Dramatischer Kurswechsel bei FL/FF

Pressemeldung zum 1. April 2017:

FL/FF informiert: Präsident Trump hat uns inspiriert. Ab sofort werden wir dem Kurs von Grünen, CDU und SPD im Gemeinderat der Stadt Freiburg folgen und uns für mehr und ungebremstes Bauen einsetzen sowie unnötige Ausgaben für Ehrenamt, Kunst und Kultur dramatisch streichen. Auch wir wollen vom OB endlich mal gelobt und nicht immer nur mitleidig belächelt werden. Auch wir wollen endlich, dass die BZ nur noch positiv über uns schreibt. Heilige Kühe sind dazu da, geschlachtet zu werden. Kleingärten und die Günterstäler Wiesen könnten zu Höchstpreisen verkauft werden, um dort hochwertigsten Wohnraum zu schaffen. Das würde zwar nicht die Wohnungsnot lindern, aber dafür viel Geld in die Stadtkasse spülen. Landschaftsschutz, Umweltschutz, Hochwasserschutz und aufmüpfige, interessierte Bürgerinnen und Bürger gehören sowieso abgeschafft. Gelobt sei der Wille der Verwaltung. Grünflächen und Bäume werden eh überbewertet.

Anstatt das Fällen von Bäumen zu bestrafen, sollten Prämien gezahlt werden. Weg mit dem grünen Zeug. Welche Familie mit Kindern möchte schon in ihrem direkten Umfeld von möglichst viel Natur profitieren? Tiere gibt es im Zoo, und alles andere kann man sich auch in 3D mit virtueller Realität ansehen. Ein “Ja” zu mehr Nachverdichtung – junge Menschen gehen sowieso nicht mehr aus dem Haus.

Wen interessiert schon Geschichte? Denkmalschutz ist daher völlig überflüssig. Alte Häuser einfach platt machen und durch triste einheitliche Betonkästen ersetzen. Alte Gebäude schaut sich eh keiner an. Endlich ja zu VIP-Karten des SC, auch wir wollen von leckeren Häppchen und Schampus profitieren. Aus Freiburg Lebenswert und Für Freiburg (FL/FF) wird FU: Für uns! Kommen Sie zu unserer ersten Informationsveranstaltung am 1.4.2017 um 20:00 Uhr ins Rathaus. Ausgiebiges Buffet und Schampus auf Kosten der Steuerzahler wird bereitgestellt.

1. April 2017, Karl-Heinz Krawczyk (Stadtrat)

FL/FF sagt:  April! April!




Die kleine Haselmaus verhindert Monsterdamm

Die Haselmaus (Foto: Bjoern Schulz, de.wikipedia)
Die Haselmaus (Foto: Bjoern Schulz, de.wikipedia)

 Es entbehrt keinesfalls einer gewissen Komik, dass nun die kleine Haselmaus herhalten muss, damit die vernünftigere Lösung – kein 15 Meter Monsterdamm in Günterstal, stattdessen ein kleineres Auffangbecken in Horben – sich schließlich durchsetzt hat. Freiburg Lebenswert hatte sich immer für die viel vernünftigeren Alternativ-Lösungen eingesetzt und kann der kleinen Haselmaus nur danken.

 Nun hat man Gott sei Dank auch im Rathaus wohl gemerkt, dass der 15 Meter Damm in Günterstal politisch nicht durchsetzbar ist. Um das Gesicht zu wahren, muss nun die kleine Haselmaus herhalten. Beim SC-Stadion hatte sich keiner der heutigen Haselmaus-Argumentierer um den geschützten Magerrasen und die geschützten Dohlen etc. gekümmert. Bleibt zu vermuten, dass man nun eher Angst vor der nächsten Kommunalwahl hat. Da kam die kleine Maus als Argumentationshilfe gerade recht!

 Man sollte nun dieses possierliche Tierchen in das Stadtwappen von Freiburg aufnehmen oder ihm zumindest einen Verdienstorden verleihen! Schließlich hat es sich ja um die Stadt verdient gemacht! Nicht nur die Bürger von Günterstal, sondern alle Freiburger sind der Haselmaus jedenfalls zu größtem Dank verpflichtet, dass sie wenigstens in diesem Fall so viel Unvernunft verhindert hat.

