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Am 1.3. Demo vor dem Bürgerhaus Zähringen

Protest der Eigentümer und Landwirte gegen die Vernichtung der landwirtschaftlichen Flächen im Dietenbach (Foto: W. Deppert)

Anlässlich des Bürgerforums am 1. März 2018 (Vorstellung der vier ausgewählten Architekturmodelle für den Stadtteil Dietenbach) protestieren die BI Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg-Dietenbach & Regio gegen den immensen nicht nachhaltigen Flächenverbrauch beim geplanten großen Neubau-Stadtteil Freiburg-Dietenbach auf 169 ha landwirtschaftlichem Boden, Wiesen und Wald.  Unterstützt wird die BI dabei vom Regiobündnis Pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen, das sind 15 Vereinigungen aus den Bereichen Landwirtschaft, Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sowie Kleingärten.

Die Demo beginnt am Donnerstag, den am 1. März 2018 um 17.30 Uhr beim Bürgerhaus Zähringen (Lameystraße 2, 79108 Freiburg-Zähringen) und dauert etwa bis 18.15 Uhr.

In der Presseerklärung heißt der BI heißt es dazu:

Wir sehen die Freiburger Nachhaltigkeitsstrategie in punkto Flächenverbrauch äußerst kritisch. Die Bundesregierung hat  im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das  Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 die Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungen und Verkehr auf 30 Hektar (derzeit 69 ha) pro Tag zu verringern. Wir fragen: wo bleiben die Bemühungen in dieser Richtung bei der Freiburger Stadtpolitik? (…)

Die BI fordert: mehr Intelligenz im Flächenmanagement, Konzentration auf Innenentwicklung (z.B. Aufstockung  -auch auf Gewerbebauten, höher Bauen, Parkplätze überbauen). Ein „Weiter so“ darf es nicht geben!

Veranstalter ist die Bürgerinitiative (BI) Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach & Regio.

Protest gegen den Bauwahn der Grünen in Freiburg (Foto: W. Deppert)

Protest gegen den Landverbrauch auf dem Dietenbach-Gelände (Foto: W. Deppert)




Liste denkmalgeschützter Gebäude

Das Haus in der Wintererstraße 28 stand unter Denkmalschutz, wurde aber dennoch mit fadenscheinigen Beründungen abgerissen!

Immer wieder sorgt es bei Baudenkmal-Experten, Anwohnern und Bürgern von Freiburg für blankes Entsetzen und große Fassungslosigkeit, wenn sie beobachten müssen, wie sang- und klanglos intakte Villen oder denkmalgeschütze und stadtbildprägende Häuser abgerissen werden (sollen) — so wie es in der jüngsten Vergangenheit leider immer wieder geschehen ist.

Dazu hat die Fraktionsgemeinschaft FL/FF die folgende Anfrage (nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen) nun zum Thema “Liste denkmalgeschützter Gebäude” an den Oberbürgermeister bzw. die Stadtverwaltung gestellt:

“Aufgrund von mehreren Eingriffen bzw. Abrissen denkmalgeschützter Gebäude in Freiburg in jüngster Vergangenheit ergeben sich für uns die nachfolgenden Fragen:  Existiert in Freiburg eine Liste denkmalgeschützter Gebäude?  Wenn ja, ist diese frei zugänglich und ggf. wo?  Wenn nein, beabsichtigt die Stadtverwaltung eine solche Liste zu erstellen und ggf. zu veröffentlichen?  Ist der Verwaltung bekannt, dass kein Verbot existiert, eine solche Liste zu veröffentlichen?”

Siehe hier die Anfrage im Wortlaut:  FL/FF-Anfrage vom  27.02. 2018 zu “Liste denkmalgeschützter Gebäude”

Die Häuser der Familienheim-Genossenschaft in der Quäkerstraße sollen gegen den Willen der Bewohner abgerissen werden (Foto: M. Managò)

Abriss der Villa in der Siberbachstr. 25 (Foto: K.-U. Müller)

Warum musste die Herrenstraße 14-16 abgerissen werden?

