Beiträge zum Thema

Hier finden Sie alle Beiträge, die auf der Homepage zum Thema SC-Stadion bzw. Stadion-Neubau bisher veröffentlicht wurden:

Diskussion um Stadion-Neubau geht weiter (12/9/2017) -
Die Start- und Landebahn des Flugplatzes Freiburg; davor die Madisonallee

Der Sender „Baden TV Süd“ hat einen Beitrag zur Planung des SC-Stadions im Wolfswinkel bzw. zur „Spiegel-Lösung“ der Gegner dieses Standorts veröffentlicht und schreibt auf seiner Homepage dazu: „Die Diskussion um den geplanten Neubau des SC Freiburg Stadion geht weiter. Nach dem Beschluss des Freiburger Gemeinderats und dem Ergebnis des Bürgerentscheids soll der Standort für das neue Fußballstadion im Wolfswinkel am Flugplatz sein. Doch die Stadion-Gegner sehen dort unter anderem die Funktion des Flugplatzes beeinträchtigt. Auch der Naturschutz wird ihrer Meinung nach nicht ausreichend berücksichtigt. Deswegen haben sie bei der Stadt nun einen alternativen Vorschlag eingereicht.“ Gemeint ist die sog. „Spiegel-Lösung“ unweit des Wolfswinkels, die tatsächlich eine Lösung aller Probleme bieten würde.

Siehe den TV-Beitrag unter: https://baden-tv-sued.com/diskussion-um-stadion-neubau/

Nach wie vor ist der bisher geplante Standort im Wolfswinkel nicht genehmigt. Einige Gutachten (zur Flugsicherheit und zum Lärm) sagen, dass es dort nicht genehmigungsfähig sein wird. Die Stadt verweist auf eigene Gutachten, doch auch da sind noch nicht alle Ergebnisse veröffentlicht. Vor allem bei der Flugsicherheit (vor allem in Bezug auf die gefährlichen Leewindverwirbelungen durch den großen Stadion-Körper) wird ein KO-Kriterium für die weitere Stadion-Planung im Wolfswinkel erwartet.

Nun muss sich die Stadt mit der Spiegel-Lösung beschäftigen. Sollte der bisherige Standort im Wolfswinkel wirklich nicht genehmigungsfähig sein (und alles deutet darauf hin), dann wird der Stadt – und vor allem dem bald im Wahlkampf stehenden OB Salomon – nichts anderes übrig bleiben, als die Spiegel-Lösung zu akzeptieren. Andernfalls müsste der OB eine totale Planungspleite zugeben, könnte sein Versprechen nicht einhalten, den Motorflugbetrieb ohne Einschränkungen zu erhalten, und er müsste öffentlich eingestehen, sich mit dem Beharren auf dem Standort Wolfswinkel total vergaloppiert zu haben. Ganz zu schweigen von den Kosten, die man mit der bisherigen Planung und den schon eingeleiteten Bautätigkeiten verursacht hat, obwohl man wusste, dass das Stadion noch nicht genehmigt war.

Die Spiegelvariante zur Stadionplanung (Grafik: C. Maschowski)
Fehlende Genehmigung zum Stadionbau (9/28/2017) -
Die Start- und Landebahn des Flugplatzes Freiburg; davor die Madisonallee

Auf der letzten Sitzung des Gemeinderats am 26. September 2017 hielt unsere Stadträtin Gerlinde Schrempp (FL) für die Fraktionsgemeinschaft Freiburg Lebenswert / Für Freiburg (FL/FF) zum Thema Neues Fußballstadion im Wolfswinkel (Information über das VOB-Verfahrens und weiterer Sachstand, GR Drucksache G-17/183) folgende Rede:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

zum VOB-Verfahren äußere ich mich nicht, mich interessiert in erster Linie der weitere Sachstand.

