ANWOHNERSCHUTZ

F√ľr L√§rmschutz und Ber√ľcksichtigung von Anwohnerinteressen

L√§rm wird von vielen Menschen als gro√üe Belastung wahrgenommen. Eine andauernde L√§rmbelastung, ganz besonders auch nachts,¬† f√ľhrt zu Stress und Gesundheitsst√∂rungen.¬† Selbst wenn subjektiv eine ‚ÄěGew√∂hnung‚Äú empfunden wird, kann L√§rm das Risiko f√ľr Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Schlafst√∂rungen und Depressionen erh√∂hen.

Das Leben auf engem Raum in einer Gro√üstadt wie Freiburg erfordert deshalb eine gegenseitige R√ľcksichtnahme aller Bev√∂lkerungsgruppen untereinander sowie ein sensibles L√§rm- und Emissionsmanagement von Stadtverwaltung, Gastronomie- und Industriebetrieben, aber auch Sportvereinen und Festveranstaltern.

Diese R√ľcksichtnahme erfordert oft einen h√∂heren Aufwand¬† bei der Durchf√ľhrung von Stadtentwicklungsma√ünahmen, bei der Auswahl von Standorten, bei der beh√∂rdlichen Genehmigungspraxis und bei der Organisation von Veranstaltungen. Dieser Aufwand ist aber notwendig, um auf Dauer ein konfliktfreies und positives Zusammenleben in der Stadt zu erm√∂glichen.

Bei der Auswahl von Party- und Eventstandorten sind die ge√§nderten Ausgehgewohnheiten in der Gesellschaft zu ber√ľcksichtigen. Veranstaltungen oder Lokalit√§ten, die l√§nger als bis 24:00 Uhr oder gar bis¬† 3:00 oder 5:00 Uhr in Betrieb sind, d√ľrfen zu keiner Beeintr√§chtigung der Nachtruhe f√ľhren.¬† Gegebenenfalls sind ordnungsrechtliche, bauliche und technische Ma√ünahmen anzuordnen, damit Konflikte vermieden werden.

Damit die Innenstadt von Freiburg nicht ihre Wohnbev√∂lkerung verliert, ist dort, wo die gegenseitige R√ľcksichtnahme nicht gegeben ist, der Einsatz von kommunalen Ordnungskr√§ften notwendig, die notfalls auch noch sp√§t in der Nacht t√§tig werden m√ľssen.