Proteste gegen den Abriss der denkmalwürdigen Gebäude des ehem. “Gasthaus zu Amerika” (Auszug aus: Stadtkurier).




Anfrage zum Bauvorhaben Stadtstr. 16/16a

Die bereits abgeholzte Grünfläche hinter dem Haus (Foto: M. Managò)

Im Stadtteil Herdern soll in der Stadtraße 16 in zweiter Reihe, hinter dem Haus, ein Wiese bebaut werden. Die Stadt hatte damals – so die Recherche von betroffenen Anwohnern – “beim Bau des Bestandsgebäudes Stadtstr.16 a,b gestattet, dass vor diesem, d.h. in der Bauverbotszone zwischen Bauflucht und Straßenflucht, als einzigem Gebäude in der ganzen Stadtstr. die Vorgärten beseitigt und Stellplätze angelegt werden durften.” Im Gegenzug sollte die rückwärtige Grünfläche freigehalten  und der Baumbestand geschützt werden (Ziff. 6.0.00F der Baugenehmigung). Totzdem wurde nun für die freizuhaltende rückwärtige Grünfläche eine Baugenehmigung erteilt.

Verständlicherweise wehren sich nun Nachbarn gegen die “Nichtbeachtung dieser Auflagen”, wie es im Schreiben der Anwohner heißt. Die Fraktion FL/FF hat dies aufgegriffen und in einer Anfrage (nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen) „Neubau Stadtstraße 16/16a“ verschiedene offenen Fragen formuliert. Siehe hier die Anfrage im Wortlaut:

FL/FF-Anfrage zur Stadtstraße 16 vom 26.02.2018

Das Mehrfamilienhaus Stadtstraße 16/16a mit den Parkplätzen vor dem Haus (Foto: M. Managò)

Das Bauvorhaben in zweiter Reihe, hinter der Stadtstr. 16 u. 16a (Foto: Dr. Kimmig)




Bewegungsmelder an Straßenbeleuchtungen

Festbeleuchtung mit LED (Foto: M. Managò)

Die Fraktionsgemeinschaft FL/FF hat am 23. Februar 2018 folgende Anfrage (nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen) zum Thema “Bewegungsmelder an Straßenbeleuchtungen” an den Oberbürgermeister bzw. die Stadtverwaltung gestellt. Beispiele aus anderen Städten zeigen, dass hier viel Einsparungspotential möglich ist. FL/FF möchte hier Anregungen geben und bei der Stadt nachfragen, welche Möglichkeiten es in Freiburg dafür gibt:

Etwa die Hälfte des Energieverbrauchs einer Stadt entfällt auf die Beleuchtung von Straßen und Plätzen. Dementsprechend hoch sind die Einsparungen, wenn hier eine Reduktion des Verbrauchs erreicht würde. In den Städten Göttingen und Tuningen wurden LED-Leuchten mit Bewegungsmeldern installiert, die gedimmt werden und erst voll leuchten, wenn ein Verkehrsteilnehmer im Erfassungsfeld auftaucht. Neben der Kostenersparnis ist ein weiterer Gewinn eine geringere Lichtverschmutzung. Auch einige Städte in Norwegen, Estland und der Schweiz führen Tests mit Bewegungsmeldern an Straßenbeleuchtungen durch, um Licht bedarfsorientiert einzusetzen.

Die Gemeinde Tuningen hat ihre gesamte Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt und betrachtet sich als Vorreiter in Deutschland. Die Kosten dafür wurden vom Bundesumweltministerium (BMU) bezuschusst. Nach Auskunft von Herrn Roth, Bürgermeister von Tuningen, sind er und die Stadtverwaltung froh, im Jahr 2014 das System mit den Bewegungsmeldern installiert zu haben. Er teilte uns mit, dass die Energiekosten von ca. 45.000 €/Jahr auf ca. 15.000 €/Jahr reduziert wurden. Auch sei die Zuverlässigkeit der Anlage hervorragend.

