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Dietenbach – Zahlenspiele

Die sich ständig ändernden Zahlenangaben zum neuen Stadtteil Dietenbach, beispielsweise bezüglich Anzahl der Wohnungen und Bewohner oder der zu erwartenden Kosten, sind ein einziges Ärgernis.

In der Drucksache G-18/114 wurde von 6.000 Wohnungen und 14.000 Einwohnern ausgegangen. Auf der Homepage der Stadt war bis Mitte Mai von 6.800 Wohnungen mit 16.000 Einwohnern die Rede, danach plötzlich von 6.900 Wohnungen mit 15.000 Einwohnern. Bei einem Faktor von 2,3 Personen/Wohneinheit müssten es jedoch ca. 15.900 Einwohner sein.

Ursprünglich sollten die Gesamtkosten 602 Mio. € betragen. Diese wurden dann auf über 700 Mio. € erhöht. Auf der Homepage der Stadt war lange sogar von 1,2 Mrd. € die Rede, die mittlerweile auf 850 Mio. € korrigiert wurden.

Würden weiter die in der Drucksache G-20/056 über einen Zeitraum von 28 Jahren (2014-2042) angegebenen inflationierten Kosten für verschiedene Maßnahmen über die genannte Laufzeit berechnet, so ergäben sich Beträge, die weitaus höher lägen.

Klar werden beispielsweise Erschließungskosten nicht über die gesamte Laufzeit inflationiert, was die geringeren Beträge erklärt. Aber wieso werden die zu Grunde gelegten Zeiträume zur besseren Transparenz nicht genannt? Diese ganze „Zahlenspielerei“ macht alles andere als einen seriösen Eindruck!

Die Bäume auf dem Dietenbachgelände, die die Stadt – entgegen ihrem Versprechen vor dem Bürgerenscheid – nun doch fällen möchte (Fotos: BI pro Landwirtschaft).