Rede zum Eisstadion

Mit 42 zu 2 Stimmen, auch mit der Stimme von FL, hat der Gemeinderat die Generalsanierung der Echte-Helden-Arena beschlossen. Am 9.12.2025 hat FL-Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler folgende Rede dazu gehalten (Drucksache G-25/191):

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren!

Endlich kommt Bewegung in die jahrzehntelange Hängepartie Eisstadion. Und jetzt scheint es so zu sein, dass die beste Lösung umgesetzt wird, nämlich eine Sanierung der Echte-Helden-Arena. Vom Tisch ist damit der – übrigens auch von mir – zunächst präferierte Neubau an der Messe. Auch ich bin von einer Nichtsanierbarkeit der alten Eishalle ausgegangen. Freiburg Lebenswert und ich setzen uns aber schon lange dafür ein, vorhandene Gebäudesubstanz vor allem aus ökologischen Gründen zu erhalten – Stichwort Graue Energie. „Umbau statt Abriss“ heißt die Devise, die vor allem von den Architects for Future gefordert wird, um den Ressourcenverbrauch einzuschränken. Es ist erfreulich, dass sich diese Erkenntnis nun endlich auch in der Bauverwaltung durchzusetzen scheint und eine Sanierung der alten Halle, angeregt durch das Vorbild in Landshut und aufgrund utopischer Kosten für einen Neubau, überhaupt mal angedacht wurde. Durch die bessere Einhausung der dann sanierten Halle, die zu stark reduzierten Lärmwerten und weniger Wärme- und Kälteverlusten führt, ziehen auch die bisher lärmgeplagte Nachbarschaft und der Klimaschutz einen Vorteil aus einer Sanierung. Und durch die massiv ertüchtigte Statik des Daches können darauf installierte Solarmodule die Energiebilanz durch den Einsatz von Wärmepumpen und Energiespeichern weiter verbessern. Die Abwärme aus der Kälteproduktion für die Eisfläche wird für die Beheizung der Tribünen, Umkleideräume und Büros genutzt werden. Durch all diese energetischen Maßnahmen sollte – über das Jahr gemittelt – ein klimaneutraler Betrieb möglich sein. Selbst wenn sich in der Praxis zeigt, dass diese Annahme zu optimistisch war, wird man auf jeden Fall konstatieren können, dass im Vergleich zu der bisherigen Halle, einer CO2-Schleuder ohnegleichen, eine gigantische Verbesserung stattgefunden hat. Durch Dach- und Fassadenbegrünungen wird zudem der Artenschutz mitberücksichtigt. Alles in Allem wird das aller Voraussicht nach eine gelungene Baumaßnahme.

Freuen können sich jedenfalls jetzt schon alle Nutzer, die EHC-Profis, die Mitglieder der diversen Eissportvereine und die rund 70.000 jungen und junggebliebenen Menschen des Publikumslaufs, dass marode, dreckige und stinkende Umkleideräume, Duschen und Toiletten bald der Vergangenheit angehören werden.

Siehe auch den Bericht in der BZ zum Thema.