  1. Die Anfrage von FL/FF vom 31.08.2017 ist leider noch nicht beantwortet. Die Genehmigungsfähigkeit des Standortes für ein neues Fußballstadion im Wolfswinkel ist nach wie vor nicht ausgesprochen, wenn doch, müsste der Gemeinderat informiert werden. Die bauvorbereitenden Maßnahmen im August d.J. stehen im Widerspruch zu den naturschutzrechtlichen Vorgaben, das konnte Herr Dr. Schaich bisher auch nicht entkräften. Aber diese Ungereimtheiten sind ja Inhalt einer Anzeige gegen die Stadtverwaltung und wir haben abzuwarten, was dieser Anzeige folgen wird. Aber nach meinem Dafürhalten hätte doch zumindest der Umweltausschuss rechtzeitig informiert werden müssen, warum ist das nicht passiert?
  2. Ich hatte im letzten Hauptausschuss darum gebeten, dass die neuesten Schreiben des Regierungspräsidiums dem Gemeinderat vorgelegt werden. Was heute hier vorliegt ist nach meinem Kenntnisstand nicht umfassend, weshalb ich ausdrücklich darum bitte, im Protokoll zu vermerken, dass das letzte dem Gemeinderat vorgelegte Schreiben des Regierungspräsidiums vor vielen Monaten, sogar Jahren datiert.

    Stadträtin Gerlinde Schrempp (FL)

    Die Querwindkomponenten, die durch den massiven Baukörper des neuen Stadions entstehen werden, bedeuten eine drastische Gefahr für Leib und Leben der Piloten und ihrer Passagiere. Diese Querwinde sind in den fehlerhaften Gutachten, auf die die Verwaltung sich permanent bezieht, nicht in dem Maße berücksichtigt, wie es wirkliche Fachleute verlangen. Und genau dazu muss und wird das Regierungspräsidium sich vor der Genehmigung äußern. Wie ich schon x-mal hier dargelegt habe, geht es aber keineswegs nur um Leib und Leben der Piloten, bei einem querwindbedingten Flugunfall – ich vermeide jetzt hier den Fachbegriff Leewindverwirbelungen, der im vorletzten Bauausschuss bei Herrn Thoma so große Heiterkeit hervorgerufen hat. Nein Fußgänger, Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer an der Madisonallee oder Granadaallee sind ebenso gefährdet. Dieser Tatsache ist sich die übergeordnete Genehmigungsbehörde durchaus bewusst, weshalb ja auch noch keine Genehmigung des Bauvorhabens vorliegt. Deshalb verlange ich hier nochmals ausdrücklich, dass der Gemeinderat über die Schreiben des Regierungspräsidiums informiert wird, damit auch der interessierte Bürger nachvollziehen kann, dass alle derzeit laufenden bauvorbereitenden Maßnahmen nur dazu dienen, unumkehrbare Tatsachen zu schaffen.

Verfälschende Aussagen und respektlose Unterstellungen (9/4/2017) -

Die drei Stadträte Walter Krögner (SPD),  Ernst Lavori (SPD),  Gerlinde Schrempp (FL) haben an Oberbürgermeister Dieter Salomon einen Brief geschrieben, in dem sie sich auf einen Artikel in der Badischen Zeitung (BZ) vom 02.09.2017 mit der „Vergrämung am Wolfsbuck weckt Argwohn von Räten“ beziehen. Sie wenden sich gegen verfälschende Aussagen und respektlose Unterstellungen von Baubürgermeister Martin Haag, die dieser gegenüber der BZ geäußert hat. Gerne möchten wir den Brief hier im Wortlaut dokumentieren und wiedergeben:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

der og. Artikel in der heutigen BZ veranlasst uns zu diesem Schreiben. Wir betrachten unsere Arbeit als Stadträte in erster Linie unter dem Aspekt der kollegialen Zusammenarbeit, die vor allem den Fokus auf Transparenz in der Vorgehensweise sowohl von Verwaltung wie auch Stadträten legt. Wir weisen daher die Formulierungen von Herrn Bürgermeister Haag entschieden zurück, die „Stadträte sollen genauer recherchieren und die Drucksachen für den Gemeinderat lesen“.

Zunächst stellen wir fest, dass es eine Respektlosigkeit ist, in der Zeitung solche Unterstellung auszusprechen, denn wir lesen sehr  genau die Drucksachen und sehen uns als Stadträte in der Pflicht, dann Fragen zu stellen, wenn Ungereimtheiten auftreten.

