Geplanter Abriss des Quartiers vor der Uniklinik

Innenhof eines der Gebüdekomplexe im Klinikviertel (Foto: N. Armbruster)
Innenhof eines der Gebüdekomplexe im Klinikviertel (Foto: N. Armbruster)

Zu dem geplanten Abriss der Mietshäuser im Quartier vor den Unikliniken durch den Bauverein Breisgau hat uns ein Bewohner und Mieter, Herr Norbert Armbruster, den folgenden Bericht geschickt.

„Die Häuser wurden in den Jahren 1951/52 fertig gestellt. Der Bauverein Breisgau hat in seinem Bestand noch mehrere baugleiche Häuser, z.B. in der Markgrafenstraße, Luckenbachweg, Waldkircher Straße, untere Offenburger Straße – zum Teil voll saniert.

Es gibt bautechnisch keinen Grund, unsere Häuser abzureißen – was der Bauverein aber bestreitet. Der eigentliche Hauptgrund für den Abriss ist das von der Uniklinik geplante Großumbauprojekt “Masterplan 21”. Hier sollen adäquate Häuser für Ärzte entstehen. Der Bauverein sorgt mit dem Neubau auch nicht für mehr Wohnungen in Freiburg: 170 werden abgerissen, 150 neu errichtet. Der Mietpreis wird sich zwischen 9-11 Euro/qm bewegen – quasi um das Doppelte ansteigen. Keiner der bisherigen Altmieter kann sich diesen Preis leisten.“

Auch dies ist wieder ein Beispiel für die Vernichtung von bezahlbarem Wohnraum, der dann durch teureren Wohnraum in Neubauten ersetzt wird. Dass ausgerechnet eine Baugenossenschaft sich daran beteiligt, schmerzt dabei besonders.

Siehe: Eine Chronologie aus meiner Sicht (PDF-Datei)

Siehe in unserem Programm: Wohnungspolitik und Baupolitik

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