Das als intelligent bezeichnete System ist über sensorgesteuerte LED-Technik interaktiv geschaltet. Die Leuchten senken ab 23 Uhr ihre Leistung bei geringer Frequentierung automatisch auf 30 %, in den Seitenstraßen sogar auf 10 %. Gleichzeitig wird der Bewegungssensor aktiviert. Wird vom Sensor eine Bewegung registriert, wird die Beleuchtungsstärke der dazugehörigen Lampe erhöht und zusätzlich gibt diese ein Signal an die nächste Lampe weiter, dass ein Verkehrsteilnehmer kommt, sodass ein  ganzer Straßenzug ausgeleuchtet wird. Nach 90 s gehen die Lampen wieder in den leistungsärmeren Zustand über. An Kreisverkehren werden alle Lampen gleichzeitig angeschaltet.

Aus der Gemeinde kommen durchweg positive Rückmeldungen. Als einzige Kritik wird angegeben, dass das LED-Licht sehr kalt wirkt. Mittlerweile gibt es aber LEDs, die warmweißes Licht aussenden, so dass dieses Problem umgangen werden kann.

Hierzu ergeben sich folgende Fragen: Welche Möglichkeiten sieht die Stadtverwaltung für die Installation dieser Technik in Freiburg? Unter welchen Bedingungen würde die Verwaltung auch in Freiburg einen Test durchführen? Wann könnte damit begonnen werden? In welcher Höhe kann Freiburg für dieses Projekt Zuschüsse vom Bundesumweltministerium erwarten?

Die Original-Anfrage der Fraktion FL/FF an die Stadtverwaltung, siehe: Bewegungsmelder-Strassenlampen 23. 02. 2018

 




Ein Tourismuskonzept für Freiburg

Zum Thema „Tourismuskonzept“ (TOP 9) hat Stadtrat Karl-Heinz Krawczyk (FL) für die Fraktion FL/FF am 20. Februar 2018 im Gemeinderat folgende Rede gehalten. Krawczyk bittet darin, “bei all der Goldgräberstimmung im Tourismus und der Entwicklung neuer Baugebiete, die alteingesessene Bevölkerung von Freiburg und die interessierten Beteiligten aus Gastronomie, Hotellerie, Handel und Handwerk nicht zu vergessen.” Dennoch halten er und seine Fraktion ein Tourismuskonzept grundsätzlich für”wertvoll” und für den “richtigen Weg”.

Hier die Rede im Wortlaut.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir sprechen heute über eine wichtige Drucksache, insbesondere auch was das beigefügte Tourismuskonzept betrifft. Schade, dass wir als kleine Fraktion bisher nicht in den Genuss der Mitarbeit im Tourismusbeirat gekommen sind. Das Tourismuskonzept liest sich wie die Speisenfolge eines Mehrgangmenüs im Colombi.

Stadtrat Karl-Heinz Krawczyk (FL)

Das Thema ist die “Smart Green City Freiburg”. Zum amuse gueule (Appetitanreger) gibt es eine gelebte Kultur der Nachhaltigkeit, gefolgt von etwas entschleunigter Gesundzeit an einem Sehnsuchtsort, der warm ums Herz macht. Beim Nachtisch kommt man dann in den Genuss der umgebenden therapeutischen Landschaften. Um den Genuss noch etwas feiner abzurunden, hätte ich mir fast gewünscht, wir hätten in der Vorlage noch etwas zum Kapern, Säumen oder Stilllegen gefunden.

Aber legen wir mal die Brille der Marketingberater ab und schauen uns unsere Smart Green City Freiburg etwas genauer an:

Smart ist eigentlich nur die moderne Gebäudetechnik und von Green kann man eigentlich auch nicht sprechen, wenn man ständig hunderte von Bäumen platt macht. Nachhaltig trifft leider auch nicht auf so manches, allzu schnell gebautes Gebäude in Freiburg zu. Aber immerhin kommt man immer öfter mal in den Genuss entschleunigter Zeit, wenn man in Freiburg im Stau steht. Das Auto kann ich dann aber beim besten Willen nicht wirklich als Sehnsuchtsort empfinden, der warm ums Herz macht.