Siehe dazu: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/kleine-maus-stoppt-grossen-damm–101413897.html




Wer soll das bezahlen…?

Girls angry at one anotherMehr Infos und Fakten zum Stadion-Neubau finden Sie unter: https://freiburg-lebenswert.de/sc-stadion/argumente-fakten/




Hochspannung bei Kaffeesatzleserei

Unter der Überschrift “Hochspannung vor dem Wahlsonntag” schreibt die Badische Zeitung (BZ vom 21. Mai), dass “Vorhersagen nie schwieriger als bei der Abstimmung am kommenden Sonntag” und um Grunde nur “Kaffeesatzleserei” seien. Bei allen Partei sei es eigentlich unmöglich, eine Vorhersage zu machen. Und dann – bei Freiburg Lebenswert gilt am Ende des Artikels plötzlich alles vorher Gesagte dann nicht mehr. Dort heißt es aus heiterem Himmel: “Viele Beobachter tippen auf zwei Sitze, manche auch auf drei.”

Na dann hoffen wir, dass die Bürger sich von den “Beobachtern” und “Kaffeesatzlesern” nichts vorschreiben lassen werden und Freiburg Lebenswert vielleicht mit noch mehr Sitzen in den Stadtrat schicken werden… 😉 Nein, jetzt mal ehrlich:  Natütlich wären zwei oder drei Sitze aus dem Stadt heraus auch schon ein riesen Erfolg!

Link zum BZ-Beitrag “Hochspannung vor dem Wahlsonntag




Kandidat mit Hut

Wolf-Dieter Winkler mit Hut (Foto: H. Sigmund)
Wolf-Dieter Winkler mit Hut (Foto: H. Sigmund)

Der zum Teil recht heftige Regen der vergangenen Tage hat unseren Plakaten in der Stadt doch teilweise etwas zugesetzt. Unseren Argumenten und unserer Stimmung hat dies jedoch nicht geschadet. Im Gegenteil: Unserem Kandidaten Wolf-Dieter Winkler auf Listenplatz Nr. 2 hat der Regen einen schützenden Hut aufgesetzt. So kommen wir gut behütet durch die letzten Wochen des Wahlkampfs.

Aber den Regen  kann man ja auch gut nutzen, sich unser gesamtes Programm einmal in Ruhe durchzulesen. Zum Beispiel hier unter:
Leitlinien und gesamtes Programm (PDf-Datei)




Die Wiese muss weg!

…so müsste ein Wahlslogan der Grünen in Freiburg lauten, wäre man ehrlich:

Gruene-Freiburg-Beton_die-wiese-muss-weg_small




Von Löwen, Haien und Wölfen

Da brüllt ein neuer Vertreter der Bauindustrie in Freiburg: „Der Respekt ist zu groß“ und meint den Respekt von Gemeinderäten vor einem möglichen Bürgerprotest.* Seine Auftraggeber werden ihm wohl ein „Gut gebrüllt, Löwe“ zurufen.

FL sieht hier allerdings ganz andere Tiere am Werk. Schließlich dreht es sich bei den besonders erfolgreichen Vertretern der Immobilienbranche um Haie, oder? Der Hai hat sprichwörtlich und laut BB (Brigit Bardot?) Zähne im Gesicht, was weill-land mit Melodie verbunden ein flottes Lied ergibt, und er frisst kleine Fische erbarmungslos mit Haut und Haaren. Im Märchen wird Rotkäppchen vom Wolf mit Haut und Haaren verspeist, weshalb es sich beim erwähnten Sprecher dieser Vereinigung von Haien somit auch um einen Wolf im Schafspelz handeln könnte. Der Tatsache aber, dass der Hai als mächtiger Herrscher der Meere die armen, kleinen Fischlein aufzufressen pflegt, verdankt er (der Hai, nicht der Sprecher) den Vergleich mit skrupellosen Geschäftemachern, deren rücksichtslose Machtausübung im Tiervergleich sprichwörtlich geworden ist. Zoologen wissen, dass man dem Hai, also dem im Wasser, mit diesem Vergleich echtes Unrecht antut.

