Land erleichtert Installation von Solaranlagen auf Kulturdenkmalen

Das Land Baden-W├╝rttemberg hat die Installation von Photovoltaikanlagen auf denkmalgesch├╝tzten Geb├Ąuden erleichtert. Wer eine Solaranlage an oder auf einem Kulturdenkmal errichten m├Âchte, braucht daf├╝r grunds├Ątzlich eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung. Diese wird von den zust├Ąndigen unteren Denkmalschutzbeh├Ârden, in Freiburg in der Fehrenbachallee 12 ans├Ąssig, erteilt.

Die neuen Leitlinien des Ministeriums f├╝r Landesentwicklung und Wohnen stellen nun klar: Eine solche Genehmigung ist regelm├Ą├čig zu erteilen und nur bei einer erheblichen Beeintr├Ąchtigung des Kulturdenkmals zu versagen. Dabei kommt es vor allem darauf an, ob sich die Solaranlage ÔÇ×unterordnetÔÇť oder ob sie farblich weitgehend an die Farbe des Daches angepasst ist. Ausnahmen k├Ânnen insbesondere dann gemacht werden, wenn ÔÇ×k├╝nstlerische Schutzgr├╝ndeÔÇť f├╝r das Kulturdenkmal bestehen. In diesem Fall ist zu pr├╝fen, ob eine erhebliche Beeintr├Ąchtigung des Erscheinungsbildes und/oder ein erheblicher Substanzeingriff bei der Errichtung von Solaranlagen vorliegt. Solche F├Ąlle w├Ąren dann in der Regel nicht genehmigungsf├Ąhig. Generell ist auch zu pr├╝fen, ob sich vorhandene Nebengeb├Ąude eventuell besser f├╝r die Solaranlagen eignen.

Viele Eigent├╝mer denkmalgesch├╝tzter Geb├Ąude wollen ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Diesem Wunsch kommt das Ministerium mit der neuen Leitlinie entgegen. Diese Erleichterung k├Ânnte etwas Druck von den Kulturdenkmalen und Altbauten generell nehmen. In j├╝ngster Vergangenheit sind Altbauten etwas in Verruf geraten, da sie h├Ąufig energetisch nicht den Anforderungen gen├╝gen. Dadurch sind die Erhaltungs- und Gestaltungssatzungen in Freiburg bedauerlicherweise ins Stocken geraten. Diese sind jedoch dringend notwendig. Quartiere wie Herdern oder die Wiehre m├╝ssen dringend vor baulichem Wildwuchs, Abrissen und weiteren Verschandelungen gesch├╝tzt werden. Zudem sind Abriss und Neubau viel klimasch├Ądlicher als ein energetisch nicht ganz auf H├Âhe der Zeit stehender Altbau.

Bleibt zu hoffen, dass durch diese neuen Leitlinien ein klares Signal daf├╝r gesetzt wurde, dass sich Denkmalschutz und Klimaschutz in keiner Weise ausschlie├čen.