Tatsächlich betrachtet unsere Fraktion die Entwicklung von Freiburg durchaus auch kritisch und mit Sorge. Ob die explosionsartige Expansion von Hotel- und Bürogebäuden gut und nachhaltig ist, darf zumindest hinterfragt werden. Dennoch, ein Tourismuskonzept ist wertvoll und der richtige Weg. Es ist gut und wichtig, dass die FWTM nun beauftragt wird, eine mit dem Tourismusbeirat und den städtischen Ämtern und Fachausschüssen abgestimmte Priorisierung und Umsetzungsplanung der Maßnahmen für die Jahre 2018 bis 2020 vorzulegen.

Wir bitten aber bei all der Goldgräberstimmung im Tourismus und der Entwicklung neuer Baugebiete, die alteingesessene Bevölkerung von Freiburg und die interessierten Beteiligten aus Gastronomie, Hotellerie, Handel und Handwerk nicht zu vergessen. Nur wenn alle erfolgreich an einem Strang ziehen, kann Freiburg nicht nur besuchenswert sondern auch lebenswert bleiben.

Unsere Fraktion Freiburg Lebenswert / Für Freiburg wird der Vorlage zustimmen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Freiburg ist dank seiner historischen Altstadt, aber auch dank seiner alten Bausubstanz und dank seines Flair beliebt. Dies bleibt aber nur so, wenn dieses Stadtbild erhalten bleibt und nicht immer weiter die alte Bausubstanz durch Abrisse zerstört wird. Kein Tourist kommt nach Freiburg, um triste Betonburgen wie die sogenannten “Westarkaden” zu bewundern.

Freiburg ist dank seines historischen Stadtbilds beliebt. (Foto: M. Managò)

Ein Monstrum in Beton für Investoren aus aller Welt: Die Westarkaden




Unbezahlbares Dietenbach zu Lasten der Landwirte

Die Landwirte, die für den Erhalt ihrer landwirtschaftlichen Flächen im Dietenbach kämpfen, nach einer Demonstration mit zahlreichen Traktoren in Freiburg (Foto: M. Linser)

Die Landwirte wehren sich gegen den geplanten Stadtteil auf dem Dietenbach-Gelände. Einer der betroffen Landwirte, Martin Linser,  zählt in einem Interview mit BadenTV-Süd auf, warum der geplante Stadtteil seine Existenz bedroht und nicht das bringen wird, was er verspricht. So würde aufgrund der hohen Kosten an diesem Standort nicht der benötigte bezahlbare, sondern nur außerordentlich teurer Wohnraum entstehen. Und Freiburg sowie der betroffene Stadtteil St. Georgen würde ihre letzen landwirtschaftlichen Flächen verlieren.

Siehe: https://baden-tv-sued.com/landwirte-wehren-sich-gegen-bauvorhaben/

Protest gegen den Landverbrauch auf dem Dietenbach-Gelände (Foto: W. Deppert)




Denkmalschutz statt geschichtsvergessener Funktionsarchitektur

Denkmalschutz vor unbeständiger Tristesse (Foto: M. Managò)

Die Probleme in den Städten scheinen überall die gleichen zu sein. Ein Gastbeitrag von  Iris Wenderholm, Dozentin für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg, in der FAZ vom 14.02.2018 zeigt deutlich, wie die Situation in Hamburg ist. Ein Umgang mit dem Stadtbild durch Abriss historischer Gebäude, der die Identität der Stadt gefährdet bzw. zerstört. Ihre Beschreibung erinnert sehr stark an Freiburg und ihre Argumente gegen diesen “Skandal” (wie sie den aktuell geplanten Abriss des Deutschlandhauses bezeichnet) erinnert an die Diskussionen die wir hier in Freiburg auch geführt haben, als ein Abriss denkmalgeschützter und denkmalwürdiger Gebäude nach dem anderen anstand.

Es geht in Hamburg um den geplanten Abriss des von den jüdischen Architekten Fritz Block und Ernst Hochfeld entworfenen und 1929 fertiggestellten Deutschlandhauses , in dem einst der Ufa-Palast mit dem zu seiner Zeit größten Kinosaal Europas untergebracht war. Es handle sich um ein, “aus bautechnologischer Perspektive in jedem Fall zu schützendes Gebäude”.