Und jetzt findet also ein sprichwörtlicher Hai – oder ist es doch eher ein Wolf? – des Wohnungsmarkts, dass die Vertreter der Bürgerschaft zu viel Respekt vor ihren Wählern haben. Aha! Das hai-typische Verhalten, keine Beute auszulassen und alles zu Verschlingende unerbittlich zu jagen, soll jetzt also auch in der kommunalen Baupolitik fröhliche Urständ feiern! Der Wolf im Schafspelz erzählt den bürgerlichen Rotkäppchen, dass mit tollen neuen Wohnungen doch ach so viel gegen den Wohnungsmangel getan werden könne. Der findet wohl, dass naive Rotkäppchen lieber weiter Blumen pflücken sollen, statt sich mit den Tätigkeiten von Wölfen und Haien zu beschäftigen? Er meint auch, dass „Partikularinteressen“ zurücktreten müssten. Mit Partikularinteressen meint er nicht etwa seine Kollegen Haie und Geschäftemacher, sondern ausgerechnet diejenigen Freiburger Bürger, die dem Gefressen-werden Widerstand entgegen setzen.

FL hat aufgezeigt, dass es die hohen Mietpreise von Neubauwohnungen sind, die wirtschaftliche Mauern um Freiburg errichten. Die Stadt ist auf dem Weg zurück ins Mittelalter, weil die Herren Hai, Löwe und Wolf immer noch bessere Geschäfte machen wollen, ihnen die Beute noch zu klein ist und sie „auf Teufel komm raus“ weiterbauen wollen. FL bittet die kommunalen Wähler, den Tieren aller Art möglichst genau zuzuhören und sich nicht zur leichten Beute machen zu lassen.

FL schmunzelt – Monika Friedemann

* Interview mit dem neuen Geschäftsführer der Vereinigung Freiburger Wohnungs- und Gewerbeunternehmen, Alexander Simon, in: Der Sonntag, 30.03 2014, S. 2




FL nostalgisch?

Letzte Woche hat eine repräsentative Umfrage unter den aktuell 77 Mitgliedern des Vereins Freiburg Lebenswert ein erschröckliches Ergebnis zutage gefördert: 76,2 % der Mitglieder, das sind ca 58,67 Personen,  wollen niemals nicht, dass Freiburg in Zukunft „so bleibt wie es nie war“. Dies war zuvor in einem Beitrag der örtlichen Zeitung unterstellt worden. Die von einem emnidämlichen Institut durchgeführte Befragung orientierte sich an einer kürzlich erfolgten Umfrage zum Neubau des SC-Stadions in Freiburg und leitete jede Frage mit einer kurzen Erklärung ein. Damit sollten die Ergebnisse ganz unbeeinflusst sichergestellt werden. In der Befragung wurde erklärt, dass eine fortschrittliche Entwicklung der Stadt Freiburg innerhalb der nächsten 5 Jahre die Errichtung von mindestens 10 neuen Stadtteilen erforderlich macht. Das weitere Ziel künftiger Entwicklung sähe eine Stadtanlage vor, die einem arabischen Staat mit 7 Buchstaben nahe kommt. Die dortige Hochhaus-Gigantomanie wird heute schon von Freiburger Projektentwicklern gepflegt (genannt „das Türmle im Städtle“),  so dass eine Erhaltung des Stadtbildes die Fortsetzung solcher Baupolitik nötig macht. Zum großen Erschrecken des genannten Befragungsinstituts ließen sich die Mitglieder von FL jedoch durch die einleitenden Erklärungen nicht aufs Glatteis führen (das in diesem Winter sowieso gefehlt hat) und lehnten diese Art von angeblichem Fortschritt mit überzeugender Mehrheit ab. Stattdessen plädierten sie für eine Weiterentwicklung der Verkehrspolitik, bei der – um ein Beispiel zu nennen – der Autoverkehr Ringelreihen tanzen soll. Die ernstgemeinte und sinnvolle Forderung lautet: mehr Kreisverkehr und weniger Ampeln. Ein anderes Entwicklungsziel von FL ist eine Stadtautobahn, die für Radfahrer reserviert bleibt. Auch im demokratischen Prozess fordert FL Weiterentwicklungen, zB den erweiterten Schutz von Minderheiten, der sogar für Humoristen gelten soll.