  1. Beim angesprochenen Gemeinderatsbeschluss standen den Räten keine Primärgutachten den Umweltschutz betreffend zur Verfügung.
  2. Es wurde bei der Beschlussfassung lediglich „Zusagen der Naturschutzbehörden prognostisch in Aussicht gestellt“, die aber nur Eidechsen und Vögel, jedoch nicht Wildbienen und anderen Insekten betrafen.
  3. Genehmigungen für Vergrämungsmaßnahmen bei den betroffenen Tierarten – Eidechsen, Wildbienen, Heuschrecken u.a. – obliegen unseres Wissens nicht der „Unteren Naturschutzbehörde“ sondern erfordern die Genehmigung durch die „Mittlere bzw. Höhere Naturschutzbehörde“. Wir haben ausdrücklich danach gefragt, ob diese Genehmigungen erfolgt seien. Vor allem ist der Zeitpunkt, in dem diese Vergrämungsmaßnahmen erfolgt sind, ausdrücklich per Gesetz verboten. Dies wurde von anderen Behörden ausdrücklich bestätigt.
  4. Ausnahmegenehmigungen können erteilt werden, wenn „Gefahr im Verzug“ ist. Das müsste aber erst einmal festgestellt werden. Wir sehen keine Gefahr im Verzug.

Herr Bürgermeister Haag sagt in dem Artikel aus, dass „Häckselmaterial und Folien“ die Umgebung für die betroffenen Tierarten unattraktiv machen sollen. Das ist eine absolut verfälschende Aussage, denn der Boden wurde bis zu einer Tiefe von 20 cm gehäckselt,  danach mehrfach gewalzt. Das ist keine Vergrämung sondern eine Zerstörung von Fauna und Flora.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sogar Herr Ministerpräsident Kretschmann sorgt sich um die Tier- und Pflanzenwelt im Land. Er sprach vor allem das Bienensterben, den Rückgang der Insekten an. Wir Stadträte wurden von Bürgermeister Haag in unzulässiger Weise diskreditiert, obwohl wir genau das tun, was unsere Aufgabe ist, nämlich nachzufragen. Das ist Recherche!

Wir erbitten zeitnah Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen

gez:  Walter Krögner,  Ernst Lavori,  Gerlinde Schrempp

Siehe  den Artikel in der BZ: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/fuer-vorbereitende-arbeiten-muessen-mehrere-tierarten-vergraemt-werden–141318358.html

Siehe auch: https://freiburg-lebenswert.de/verbotene-massnahmen-der-stadtverwaltung-am-wolfsbuck/

Der Wolfswinkel: Hier wollen SC und Stadt das neue Stadion bauen (Foto: BI pro Flugplatz).
Verbotene Maßnahmen der Stadtverwaltung am Wolfsbuck? (9/2/2017) -

Folgende Anfrage vom 31. August 2017 hat die Fraktionsgemeinschaft Freiburg Lebenswert / Für Freiburg (FL/FF) an OB Dr. Dieter Salomon geschickt. Die darin angesprochenen Maßnahmen der Stadtverwaltung sind gravierend und könnten (zumindest teilweise) strafbare Handlungen beinhalten (?). Anzeigen wurden jedenfalls bereits erstattet und Umweltorganisationen haben sich bereits eingeschaltet. Es geht um folgenden, in der Anfrage beschriebenen,  Sachverhalt:

„Von zahlreichen Bürgern im Freiburger Westen wurden wir angesprochen, dass auf dem Flugplatzgelände, unmittelbar am Fuße des Wolfsbucks, seit dem 17.08.2017 im Bereich des geplanten neuen Fußballstadions umfangreiche Bodenarbeiten durchgeführt werden. Außerdem wurden in diesem Areal in den vergangenen Tagen mehrfach der geschützte Magerrasen gemäht, Teilbereiche davon sogar gehäckselt, gewalzt und danach mit einer luftdichten Folie abgedeckt. Da diese Maßnahmen in einer Zeit stattfinden oder stattfanden, obwohl lt. Bundesnaturschutzgesetz solche Eingriffe in die Natur verboten sind, bitten wir um zeitnahe Beantwortung der nachfolgenden Fragen:

1.) Welche Behörde hat die Genehmigung für diese Maßnahmen erteilt und wer hat den entsprechenden Antrag gestellt?

2.) Zu welchem Zweck wurden diese massiven Eingriffe in den Lebensraum Dutzender gefährdeter Tierarten durchgeführt?

3.) Warum wurde dieser Eingriff in die Natur zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausgeführt, obgleich für das geplante Stadion weder eine Planreife noch eine Baugenehmigung vorliegt? Sollen hier unumkehrbare Tatsachen geschaffen werden?

