Die Schweizer AKW Beznau, Gösgen und Leibstadt nahe der deutschen Grenze gehören zu den ältesten Reaktoren weltweit. Sie weisen laut einer Studie des TRAS große Sicherheitsdefizite auf und bergen das Risiko schwerer Unfälle in sich. Sollte es dazu kommen, wäre Freiburg bei ungünstigen Windverhältnissen massiv durch radioaktiven Niederschlag betroffen, im schlimmsten Fall über Jahrzehnte unbewohnbar. Die Stadtpolitik sollte daher auf die Außerbetriebnahme dieser Kraftwerke dringen.
Seit den 1980er Jahren ist klar, dass die Menschheit ausreichend mit regenerativen Energien versorgt werden kann. Aber die Politik präferierte weiterhin fossile Energien und die Atomkraft, trotz Klimawandel und nuklearer Risiken. Erst mit dem Ukrainekrieg begann ein Umdenken. Unverständlicherweise wird von einigen Politikern immer noch auf die schwer beherrschbare und teure Kernspaltung respektive Kernfusion gesetzt. Beide könnten frühestens in einigen Jahrzehnten Energie liefern, zu einem Zeitpunkt, an dem die regenerativen Energien längst die Versorgung preisgünstig sicherstellen werden. Der Ukrainekrieg zeigt zudem eindrucksvoll, dass Großkraftwerke beispielsweise durch Drohnen höchst gefährdet sind, anders als Millionen kleiner PV-Anlagen!
FL-Beitrag im Amtsblatt vom 22.11.2025, Seite 3 unten. Autor: Dr. Wolf-Dieter Winkler