“Gelesene Messe”

Wieder zu den Sprüchen Salomons…

Am letzten Sonntag erklärte der Herr Oberbürgermeister Dr. Salomon den Standort am Wolfswinkel für das neue SC-Stadion für alternativlos. Nach vielen Standort-Vorläufern sei das schon die hinterletzte Variante. Wenn die nicht funktioniere, sei die Messe gelesen. Da spielt er doch auf diesen französischen König an, Heinrich Mirgrautvordir,  dem Paris eine Messe wert war. Dem Herrn Salomon ist das Stadion an der Messe vielleicht auch eine Messe wert? Jedenfalls glaubt er bisher noch felsenfest, dass er am Wolfswinkel – nein, nicht Katholiken und Hugenotten, sondern – das Stadion und den Flugplatz zusammen bringen kann. Als Verwaltungschef kann man sich bei Freiburgs Nähe zu Frankreich ja auch wirklich mal wie ein König fühlen. Aus so großer Höhe ist dann auch nicht mehr richtig zu unterscheiden, welche Planungen von „Hobbyplanern“  und welche von Fach-mhm-leuten durchgeführt wurden.

Jedenfalls wurden an allen Standorten k.o. Kriterien gefunden, nur am Lieblingsstandort der salomonischen Weisheit nicht. Das ist die Ecke am Wolfsbuck, wo sich heute Hunde und ihre Mitläufer treffen, die vor der Stadtverwaltung ganz und gar nicht buckeln wollen. Dort  sind Fachleute bisher unterirdisch noch nicht fündig geworden, weil sie noch nicht genügend in den Aktenbergen geschürft haben. Deshalb waren definitiv keine k.o.-Kriterien zu finden. Wenn sie denn mal schürften, d.h. schürfen dürften, könnten sie im alten Müll 70 jähriges Kriegsspielzeug entdecken oder ein paar Giftgase. Vielleicht sind solche tiefschürfigen Überlegungen den städtischen Baufachleuten ja auch völlig fremd? Sicher ist jedoch, dass der Herr Oberbürgermeister genau weiß, wozu seine Fachleute ihr Fachgebiet studiert haben und wie kompetent sie Kriterien ignorieren können. FL ist gespannt auf die künftigen Entwicklungen.

FL schmunzelt – Monika Friedemann




„Eigentor“ und Eigentor

Über die Salomonischen Sprüche

FL ist die Ehre widerfahren, vom Herrn Oberbürgermeister Dr. Salomon bemerkt zu werden. Er kritisierte das ganz übliche Verfahren der nicht öffentlichen Kandidatenaufstellung bei FL als „Eigentor“, weil wir uns an anderer Stelle vehement für Transparenz und mehr öffentliche Beteiligung einsetzen. Herrn Dr. Salomon ist dabei völlig entgangen, dass er selbst im Glashaus sitzt und nicht mit Steinen werfen sollte:

DENN

In den von Herrn Dr. Salomon geleiteten öffentlichen Gemeinderatssitzungen findet nur noch selten Meinungsbildung statt. Beraten wird hinter den Kulissen: Der Gemeinderat in Freiburg diskutiert die meisten wichtigen Themen zunächst in nicht öffentlichen Sitzungen der Ausschüsse und des Ältestenrats. Auf diese Weise sind Beratung, Meinungsbildung und Entscheidungsfindung zu einzelnen Themen der Öffentlichkeit entzogen. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung kann dann ganz ohne Diskussion einfach abgestimmt werden, sodass die Bürgerinnen und Bürger den Willensbildungsprozess auf keinen Fall nachvollziehen können. Der Sinn der Gemeindeordnung wird auf diese Weise zur Karikatur.

Kritik über mangelnde Öffentlichkeit von jemandem, der selbst eine systematische Umgehung der Öffentlichkeit zu verantworten hat,  d a s   nennen  w i r  ein Eigentor.

FL schmunzelt – Monika Friedemann