4.) Warum wurde dieser Eingriff in die Natur im August vorgenommen, zu einem Zeitpunkt wo es viele verschiedene Arten von Eidechsenjungtieren gibt und dort besonders viele bedrohte Wildbienenarten vorkommen? Laut § 44 Abs. 1 BNatSchG ist die-se Vorgehensweise verboten und stellt somit eine Straftat dar, zumal im aktuellen Fall keineswegs Gefahr im Verzug vorliegt.

5.) Weshalb wurden diese Maßnahmen nicht im Umweltausschuss besprochen und wa-rum erhielten die Stadträte keinerlei Information über das Vorgehen?

6.) Warum wurden die unter Artenschutz stehenden Tiere nicht vorschriftsmäßig von Hand eingesammelt und umgesiedelt wie es z.B. im Falle einer aufgelösten Gärtnerei (Gärtnerei Fichter) in Freiburg-Haslach Auflage für die Eigentümer war?

7.) Was kosten diese Eingriffe und wer bezahlt sie? Wurden die Gelder dafür freigegeben?“

Hier die vollständige Anfrage: Anfrage Massnahmen-Wolfsbuck

Siehe auch: http://bi-pro-wolfswinkel.de/strafbare-massnahmen-der-stadtverwaltung-am-wolfbuck/

Eine Badische Lösung: Die Spiegelversion zur Stadionplanung (8/25/2017) -
Die Start- und Landebahn des Flugplatzes Freiburg; davor die Madisonallee

Im STADTKURIER vom 24. August 2017 ist auf der dritten Seite eine ganzseitige Anzeige der Fraktionsgemeinschaft FL/FF unter der Überschrift „Zustimmung der Betroffenen für die Spiegel-Lösung“ erschienen. Gemeint ist die von den Fliegern vorgeschlagene gespiegelte Version der Stadionplanung im Wolfswinkel. Diese wäre ein Kompromiss, mit dem alle Betroffenen und Beteiligten leben könnten, eine echt „Badische Lösung“.

Siehe: https://freiburg-lebenswert.de/wp-content/uploads/2015/10/Anzeige_008_FL-FF_Anzeige_Stadtkurier_Aug_2017.pdf

Stadträtin Gerlinde Schrempp (FL) beschreibt darin, worum es geht:

Viele Bürger fragen sich, warum erst zu einem so späten Zeitpunkt von den Fliegern diese Variante vorgelegt wurde.

Stadträtin Gerlinde Schrempp (FL)

Der Grund ist, dass auch dem Gemeinderat während des gesamten Verfahrens vorgegaukelt wurde, dass man mit einer höchstens eineinhalbstündigen Sperrung an Spieltagen zu rechnen habe. Erst am 24. November 2016 wurde bekanntgegeben: Die Gutachter schrieben jetzt, dass der Flugbetrieb sieben Stunden gesperrt werden müsse. Das würde bedeuten, dass an den gesamten Spieltagen, aber auch an anderen zu erwartenden Veranstaltungen der Flugbetrieb zum Stillstand käme. Denn wer fliegt schon weg, wenn er nicht mehr zurückkommen kann, ebenso wer würde Freiburg anfliegen, wenn er später nicht mehr zurückfliegen kann.

Danach wurden vor allem die Unternehmen auf dem Flugplatz aktiv. Auf eigene Kosten haben sie ein renommiertes Architekturbüro beautragt, die vorliegende Spiegelvariante  auszuarbeiten. Das haben sie in wenigen Monaten geschafft, während die Stadtverwaltung dazu viele Jahre gebraucht und unglaublich viel Geld ausgegeben hat.

Was würde die Spiegelvariante für die Bewohner der angrenzenden Stadtteile, aber natürlich auch für die Gesamtstadt bringen?

