„Engagierte Bürger in den Gemeinderat“

Wahlkampfplakat zur Kommunalwahl 2014

Unter diesem Motto trat Freiburg Lebenswert (FL) vor vier Jahren bei der Kommunalwahl als freie Wählerliste an und errang im Mai 2014 gleich drei Sitze im Gemeinderat von Freiburg. Die Badische Zeitung (BZ) widmete dem Thema nun eine ganze Seite und hat unser FL-Vorstandsmitglied Dr. Kerstin Langosch dazu befragt. Sie war von Anfang an mit dabei, hat FL mit-gegründet und -aufgebaut.

Siehe den Artikel in der BZ unter der Überschrift „Als der Bürgerprotest in den Gemeinderat einzog„: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/als-der-buergerprotest-in-den-gemeinderat-einzog–147703443.html

Dr. Kerstin Langosch (FL)

Entstanden ist FL 2013 aus dem Engagement der Bürgervereine und Bürgerinitativen in Freiburg. Den Bürgerinitiativen sei aber häufig der Vorwurf gemacht worden , dass sie sich nur gegen ein Bauprojekt engagierten, weil sie selbst als Anwohner betroffen waren, so die BZ. „Wir wollten mit dem Zusammenschluss weg von den Einzelprojekten und stattdessen die Probleme generell angehen“, sagt Kerstin Langosch. Denn „bauen auf Teufel komm raus“, das könne nicht die Lösung für Freiburg sein, meint sie. Für eine nachhaltigere Stadtentwicklung kämpften nun der Verein Freiburg Lebenswert und die Gemeinderatsfraktion, sagt sie. Im Grunde habe sich also nur die Form des Einmischens verändert, so Langosch: Das Grundanliegen sei jedoch nach wie vor das gleiche.

„Das ist urdemokratisch“ meint in Bezug auf das Engagement von Bürgerinitiativen und Bürgerbewegungen der Soziologe Jan-Hendrik Kamlage in einem Interview in der BZ. Er hält Bürgerinitiativen „für eine Antwort auf Politik, die zu wenig auf die Menschen hört“ und erteilt Nimby-Vorwürfen eine klare Absage: „Das Bild des Nimbys ist meines Erachtens nicht tragfähig. Denn nur wenn Bürgerinitiativen relevante Interessen vertreten, wird der Protest auch wahrgenommen und wirksam. Eine reine Verhinderungsstrategie ohne gesellschaftliche Bedeutung kann auf Dauer keinen echten politischen Widerstand erzeugen. Das Bild des Nimbys wird oft benutzt, um die Gegenseite zu diskreditieren.
(…) Dieses Bild ist hinten und vorne nicht stimmig. Bürgerinitiativen stellen politische oder administrative Handlungen infrage und fordern Begründungen für politisches Handeln ein. Das ist urdemokratisches Vorgehen.“

Siehe dazu: http://www.badische-zeitung.de/das-ist-urdemokratisch

Das Wahlergebnis der Kommunalwahl: FL ist mit 5,6 % der größte Gewinner!

Siehe auch: //freiburg-lebenswert.de/verein/wer-sind-wir/