OB in der Pflicht, seine Versprechungen einzuhalten

Der Wolfswinkel: Hier soll das neue Stadion gebaut werden.
Der Wolfswinkel: Hier soll das neue Stadion gebaut werden.

Bei der Veranstaltung in der Rothaus-Arena (7.6.2013) hat Oberbürgermeister Salomon versprochen, dass durch den Stadionbau der Motorflug nicht eingeschränkt würde. Die neuen Nachrichten aus dem Technischen Rathaus lauten jetzt aber: Fünf bis sechs Stunden an jedem Spieltag ist kein Flugbetrieb möglich. Das gilt natürlich nicht nur für Spieltage, sondern für alle Veranstaltungstage im geplanten neuen SC-Stadion. Auch die gewünschte SC-Haltestelle der Messebahn ist nicht wie geplant zu verwirklichen. Angeblich gab es keine Probleme mit Haltestelle und Stadionbetrieb, jetzt müssen die Gutachter zugeben, dass wir doch Recht hatten, und weil niemand die Verantwortung übernimmt, wird der Flugplatz für sechs Stunden geschlossen. Gutachter sprechen von einer Bedarfshaltestelle, für Bedarfshaltestellen gibt es aber keine GVFG-Mittel, was bedeutet, dass die Kosten vollstän­dig an der Stadt hängen bleiben!

Die von Sachwissen offensichtlich in weiten Bereichen des Flugbetriebes befreiten Gutachter hatten eine Stunde Ruhen des Flugbetrie­bes gefordert, die Stadt hat von sich aus auf 90 Minuten erhöht. Stadträtin Schrempp hat in einer der letzten Gemeinderatssitzungen dem OB vorgehalten, dass auch er davon Kenntnis haben müsse, dass bei schlechten Spielen die Zuschauer schon während des Spieles in Scharen das Stadion verlassen. Auch vor dem Spiel streben große Gruppen zum Stadion, manchmal ein bis zwei Stunden vor Anpfiff; auch sie müssen geschützt sein, sofern man den Flugbetrieb denn für gefährdend hält. Aber davon wollte man vor acht Wochen noch nichts wissen.

Auch die angedachte Segelflugpiste ist offensichtlich nicht genehmigungsfähig, was die Stadtverwaltung aber nicht davon abhält, die bisherigen Segelflugpisten zu entwidmen. Die Fallschirmsportler können schon nicht mehr dabei sein! Trifft es als nächstes die Segelflieger?

Die Start- und Landebahn des Flugplatzes Freiburg; davor die Madisonallee
Die Start- und Landebahn des Flugplatzes Freiburg; davor die Madisonallee

Der Bürgerentscheid war so auf den Weg gebracht worden, dass der Motorflugbetrieb erhalten bleibt, für den Segelflug werde eine Alternative geschaffen. Alles vorbei! Jetzt sind die Rechtsanwälte gefragt. Das wäre aber zu vermeiden gewesen, wenn die Einwände der Sachkundigen – seien es Flieger, sei es Universität (Mensa, Parkplätze), seien es beauftragte Gutachter – sowohl von Stadtverwaltung als auch von den großen Fraktionen im Gemein­derat gehört worden wären. Das wollte man nicht, ganz im Gegen­teil, alles wurde in vorauseilendem Gehorsam der Verwaltung und dem SC gegenüber weggewischt.

Jetzt stellt sich heraus, dass es viele K.O.-Kriterien gab und gibt. Der Motorflug, damit auch der Rettungsflug würde massiv beeinträchtigt, die klimatischen und lufthygienischen Gesichtspunkte wurden von der Stadt unter den Tisch gekehrt. Die Frisch- und Kalt­luftproduktionsstätte Flugplatz hat einen großen Wert für die angren­zenden Bereiche der Innenstadt, gerade bei der seit einigen Jahrzehnten um bis zu 20-40%igen Zunahme der Sommer- und Tropentage in Freiburg. Fauna-Flora-Gutachten?

Mehrmals im vergangenen Monat waren Westrandstraße und Industriegebiet Nord stundenlang verstopft. Einmal wegen der Plaza Culinaria, der nächste Anlass war die Spielzeugbörse. Der beauftragte Verkehrs-Gutachter der Stadt sieht darin kein Problem: Stau ist kein Verkehr, deshalb wird Stau nicht berücksichtigt!