  • Erhebliche Minderung des Lärms für die Anwohner im Stadtteil Mooswald durch doppelte Entfernung des Stadions.
  • Deutlich bessere Erschließung des Stadions mit kürzeren Wegen.
  • Kein Eingriff in den „Müllberg“ durch Verschiebung der Zufahrtsstraße nach Osten – erhebliche Baurisikominderung und
    Kostenersparnis.
  • Erheblich geringere Belästigung der Anwohner durch Fußballfans.
  • Parkplätze deutlich näher an der Neuen Messe, dadurch echte Synergieeff ekte, Park & Ride-Plätze.
  • Kein Zeitverlust durch Rechtsstreitigkeiten wegen unkündbarer Nutzungsverträge mit Flugplatznutzern.
  • Keine Gefährdung des Flugbetriebs durch Turbulenzen im Leewindfeld hinter dem Stadionkörper.
  • Keine Sperrung des Flugplatzes während der Spiele.
  • Fortbestand und Zuverlässigkeit der Organ- und Rettungsflüge.
  • Kein Zeitverlust durch Widersprüche/Klagen von Anwohnern.
  • Bessere Nutzbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Stadions.
  • Problemloser ÖPNV-Anschluss des Stadions über vorhandene Endhaltestelle Neue Messe. Dadurch keine Gefährdung von Menschen an der Bedarfshaltestelle.
  • Erhebliche Vorteile für den Naturschutz.
  • Deutlich weniger kostenintensive Ausgleichsflächen notwendig.
  • Da die bisherige Planung im Kern beibehalten werden kann, keine neuen Gutachten erforderlich.
  • Kostenneutral oder sogar kostensenkend.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
mit der Spiegellösung ist der Fortbestand des Flugplatzes gesichert mit all seinen Funktionen: Klima-Wirkung, Artenschutz, Naherholungsgebiet, Organ- und
Rettungsflüge Tag und Nacht. Mit der entwickelten Spiegellösung könnte Oberbürgermeister Dr. Salomon sein Versprechen vom 6. Juni 2013 einhalten „Der Motorflugbetrieb wird nicht  eingeschränkt“. Aber auch die zu Freiburg gehörenden Segelflieger könnten auf dem Flugplatz ihren Sport weiterhin betreiben.

Gerlinde Schrempp, Stadträti n FL/FF

Die Spiegelvariante zur Stadionplanung (Grafik: C. Maschowski)
Offenlage wegen SC-Stadion: Bitte um Bürgerbeteiligung (6/28/2017) -
Der Wolfswinkel: Hier wollen SC und Stadt das neue Stadion bauen (Foto: BI pro Flugplatz).

Die Offenlage zum Bau des SC-Stadions im Wolfswinkel läuft. Alle BürgerInnen oder Institutionen, die Einwendungen gegen die Planung oder das Bauvorhaben haben, sollten diese bis zum 7. August 2017 vorbringen. Dann endet die Offenlage der Pläne, und damit läuft auch die Frist für Einsprüche, die sich gegen die Planung richten, ab.

An den meisten Argumenten gegen den Bau des Stadions im Wolfswinkel hat sich nichts geändert:

  • Millionenschwere Belastung der Steuerzahler für einen millionenschweren Profi-Club,
  • fehlende Ausgleichsflächen für die Zerstörung der Naturflächen (sogen. Magerrasen),
  • fehlende Gutachten und Maßnahmen zum Lärmschutz,
  • fehlerhafte Gutachten zur Vereinbarkeit von Stadion und Flugbetrieb (Stichwort: lebensbedrohliche Luftverwirbelungen) und damit fehlende Genehmigungsfähigkeit des Stadions,
  • starke Einschränkung der Rettungs- und Organtransportflüge,
  • nicht gelöste Verkehrsprobleme usw.
  • Bereits heute werden zahlreichen wertvollen Projekten im sozialen, sportlichen oder kulturellen Bereich dringend benötigte Zuschüsse verweigert unter Verweis auf die enge Finanzlage der Stadt.
  • Mit der gleichen Argumentation werden dringend notwendige Schulgebäude- und Sporthallensanierungen sowie die Instandhaltung von Ingenieurbauwerken (Brücken, Tunnel, etc.) auf die lange Bank geschoben.

Davon ist ein großer Teil der Bevölkerung mit erheblichen Nachteilen betroffen. Insofern verändert das Stadion das Leben in dieser Stadt weit mehr als nur am Flugplatz.

Jede/r Bürger/in kann und sollte sich beteiligen.
Diese Entscheidung hat weitreichende Bedeutung für unsere Stadt. Bitte bringen Sie jetzt alle Einsprüche und Bedenken gegen die aktuellen Baupläne vor, indem Sie einen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg (Dr. Dieter Salomon, Rathausplatz 2-4, 79098 Freiburg; buergermeisteramt@stadt.freiburg.de) schicken.

