalt in den privaten und öffentlichen Gärten der Stadt..

… und auf möglichst vielen Grünstreifen, Verkehrsinseln oder Plätzen! (Fotos: M. Managò)




Müllsünden konsequenter ahnden

Den folgenden Antrag (nach § 34 Gemeindeordnung) zum Thema „Bußgeldkatalog für Müllsünden“ hat die Fraktionsgemeinschaft FL/FF im Gemeinderat am 16. April 2019 an OB Martin Horn geschickt. Sie fordert darin die Bußgelder für Müllsünden  drastisch zu erhöhen und Vergehen konsequent zu ahnden — so, wie dies andere Städte nach Inkrafttreten des neuen Bußgeldkatalogs in Baden-Württemberg schon getan haben.

Sehr geehrter
Herr Oberbürgermeister,

der neue
Bußgeldkatalog des Landes ist seit Dezember 2018 in Kraft. Die Spanne der
Bußgelder reicht nun von 50 bis 250 Euro. Für scharfkantige Gegenstände, etwa
Glasscherben, erhöht sich der Rahmen sogar von 100 auf 800 Euro.

In der Stadt
Mannheim wurden aufgrund dieser Änderung die Bußgelder für Müllsünden drastisch
erhöht. Für das Wegwerfen einer Kippe oder eines Papiertaschentuches werden
jetzt 75 Euro fällig, ein auf den Boden gespuckter Kaugummi kostet gar 100
Euro. Die Stadt Mannheim wird in den kommenden Wochen gezielt dafür werben,
“dass sich alle an die Regeln halten und die Abfallbehälter
benutzen”. Auch wird der städtische Ordnungsdienst in Mannheim verstärkt
kontrollieren, auch in Zivil, und die erhöhten Geldbußen verhängen.

Plakat aus der Schweizer Gemeinde Horgen (Foto: Prof. Klaus Rückauer)

Auch in
anderen Städten werden Bußgelder erhoben. Z.B. kostet das Wegwerfen einer Zigarettenkippe
in Hannover und Dresden 10 Euro, in Dortmund und Nürnberg 15 bis 35 Euro, in
Frankfurt 30 Euro, in Hamburg und München 55 Euro.

Wie wir alle
wissen, ist weggeworfener Müll ein Problem aller Innenstädte, auch in Freiburg,
und verursacht enorme Kosten für dessen Beseitigung. Laut BZ hält es Minister
Franz Unter-steller (Grüne) für “konsequent, diejenigen zu belangen, die
vorsätzlich geschützte Umwelt-güter gefährden oder schädigen”.
Bürgermeister Specht, der für Sicherheit und Ordnung zuständige Bürgermeister
in Mannheim, sagt: “Sauberkeit erhöht nicht nur die Aufenthalts-qualität,
sondern wirkt sich immer auch unmittelbar auf das subjektive Sicherheitsempfinden
der Passanten aus.”

Wir vertreten den Standpunkt, dass auch in Freiburg die Strafen für Müllsünden angehoben werden sollen. Der kommunale VD sollte verstärkt kontrollieren und Vergehen konsequent ahnden. Deshalb beantragen wir, dieses Thema in den entsprechenden Ausschüssen und im Gemeinderat zu behandeln.




Kritik an der Planung moderner Vorstädte

“Warum schaffen wir es eigentlich nicht, einen Städtebau zu machen, in dem sich unsere Gesellschaft wohl fühlt?”

Das fragt Professor Christoph Mäckler, Architekt und Stadtplaner mit Weltruf, sehr kritisch nach. Er hat in Freiburg zum Beispiel den oft gelobten Umbau des Augustinermuseums verwirklicht. In einem Beitrag des MDR vom 20. Februar 2019 verbindet er diese Kritik an der modernen Architektur mit der Kritik an der Bauhaus-Tradition, die in Deutschland leider vorherrsche. Anlass ist des 100-jährige Jubiläum des Bauhauses.

So heißt es im MDR-Beitrag: „Ein Blick in die heutige
Stadt zeigt auch: Die Menschen wollen nicht in weißen Klötzen oder abweisenden
Vorstädten wohnen. Sie ziehen in gut sanierte Altbauten, bevorzugen
geschlossene Plätze und sitzen dort gern im Café. Architekt Mäckler wünscht
sich deshalb die Stilelemente zurück, die das Bauhaus ablehnte: “Wir
müssen versuchen, Elemente, die es in den Jahrhunderten vor dem Beginn des 20.
Jahrhunderts gab, wieder in unserer Architektur zurückzuerobern.”

„Quadratisch, praktisch und schlicht – so sieht Architektur heute oft aus.“

Ohne das Bauhaus wäre diese Idee nicht denkbar gewesen. Im Beitrag kommt auch der Architekturexperte Dankwart Guratzsch zu Wort. Er ist sich sicher, „dass durch die Bauweise in Satellitenstädten samt Plattenbauten viele Probleme entstehen – sowohl soziale als auch ökologische“. Bewohner würden aus der eigentlichen Stadt ausgegliedert. Dazu käme: “Die serielle Bauweise erzieht den Einzelnen zur Gleichförmigkeit und macht ihn zu einer Ameise im Stadtganzen. Der Individualismus geht verloren, der noch in der Gründerzeit in jedem einzelnen Baublock gepflegt wurde”.

Das Bauhaus habe, so Guratzsch, versucht, das Bauen zu
industrialisieren. Damit habe es aber auch die Grundlagen für anonymisiertes
Wohnen geschaffen. Er hält die traditionelle Blockbauweise aus der Gründerzeit
jedoch für viel geeigneter – „mit den untereinander verbundenen und reich
verzierten Häusern, die Wand an Wand gebaut sind“, wie er in dem MDR-Beitrag feststellt.
Wolfgang Thöner, Leiter der Sammlung der Stiftung Bauhaus, betont, dass die „Bauhaus-Idee“
ein Experiment gewesen sei. Wichtig sei es, „dass man jedes Experiment
hinterher einschätzt und die richtigen Schlussfolgerungen zieht“ – und Fehlentwicklungen
korrigiert.

Auch der Entwurf für Dietenbach sieht wieder genau so
aus, wie die Experten es kritisieren: „Einförmig, eckig und schlicht – vier
Wände, Glas, Stahl, Beton und ein Flachdach.“ Auf Mäckler wirken diese
einheitlichen Vorstädte, „in denen heute zehntausende Menschen leben, klinisch
und abweisend“.

Es lohnt sich, den Beitrag zu lesen: https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/dessau/dessau-rosslau/kritik-an-bauhaus-architektur-100.html

…und das Video anzuschauen: https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/dessau/dessau-rosslau/video-276546_zc-2080e25c_zs-a8eb16dc.html

Monotone, monströse Neubau-Luxuswohnungen im Bauhaus-Stil, in der Sebastian-Kleipp-Straße in Herdern. (foto: M. Managò)