Die Autorin schreibt dazu: Wer heute über Fragen des „kulturellen Erbes“ spricht, wird kaum dessen Bedeutung für ein gemeinschaftsstiftendes Miteinander bestreiten. Umso erstaunlicher ist, wie robust im Bereich des Städtebaus – zumal unter den Bedingungen des überhitzten Immobilienmarktes – die Öffentlichkeit immer wieder von der Mitsprache ausgeschlossen wird.” Und sie fragt: “Wie anders ist es sonst zu erklären, dass im Herzen Hamburgs jetzt der Abriss eines historisch und städtebaulich bedeutenden, identitätsstiftenden Bauwerkes beschlossene Sache zu sein scheint, ohne Beteiligung der Hamburger Bürger, ja geradezu an ihnen vorbei?”

Wie in Freiburg argumentiert die Kulturbehörde, man habe “keine Handhabe” gegenüber der Investoren-Gruppe, die “aus Kapazitätsüberlegungen und aufgrund veränderter ‘heutiger Anforderungen moderner Nutzer’ einen Neubau bevorzugt. Das Gebäude stehe nicht unter Denkmalschutz, da es kriegsbeschädigt war und in den siebziger und achtziger Jahren nicht denkmalgerecht umgebaut wurde. Zu keinem Zeitpunkt wurde daran gedacht, eine der national bekannten Ikonen des Neuen Bauens unter Denkmalschutz zu stellen.”

Das was Stadtplaner und Investoren stattdessen planen und bauen bezeichnet die Expertin als “ein zunehmend verglastes, lediglich Investorenwünschen folgendes, geschichtsvergessenes Konglomerat von Funktionsarchitektur”, die “eine Illusion von Stadt abgeben soll”. Und sie plädiert für “architektonische Nachhaltigkeit”, für die Wahrung des “gemeinsamen Kulturerbes” und für die “denkmalgerechte Wiederherstellung” solcher identitätsstiftender Gebäude einer Stadt.

Siehe: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/skandal-abriss-des-deutschlandhauses-in-hamburg-geplant-15447035.html

Eines der ältesten verbliebenen Häuser der Stadt, das Ratsstüble, stand unter Denkmalschutz, wurde aber dennoch so lange leer stehen gelassen, bis es angeblich nicht mehr zu retten war.




Anwohnerschutz bei Open-Air-Konzerten

Laut Berichten in der Badischen Zeitung (BZ) ist geplant, etliche Open-Air-Konzerte über die Sommermonate in Freiburg auf der Messe zu veranstalten. Besorgte Bürger des Stadtteils Mooswald sind an uns herangetreten, da sie befürchten, dass durch diese Veranstaltungen erhebliche Einschränkungen und Belastungen auf sie zukommen werden.

Die Fraktionsgemeinschaft Freiburg Lebenswert / Für Freiburg (FL/FF) im Gemeinderat von Freiburg hat dazu eine Anfrage (nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen) an den Oberbürgermeister grichtet und um Aufklärung und die Beantwortung folgender Fragen gebeten:

1. Laut BZ soll es im Jahr 2018 zu bislang acht Open-Air-Konzerten noch mindestens drei weitere geben. Wie viele Open Air-Konzerte sind im Jahr 2018 tatsächlich geplant?

2. Ab 2019 soll es noch zu einer Steigerung der Veranstaltungen kommen. Um wie viele Open-Air-Konzerte handelt es sich dann?

3. Teilweise wurde der Konzertbeginn vorverlegt. Für wann ist das Ende der Veranstaltungen festgesetzt?

4. Es soll eine Freilichtbühne für bis zu 10.000 Zuschauer installiert werden. Die Kon-zerte finden sowohl am Samstag als auch unter der Woche statt. Wie sieht die Planung der Verkehrs- und Parkplatzlenkung aus, vor allem auch im Hinblick darauf, dass die anliegenden Unternehmen ihre Geschäfte noch geöffnet haben und daraus eine nicht unerhebliche zusätzliche Verkehrsbelastung resultieren wird?