Argumente und Fakten gegen den Bau des Stadions im Wolfswinkel finden Sie auf der Homepage von Freiburg Lebenswert unter: https://freiburg-lebenswert.de/sc-stadion/argumente-fakten/

Es soll ausdrücklich betont werden, dass wir in Anerkennung des Bürgerentscheids den Bau eines Stadions unterstützen – allerdings in der Spiegelvariante anstelle des vorgesehenen Standorts.

Erinnert sei aber auch an die Vernichtung großer, wertvoller Grünflächen, die das Klima der Stadt negativ beeinflussen wird:

Fehlende planerische Vorausschau der Stadt (5/30/2017) -

An dieser Stelle möchten wir auch die Rede des Fraktionsvorsitzenden von FL/FF, Dr. Wolf-Dieter Winkler, die er im Gemeinderat am 23.05.2017 zu den Tagesordnungspunkten 9, 10 und 11 (alle zum SC-Stadion) gehalten hat dokumentieren (siehe PDF-Datei unten) und in Auszügen hier wiedergeben:

„Wir werden den drei Druckvorlagen, die den Bau des SC-Stadions auf der jetzt vorgesehenen Fläche im Wolfswinkel zum Ziel haben, nicht zustimmen. Schon allein deswegen, weil wir der Meinung sind, dass ein Aufstellungs- und Offenlagebeschluss zum jetzigen Zeitpunkt aus verschiedenen Gründen noch nicht entscheidungsreif ist. Daher auch unser heutiger Absetzungsantrag. Hier sollen offensichtlich vollendete Tatsachen geschaffen werden.

Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler (FL)

Die Kritikpunkte an diesem Standort sind sattsam bekannt, wobei für mich persönlich die ökologischen Bedenken den größten Stellenwert einnehmen. Ich kann einer Bebauung, die die großflächige Vernichtung von Magerrasen mit seiner Fauna und Flora vorsieht, nicht zustimmen. Ich sehe auch die Aufhebung seiner Funktion als Kaltluftfläche für die umliegenden Stadtteile als einen schwerwiegenden Fehler an. Nicht nur der Stadtteil Mooswald profitiert von dieser Kaltluftfläche, sondern auch die östlich gelegenen Stadtteile Brühl-Beurbarung, Herdern und Zähringen. Es ist grotesk, dass über Jahrzehnte der Fünffingerplan die Basis der Freiburger Stadtentwicklung war und nun von heute auf morgen angeblich hinfällig ist.

Was uns aber besonders ärgert, ist die fehlende planerische Vorausschau in dieser Stadt. Entscheidungen werden ad hoc getroffen, aber auch politische Aussagen von jetzt auf gleich über Bord geworfen. So hatten die letztmaligen OB-Kandidaten, darunter die jetzigen Bürgermeister Salomon und von Kirchbach sich 2011 vehement gegen ein neues Stadion ausgesprochen. Schon kurz nach der OB-Wahl war diese Aussage von Salomon und von von Kirchbach Makulatur, nach dem Motto, was geht mich mein Geschwätz von gestern an. (…)

Daher hier nochmal unser Appell an die Bürgermeisterriege, an die Bauverwaltung, an den Gemeinderat und an den SC Freiburg. Lassen Sie uns die Fliegervariante unvoreingenommen und ernsthaft untersuchen. Wir sind überzeugt, dass diese Variante die wesentlich bessere ist. Und sie hat das Zeug dazu, die unversöhnlichen Diskrepanzen zwischen dem SC Freiburg und einem Großteil seiner Fans auf der einen und auf der anderen Seite einem nicht unerheblichen Teil der Freiburger Bevölkerung, darunter die Mooswälder, die Umweltschützer und die Flieger, zu befrieden. Ein eindringliches Bemühen zur Befriedung der Situation sind wir alle der tief gespaltenen Stadtgesellschaft schuldig!“