Freiburg Lebenswert hat seit Jahren die Fakten genannt, weshalb ein Stadion auf dem Flugplatz nicht möglich ist, aber auch Bürgerinitiativen, Behördenvertreter, Verbände oder die Universität haben im Dialogverfahren, im Begleitgremium und natürlich im Gemeinderat immer wieder die K.O.-Kriterien genannt. Unseres Erachtens ist die Geschäftsgrundlage des Bürgerentscheides aufgrund der zahlreichen sachlichen Gegenargumente nicht mehr existent.

Viele unserer “Argumente & Fakten” aus dem Wahlkampf um den Bürgerentscheid zum SC-Stadion-Neubau finden Sie hier: https://freiburg-lebenswert.de/sc-stadion/argumente-fakten/




Straßenname nach Ferdinand von Lindemann

Anfrage von Dr. Wolf-Dieter Winkler an OB Dr. Dieter Salomon:

Carl Louis Ferdinand v. Lindemann (1852-1939)
Carl Louis Ferdinand v. Lindemann (1852-1939)

Die Quadratur des Kreises ist mehr als ein geflügeltes Wort – tatsächlich handelt es sich um ein uraltes mathematisches Rätsel, über das sich schon Generationen von Mathematikern und Philosophen, wie beispielsweise Archimedes, den Kopf zerbrachen. Die Frage, die sich alle stellten, war: Ist es möglich, allein durch Konstruktion mit Zirkel und Lineal ein zu einem gegebenen Kreis flächengleiches Quadrat herzustellen. Bereits Archimedes führte das Problem auf die Konstruierbarkeit des Kreisumfangs und damit auf die Kreiszahl π zurück, deren exakte Berechnung sich als unmöglich erwies. Johann Heinrich Lambert zeigte in den 1760er Jahren, dass π keine rationale Zahl ist, also nicht als Bruch geschrieben werden kann.

Doch die entscheidende Idee kam Ferdinand von Lindemann (1852-1939) in Freiburg an seinem 30. Geburtstag im Jahr 1882, als er „einen längeren Spaziergang nach Günthersthal und zurück über die Lorettohöhe machte“. Wieder daheim an seinem Schreibtisch bewies er, dass π auch transzendent ist. Das heißt, dass es kein Polynom mit rationalen Koeffizienten gibt, dessen Nullstelle π ist. Daraus folgt, dass es prinzipiell unmöglich ist, mithilfe geometrischer Konstruktionsschritte unter Einsatz von Zirkel und Lineal einen Kreis in ein flächengleiches Quadrat umzuwandeln. Er löste damit in Freiburg (!) eines der bedeutendsten mathematischen Probleme, nämlich dass die Quadratur des Kreises unmöglich ist!

Am 20.9.1982 hatte die Klasse 10b des Berthold-Gymnasiums zum hundertjährigen Jubiläum des Beweises an Oberbürgermeister Eugen Keidel einen Brief geschrieben und darum gebeten nach Lindemann eine Straße zu benennen. Da Eugen Keidel bei der OB-Wahl am 16.11.1982 durch Rolf Böhme abgelöst wurde, geriet diese Anfrage offensichtlich in Verges-senheit. Die obigen Informationen und Daten sind aus Wikipedia und „Mathematik hat Geschichte“, Peter Mäder, Freiburg, Metzler 1992.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, als Physiker ist es mir unverständlich, dass man einen sehr berühmten Mathematiker und Bewohner Freiburgs noch mit keinem Straßennamen geehrt hat. Ich möchte daher anregen, dass Ferdinand von Lindemann bei einer der künftigen Straßenbenennungen endlich die ihm gebührende Ehre zuteil wird.

Dr. Wolf-Dieter Winkler
(Fraktionsvorsitzender FL/FF)

Logo_Fraktion_FL_FF




Frohe Weihnachten und alles Gute für 2017

Weihnachtsstimmung in Freiburg (Foto: Oberlinden, von M. Managò)
Weihnachtsstimmung in Freiburg (Foto: Oberlinden, von M. Managò)

Liebe Mitglieder von Freiburg Lebenswert, liebe Unterstützer
und an unserer Arbeit interessierte Freiburger Bürgerinnen und Bürger,

das nun bald zu Ende gehende Jahr 2016 ist für mich wie im Zeitraffertempo vorübergegangen und das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel stehen wieder unmittelbar bevor.

Ich möchte Ihnen/Euch, Ihren/Euren Familien und Freunden im Namen des gesamten Vorstandes von Freiburg Lebenswert ein schönes, besinnliches Fest wünschen. Für das Jahr 2017 wünsche ich vor allem Gesundheit, Zufriedenheit und ein bisschen Glück. Vor allem hoffe ich für uns alle, dass wir ein friedlicheres Jahr, als das vergangene erleben dürfen.

