Gerne würden wir über etwas Positives berichten. Das Jahr 2025 macht es uns dabei allerdings nicht allzu leicht. Die Krisen der Welt dauern unvermindert an, in einigen Landtagswahlen im kommenden Jahr könnte eine Partei, die in Teilen als verfassungswidrig eingestuft wird, stärkste Partei werden und auch bei uns stark zulegen. Der Klimawandel spielt in der öffentlichen Wahrnehmung kaum noch eine Rolle und es ist geradezu erstaunlich, mit welcher Gleichgültigkeit Regierungen auf der Welt, auch die Unsere (mit Billigung des Wahlvolks), mit dem Thema umgehen. Hierzulande zeigt sich dies in einer Verkehrspolitik, die deutlich macht, dass nur ein Verkehrsmittel wenigstens annähernd so wichtig ist wie das Auto, nämlich das Flugzeug, und in einem Bauturbo, der keinen bezahlbaren Wohnraum schafft und den Klimaschutz völlig unberücksichtigt lässt.
Auch in Freiburg gab es – wie eigentlich jedes Jahr – keine guten Nachrichten, was die Baupolitik anbelangt. Ohne Not und mit völlig unzutreffenden Gründen wurde unter Federführung der Grünen die Erhaltungs- und Gestaltungssatzung im Stadtteil Waldsee abgeschafft. Die Hoffnungen, für andere Stadtteile solche Satzungen einzuführen, sind somit auf den Nullpunkt gesunken. Lorettoberg, Sonnhalde, Sternwaldstraße oder Eichhalde, sind nur ein paar Stadtgegenden, in denen viel Geld in viel schlechten Geschmack verbaut wurde. Diese abschreckenden Beispiele zeigen, dass es dringend notwendig wäre, Bauträgern Grenzen zu setzen.
An Abrissen historischer Gebäude hat es auch 2025 nicht gefehlt, in dieser Disziplin nimmt unsere Stadt seit Jahren schon einen Spitzenplatz ein. Verabschieden mussten wir uns z. B. von der Basler Straße 36 a oder jüngst vom alten Kutscherhäuschen an der Ecke Tal-/Hildastraße. Kalte und seelenlose Architektur wird in Zukunft den Platz dieser Altbauten einnehmen.
Eine gute Nachricht gab es am Ende aber doch: Das Eisstadion wird saniert. Die neue Halle wird deutlich klimafreundlicher als der Bestandsbau. Durch Dach- und Fassadenbegrünungen wird zudem der Artenschutz mitberücksichtigt. So winkt uns eine gelungene Baumaßnahme. Sanieren ist besser als Abriss. Wenn sich diese Maßnahme auch in der Bauverwaltung und im Gemeinderat durchsetzt, könnten die Weichen für 2026 besser gestellt werden.
Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung und wünschen Ihnen frohe Weihnachten, Gesundheit und ein gutes neues Jahr 2026!