Hier die Rede im Wortlaut:  Rede zum SC-Stadion am 23.05.2017

Dürftiges Politikverständnis statt Vernunft und Verantwortung (5/25/2017) -

Gerne möchten wir hier einen Diskussionsbeitrag unseres politischen Freundes und Fraktionskollegen Prof. Dr. Klaus-Dieter Rückauer (Für Freiburg) veröffentlichen.  In dem folgenden Beitrag hat er sein Entsetzen von der Seele geschrieben — über die Diskussionskultur, die Feindseligkeit, die Geschmacklosigkeiten und den damit verbundenen entlarvenden Sprachstil vieler seiner politischen Kontrahenten im Gemeinderat, aber auch von Baubürgermeister Haag und SC-Präsident Keller. Hier sein Beitrag im Wortlaut:

Stadtrat Prof. Dr. Klaus-Dieter Rückauer (Für Freiburg)

„Die Debatte über die Beschlussfassungen bezüglich des Stadion-Neubaus im Gemeinderat am 23.5.2017 wie auch in der Öffentlichkeit offenbarte die teilweise krass unterschiedlichen Standpunkte. Bei einem Projekt mit derart weitreichenden Folgen für die ganze Stadt und so großer Bedeutung ist dies zu erwarten. Nicht zu erwarten und keinesfalls hinnehmbar ist jedoch der Stil, in dem von manchen im Gemeinderat und außerhalb die Debatte geführt wird. Da ist als Vorwurf an unsere Fraktion die Rede von undemokratischem Verhalten, weil wir auf der unvoreingenommenen Prüfung des Alternativ-Vorschlags bestehen. Dessen Überlegenheit in sachlichen Kriterien ist bei sorgfältiger Betrachtung für jeden gut erkennbar. Insofern ist es ein Gebot von Vernunft und Verantwortung, jede sinnvolle Option zu prüfen, und mitnichten undemokratisches Verhalten. Es muss sich nun zeigen, ob bei den zuständigen Personen genügend Aufgeschlossenheit und mentale Flexibilität besteht, die bisherige Planung zugunsten einer besseren zu verändern.

Sprache hat Bedeutung. Das zeigt die Wortwahl in dieser Debatte mit Nachdruck: Wir kämen mit einem „Störfeuer“ „um die Ecke“ – nein, wir gehen geradeaus auf dieses Thema zu; und die mehrfache Verwendung militärischer Begriffe offenbart ein Denken in Feindseligkeit, das von sachlicher Abwägung weit entfernt ist. Ähnlich – weil wir auf die unvermeidliche Behinderung von Organtransporten hinweisen – der zynische Missgriff, uns den Gedanken an „überfüllte Leichenhallen“ zu unterstellen: eine unerhörte Geschmacklosigkeit. Konsequenterweise wird uns die perfide Absicht nachgesagt, wir wollten durch taktische Verzögerung dem SC und der Stadt schaden. Das dümmliche Etikett „Stadiongegner“ wurde uns ja bereits beim Bürgerentscheid verpasst; wie unsinnig dies ist, zeigt sich an der Tatsache, dass wir die Spiegelvariante – und damit ein Stadion für den SC – aktiv unterstützen und dringend empfehlen, diese zu realisieren.

Die Debatte in einem solchen Stil zu führen, ist entlarvend. Wir bedauern dieses dürftige Politikverständnis und hoffen sehr, dass künftige Auseinandersetzungen in sachgerechter Form geführt werden.“

Prof. Dr. Klaus-Dieter Rückauer

Neues SC-Stadion als gespiegelte Version (5/25/2017) -

Eine Alternativplanung liegt seit zwei Wochen auf dem Tisch. Wie zu erwarten, lehnen Bau-BM Haag und SC-Präsident Keller diese jedoch ab. Herr Keller nennt den Vorschlag ein Störfeuer, mit dem man jetzt um die Ecke käme. Eine bemerkenswert demokratische und bürgerfreundliche Einstellung! Diese Alternativplanung hat vor allem zum Ziel, die Gräben zwischen den Freiburger Bürgern nicht weiter zu vertiefen, sondern eine Befriedung herbei zu führen. Bei genauem Lesen der vorliegenden städtischen Gutachten ist zu sehen, dass es keineswegs um geringfügige, sondern um drastische Überschreitungen geht, weshalb ja auch bis heute keine Genehmigung durch das Regierungspräsidium vorliegt.