Für Ihre/Eure Unterstützung und Mitarbeit im vergangenen Jahr möchte ich allen meinen persönlichen Dank aussprechen. Dass wir viele neue Mitglieder in diesem Jahr bei uns begrüßen durften, spricht doch dafür, dass unsere Arbeit geschätzt und unterstützt wird. Sowohl der Verein als auch die Fraktion braucht die Hilfe von allen Mitgliedern von Freiburg Lebenswert, um eine erfolgreiche Arbeit leisten zu können. Damit Freiburg auch weiterhin lebenswert bleibt, bitten wir auch weiterhin um Ihre/Eure Mithilfe. 

Alles Gute und mit den besten Wünschen
Ihre/Eure

Gerlinde Schrempp 

Weinachtsdekoration in Freiburg (Foto: Schusterstraße, von M. Managò
Weinachtsdekoration in Freiburg (Foto: Schusterstraße, von M. Managò




Stadtbahnverlegung von der Komturstraße in die Waldkircher Straße

Logo_Fraktion_FL_FF

Viele Bürger im Bereich von Waldkircher Straße und Komturstraße haben sich gegen eine Verlegung der Stadtbahn ausgesprochen, da sie befürchten, dass dadurch erhebliche Nachteile auf sie und die Nutzer der umgestalteten Straße zukommen werden. Interessant ist dabei, dass die Bewohner um die Komturstraße die Bahn behalten wollen und die Bewohner um die Waldkircher Straße sie gerade nicht haben wollen. Bei einer Veränderung der Waldkircher Straße in der geplanten Form würden sich, bereits im Voraus erkennbar, massive Nachteile und kaum Vorteile ergeben.

Ursprünglich sollte auf dem Güterbahnhofareal ein Betriebshof der VAG entstehen. Dafür wäre eine Verlegung der Trasse notwendig gewesen. Dieses Argument entfällt jedoch, da das VAG-Zentrum auf der Haid ausgebaut wurde.

Die Verlegung der Stadtbahn in die Waldkicher Straße und die damit verbundene Umgestaltung der Straße soll 13,6 Millionen Euro kosten. Dabei mussten wohl noch nach uns vorliegenden Informatio-nen die Kosten im Jahr 2015 um 70% nach oben korrigiert werden. Es wurde von Seiten der Verwal-tung mehrmals daraufhin hingewiesen, dass ein Großteil der Umbaumaßnahmen vom Land bezahlt würde. Im Gegensatz dazu würde die unbestritten notwendige Sanierung der Gleise in der Komtur-straße bei der Stadt hängenbleiben. Dies führt bei uns zu der Vermutung, dass weniger sachliche als vielmehr finanzielle Argumente als Entscheidungsgrundlage für die geplante Verlegung der Straßen-bahn herhalten müssen. Denn üblicherweise wird versucht, den Individualverkehr vom ÖPNV zu trennen, um nachteilige gegenseitige Beeinflussungen zu vermeiden. Hier soll nun das Gegenteil ge-schehen. Wir weisen darauf hin, dass in beiden Fällen Steuergelder zum Einsatz kommen und es dem Steuerzahler egal sein dürfte, wer im Einzelnen sein Geld ausgibt, die Stadt oder das Land. Er wird aber wenig Begeisterung verspüren, wenn aus reinen Zuständigkeitsüberlegungen mehr Geld ausge-geben wird, als notwendig. Und er wird noch weniger begeistert sein, wenn die neue Variante schlechter ist als die aktuelle. Vor dem Hintergrund defizitärer Haushalte in Stadt und Land in den nächsten Jahren ist unter diesen Umständen eine solche Maßnahme erst recht nicht zu vermitteln.

Hier die komplette Anfrage der Fraktiondgemeinschaft FL/FF an die Stadtverwaltung in Ergänzung zu der interfraktionellen Anfrage vom 23.12.2016: Stadtbahn-Waldkircher-Strasse (PDF)




Tödliche Unfälle mit Lastwagen

Die Unfälle mit abbiegenden großen LKWs und Radfahrern häufen sich leider in Freiburg. Immer wieder enden diese leider tödlich. So jüngst in der Heinrich-von-Stephan-Straße und auch schon früher, z.B. mit Kindern und Jugendlichen, die mit dem Fahrrad zur Schule unterwegs sind. Konsequenzen werden angekündigt, teilweise auch umgesetzt (z.B. durch rote Markierung des Radwegs an dieser Stelle), aber dies reicht offensichtlich nicht aus.

