Grundwasser in Landwasser

Listenplatz 01 SchremppOffener Brief

Sehr geehrte Frau BĂŒrgermeisterin Stuchlik,
sehr geehrter Herr Reuss,
sehr geehrter Herr ZĂ€hringer,

als Teilnehmerin des BĂŒrgergesprĂ€chs am 02.07.2014 war ich erfreut, sowohl von Herrn ZĂ€hringer, wie auch von Herrn Reuss  zu hören, dass die Stadt jetzt endlich Maßnahmen ergreifen wird, den BĂŒrgern im Stadtteil Landwasser, vor allem Bussardweg und Habichtweg zu helfen, die nassen Keller endlich trocken zu bekommen.
Vor allem die Aussage von Herrn ZĂ€hringer, das Wasser aus dem Bereich der Albert-Schweitzer-Schule ab sofort nicht mehr in den Wald einzuleiten, wurde von den Versammlungsteilnehmern erfreut zur Kenntnis genommen.

Leider war das wieder nur eine der leeren Versprechungen, denn nach den Starkregen der letzten Tage konnte man wieder den schnellen Anstieg des Wassers im Wald beobachten. Das Wasser der ASS wird wieder in den Wald gepumpt!  Entsprechend sind wieder viele Keller meiner Nachbarn nass.  Es ist nicht hinnehmbar, dass die Stadt Freiburg in zwölf Jahren – so lange existiert die Grundwasserproblematik im Stadtteil – nichts unternommen hat, um die Situation in den Griff zu bekommen. Wie in vielen anderen Bereichen sind die Menschen auch hier auf die AktivitĂ€t einer Interessengemeinschaft angewiesen.

In den letzten drei Monaten hat sich gezeigt, dass auch viele StadtrĂ€te von der Grundwasserproblematik in Landwasser  zum ersten Mal gehört und ihre Hilfe zugesagt haben. Ich erinnere Sie ein weiteres Mal daran, dass in den meisten der betroffenen HĂ€user die Stadt Freiburg Erbpachtgeberin, also GrundstĂŒckseignerin ist und insofern in einer  ganz besonderen Verantwortung steht. Ich verzichte darauf, Zahlen und Uhrzeiten von Messergebnissen zu wiederholen, die Interessensgemeinschaft Grundwasser in Landwasser hat Ihnen diese bereits bekanntgegeben.

Sofortige Maßnahmen sind nötig, dies ist die in der Versammlung angesprochene Querdrainage neben dem Weg zwischen Wald und Besiedelung zwischen der Schule und der GĂ€rtnerei Vonderstraß.  Damit mĂŒsste kein Baum gefĂ€llt werden, kein Wasser der Natur entzogen und keine weiteren Leitungen mĂŒssten angelegt werden. Auch das bisher in den Wald gepumpte Wasser der Schule könnte ĂŒber diese Querdrainage abgeleitet werden.

Wie lange will die Stadt die betroffenen BĂŒrger noch hinhalten, bevor sie die lĂ€ngst ĂŒberfĂ€lligen Maßnahmen ergreift. Ich bitte um eine sehr zeitnahe Stellungnahme zu diesem Schreiben im Interesse der betroffenen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Gerlinde Schrempp, StadtrÀtin
FĂŒr die Fraktionsgemeinschaft FL/FF