Wenn man statt platter Sprüche die Alternative ernsthaft prüft, kann man nur überzeugt sein. Alle Beteiligten wären Gewinner:

  1. Es gibt keine Lärmproblematik und erheblich geringere Verkehrsprobleme mit den angrenzenden Stadtteilen.
  2. Die neue Straße zwischen Granada-Allee und Madison-Allee entfällt, die Variante ist deutlich kürzer. Vor allem muss der Müllberg nicht teilweise abgegraben werden, so dass Kosten in Höhe von mindestens sechs Millionen Euro komplett eingespart werden.
  3. Die Flugsicherheit ist in keiner Weise in Frage gestellt, weil sich der Stadionkörper nicht im Lee-Windfeld befindet und dadurch keine Verwirbelungen auf der Start-Landebahn erzeugt.
  4. Es werden durch deutlich geringeren Flächenverbrauch bei Weitem weniger Ausgleichsflächen notwendig: eine erhebliche Kostenreduzierung.
  5. Dennoch kann in diesem Bereich ein neues Eisstadion errichtet werden.
  6. Die neue Haltestelle bedient die Messe, das Stadion, die Möbelhäuser und das Eisstadion und beinhaltet dort keinerlei Gefährdung der Fahrgäste.
  7. Die neu zu erstellenden Hallen bieten die Möglichkeit, die Dächer zu begrünen, was neben dem ökologischen Gewinn ebenfalls wieder weniger Ausgleichsflächen bedeutet, damit Kostenersparnis.
  8. Durch das angedachte Parkhaus würden riesige Parkflächen entfallen, der SC hätte dafür ein drittes Trainings-Spielfeld zur Verfügung.
  9. Es könnten langwierige juristische Auseinandersetzungen überflüssig werden, was der Verwaltung und dem SC doch auch entgegen käme.

Wir empfehlen dem Leser, die ausführliche Planung auf der Homepage der BI Pro Flugplatz Freiburg e.V. anzuschauen und sich selbst ein Bild zu machen.

Gerlinde Schrempp
(für das „Amtsblatt“ der Stadt Freiburg)

Siehe: http://www.pro-flugplatz-freiburg.de/neues-sc-stadion-kleine-aenderung-grosse-wirkung/

Sowie: https://freiburg-lebenswert.de/neues-besseres-konzept-fuer-das-sc-stadion/

Neues, besseres Konzept für das SC-Stadion (5/19/2017) -
Die Start- und Landebahn des Flugplatzes Freiburg; davor die Madisonallee

Bei der Planung für das SC-Stadion auf dem Flugplatz ergeben sich immer mehr Schwierigkeiten: Belastungen der Anlieger durch Lärm, für den Sportclub wegen Nutzungsbeschränkungen und für die Flugplatznutzer durch erhebliche Gefährdung des Flugbetriebs und Sperrungen des Flugplatzes bei Stadionbetrieb, für das Universitätsklinikum durch Einschränkungen oder gar Entfall der Organflügen sowie durch Luftverwirbelungen, die das Stadion wahrscheinlich nicht genehmigungsfähig machen – um nur wenige Beispiele zu nennen. Fluglehrer Udo Harter (CDU) spricht von einer „weltweit einmaligen Gefahrensituation“, die ohne Not herbeigeplant werde. Die könne man nicht wegbegutachten, man dürfe sie gar nicht erst entstehen lassen.

Deshalb haben die Flieger ein alternatives Konzept vorgelegt, das diese erheblichen Nachteile minimiert. Es beruht auf der bisherigen Planung und ändert sie nur geringfügig ab. Damit könnte das Stadion ohne Zeitverlust, ohne Mehrkosten und vor allem im Konsens realisiert werden. „Dieses Konzept ist die schlichte „Spiegelung“ der städtischen Planung auf dem Flugplatz entlang der Achse der Start-/Landebahn“, so die BI. „Die Fläche des geplanten Stadionsmit denTrainingsplätzen und Parkplätzen ist nur mit den Flächen der Flugzeughallen zu tauschen. Start-/Landebahn und Rollwege blieben bestehen.“

Pläne und weitere Erläuterungen finden Sie in der Presseerklärung auf der Homepage der BI Pro Flugplatz siehe hier: http://www.pro-flugplatz-freiburg.de/neues-sc-stadion-kleine-aenderung-grosse-wirkung/

Copyright: Plan der BI Pro Flugplatz (von deren Homepage)

Engagierte Bürger in den Gemeinderat