Ulrich Glaubitz, zweiter Vorsitzender von Freiburg Lebenswert, hat nun einen – ausdrücklich persönlichen – Brief an Oberbürgermeister Dieter Salomon geschrieben, in dem er für weitergehende Maßnahmen plädiert. Wir möchten diesen Brief als Diskussions-Beitrag hier gerne veröffentlichen:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Salomon,

die schrecklichen Unfälle auf der Heinrich-von-Stephan-Straße müssen zum Anlass genommen werden, wirksame Schutzmaßnahmen einzuführen. Nach Presseberichten ist als Unfallursache ein nicht einsehbarer Bereich an best. LKWs wie auch bei dem Unfallfahrzeug anzunehmen. Auch mit diversen zusätzlichen Spiegeln lässt sich offensichtlich diese Unfallursache nicht ausschalten. Das zwingt doch zu der Schlussfolgerung, dass solche Fahrzeuge nicht kompatibel sind mit den Bedingungen im innerstädtischen Verkehr. 

Aus diesem Grund fordere ich Sie als Freiburger Bürger auf, alles Nötige zu unternehmen, damit auf innerstädtischen Straßen solchen Fahrzeugen die Fahrerlaubnis entzogen wird solange diese nicht mit wirksamen technischen Vorkehrungen ausgestattet sind, die Rechtsabbiege-Unfälle unabhängig von der Aufmerksamkeit des Fahrers verhindern.

Hierfür bedarf es sicher umfangreicher politischer und juristischer Anstrengungen. Währenddessen sind weitere Unfälle zu befürchten. Deshalb bitte ich Sie, sich dafür einzusetzen, dass am Ort der Unfälle und an all den anderen vergleichbaren Verkehrssituationen, wo viel befahrene Radwege an stark frequentierten Spuren des Kfz-Verkehrs entlang geführt werden, eine separate Ampelschaltung installiert wird, so dass abbiegende LKWs und geradeaus fahrende Radler nicht gleichzeitig grün haben.

Das gefällt sicher nicht allen Verkehrsteilnehmern, aber das Leben der Bürgerinnen und Bürger hat Vorrang vor optimalen Bedingungen für den Verkehrsfluss. 

Mit freundlichen Grüßen,
Ulrich Glaubitz

Folie24




Turnusgemäße FL-Mitgliederversammlung

Am 15. Dezember fand turnusgemäß die Mitgliederversammlung des Vereins Freiburg Lebenswert statt. Anfang Dezember 2013, also vor drei Jahren, wurde „Freiburg Lebenswert e.V.“ als gemeinnütziger Verein gegründet, um an den Gemeinderatswahlen im darauffolgenden Mai teilzunehmen. Deshalb finden die Mitgliederversammlungen jährlich, in der Regel im Dezember statt. Auf dem Programm standen diesmal keine Vorstands-Wahlen, sondern “nur” die Berichte der Vorsitzenden und des Kassenwarts sowie deren Entlastung, die jeweils einstimmig erfolgte.

Da Transparenz eines unserer Ziele und Anliegen ist, möchten wir die Rede unserer Vorsitzenden, Stadträtin Gerlinde Schrempp, hier gerne dokumentieren und der Öffentlichkeit zugänglich machen:

Rede von G. Schrempp FL-Mitgliederversammlung am 15.12.16

Bereits am 1. Dezember hatte der Vorstand von FL, zusammen mit den Fraktionskollegen von FL/FF, seiner Vorsitzenden Gerlinde Schrempp zu ihrem 70. Geburtstag gratuliert und sie hochleben lassen. Im Fraktionszimmer im Rathaus fand dazu ein kleiner Überraschungsempfang statt, den Fraktionsgeschäftsführer Dr. Wolfgang Deppert organisiert und vorbereitet hatte. Zu diesem Anlass überreichte ihr der Vorstand von Freiburg Lebenswert im Namen aller Mitglieder einen alten Stich von Freiburg als Dank für ihre unermüdliche Arbeit und politische Leistung für den Verein:

Gratulationen zum 70. Geburtstag (Foto: Dr. W. Deppert)
Gratulationen zum 70. Geburtstag (Foto: Dr. W. Deppert)

Gerlinde Schrempp erhält von FL einen Stich von Freiburg (Foto: Dr. W. Deppert)
Gerlinde Schrempp erhält von FL einen Stich von Freiburg (Foto: Dr. W. Deppert)

Als Widmung steht auf der Rückseite:

“Mit diesem Stahlstich von Eduard Willmann (1820-1877), der um 1860 einen außergewöhnlichen Blick auf Freiburg zeigt, möchten der Verein Freiburg Lebenswert, dessen Vorstand und alle seine Mitglieder Dir ganz herzlich zu Deinem 70. Geburtstag gratulieren und sich bei Dir bedanken! Da auch Freiburg Lebenswert einen besonderen, außergewöhnlichen Blick auf Freiburg einnimmt, dachten und hoffen wir, dass diese Ansicht Freiburgs Dich erfreuen wird.