5. Wird es evtl. zu Sperrungen in den Stadtteilen Mooswald und Brühl-Beurbarung kommen?

6. Welche Vorkehrungen bzgl. anzunehmender erhöhter Lärmbelastungen in den Nachtstunden werden zum Schutz der Anwohner getroffen?

7. Welche Lärmpegel sind zulässig und wird überprüft, ob diese eingehalten werden? Falls keine Überprüfung stattfindet, möchten wir um eine Erklärung bitten.




“Von Umweltschützern zu selbstzufriedenen Mitmachern”

So sah der Platz der alten Synagoge einmal aus, bevor er zugepflastert wurde und viele Bäume gefällt wurden! (Foto: K.-H. Krawczyk)

Um das Thema Baumfällungen ging es auch beim Neujahrsempfang der Freiburger Grünen. Zu dem entsprechenden Artikel in der Badischen Zeitung (“Avocado-Pumpernickel in der Passage 46” in der BZ vom 20. Januar 2018) hat deren Leser Paul Bühler aus Freiburg folgenden sehr treffenden Leserbrief geschrieben (veröffentlicht am 10. Februar 2018 auf badische-zeitung.de):

 “Oberbürgermeister Salomon “erinnert in seiner Rede zum Neujahrsempfang der Grünen an die ehemalige Stadträtin Emilie Meyer, die sich zu Beginn seiner Karriere an Bäume kettete, um sie vor der Fällung zu retten – eine Geschichte, bei der die Grünen von heute schmunzeln” … Heute ketten sie sich nicht mehr an Bäume, heute wird die Kettensäge ausgepackt und die Bäume werden kurzerhand “stillgelegt”. Besser hätte kein Kritiker die Entwicklung der Grünen von leidenschaftlichen Umweltschützern zu selbstzufriedenen Mitmachern beschreiben können als der “grüne” OB es jetzt selbst getan hat.”

Siehe: http://www.badische-zeitung.de/heute-wird-die-kettensaege-ausgepackt

Politik der sogen. “Grünen” in Freiburg: Das “Stilllegen” von Bäumen!




Schon wieder sollen viele Bäume fallen!

Heute steht in der Badischen Zeitung (BZ), dass 89 Bäume für den Neubau der Kinderklinik fallen sollen. Nichts gegen den Neubau der Kinderkinik. Aber müssen deshalb im Umfeld wieder so viele Bäume fallen? Wie schon vor der Volksbank am Bahnhof, was nach Meinung vieler Sachkundiger vermeidbar gewesen wäre? Macht man es sich bei der Planung der Baustellen nicht zu einfach? Und wie steht es mit Ersatzpflanzungen in gleicher Zahl? Und zwar innerhalb des Freiburger Stadtgebiets!

Freiburg wird immer mehr zubetoniert. Für den Schutz von Bäumen und Grünflächen wird nur dann etwas getan, wenn Privatleute in ihrem Garten ein Bäumchen Fällen möchten, um mehr Sonne zu bekommen. Wenn aber ein Bauträger, die Universität oder die Stadt selbst 50 oder 100 Bäume Fällen möchten, dann gibt es plötzlich “leider keine Alternativen”. Mit den Bäumen ‘fällt’ aber langsam aber sicher auch unsere Lebensqualität. Wir möchten aber, dass Freiburg lebenswert bleibt!

Der oft zitierte und als sogenannte “Weissagung der Cree” bekannt gewordene Satz “Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann”, bleibt als ökologische Botschaft aktueller denn je! – leider besonders in der angeblich so “grünen Stadt” Freiburg. “Grün” ist hier aber nur ein potemkinsches Dorf und eine verlogene Attrappe. Denn: Vorgetäuschte grüne Farbe produziert noch keinen Sauerstoff!

Wann werden die Wähler der Grünen endlich erkennen, dass die sogenannten Freiburger Grünen hier in der Stadt die ersten sind, die Grünflächen versiegeln und Bäume fällen lassen möchten?!

Protest gegen den Bauwahn der Grünen in Freiburg (Foto: W. Deppert)