Als unsere Vorsitzende und Stadträtin sowie als stellvertretende Vorsitzende der Fraktion FL/FF leistest Du außerordentlich viel und stehst – stellvertretend für uns alle – an vorderster Front im politischen Alltag der Stadt. Du wurdest nach der Gründung von Freiburg Lebenswert auf Anhieb zur Vorsitzenden des Vereins und kurz darauf auch als unsere Spitzenkandidatin in den Freiburger Gemeinderat gewählt. Als Stadträtin setzt Du Dich mit enormem Einsatz für unsere gemeinsamen Ziele ein. Ohne Deine große politische Erfahrung und Dein fundiertes Wissen, wäre Freiburg Lebenswert niemals so erfolgreich. Du bist einer unserer Garanten für eine erfolgreiche Gegenwart und Zukunft von Freiburg Lebenswert – und damit auch von Freiburg.

Dafür sind wir Dir unendlich und von Herzen dankbar!

Nun wünschen wir Dir alles erdenklich Gute, Gesundheit und viel Kraft für Deine kommunalpolitische Arbeit sowie für Dein privates und familiäres Glück, mit Deinen beiden wunderbaren Kindern und Enkelkindern.”




FL/FF wünscht frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr

Die Fraktionsgemeinschaft FL/FF im Freiburger Gemeinderat
Die Fraktionsgemeinschaft FL/FF im Freiburger Gemeinderat

Liebe Freiburgerinnen und Freiburger,

das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel stehen vor der Tür. Die Fraktion Freiburg Lebenswert/Für Freiburg möchte Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest wünschen und vor allem friedvollere Tage, als wir sie in den vergangenen Wochen und Monaten erleben mussten. Für das kommende Jahr wünschen wir Ihnen vor allem Gesundheit und Glück, sowie ein hohes Maß an Gelassenheit.

Wir möchten uns gleichzeitig bei den vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern bedanken, die uns in unserer Arbeit große Unterstützung zukommen ließen und mitgeholfen haben, Freiburg lebenswert zu erhalten oder noch ein wenig lebenswerter zu  machen.

Alles Gute und mit den besten Wünschen
Ihre

Gerlinde Schrempp
Dr. Wolf-Dieter Winkler
Karl-Heinz Krawczyk
Prof. Dr. Klaus-Dieter Rückauer
Dr. Wolfgang Deppert (Fraktionsgeschäftsführer)

Logo_Fraktion_FL_FF




Reden zu Dietenbach, Gestaltungsbeirat und Ökostation

Wie immer möchten wir auf unserer Homepage die Reden unserer Stadträte im Gemeinderat dokumentieren. So heute auch die Reden des FL/FF-Fraktionsvorsitzenden Dr. Wolf-Dieter Winkler, die er am 6. Dezember 2016  zu den Themen “Sanierung der Ökostation“, “Gestaltungsbeirat” und “Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Dietenbach” gehalten hat.

Hier die drei Reden zum Nachlesen als PDF-Dateien:

  1.  Rede zu Dietenbach 6-12-2016
  2.  Rede zum Gestaltungsbeirat 6-12-2016
  3.  Rede zur Ökostation 6-12-2016

Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler (FL)
Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler (FL)

Außerdem hatte Dr. Wolf-Dieter Winkler im Gemeinderat beim “TOP 2: Verwaltungs-Konzentration, 2. Baustufe” kritisiert, dass im neuen Verwaltungsgebäude im Stühlinger im Bürgerservicezentrum Großraumbüros eingerichtet werden sollen.




Rede zum Einkaufzentrum Landwasser

Für viel Diskussionen hat die Neubauplanung des Einkaufzenrums (EKZ) Landwasser und deren geplante Vergabe an den Projektentwickler Unmüssig gesorgt. Unsere Stadrätin Gerlinde Schrempp ist als Bewohnerin des Staddteils Landwasser besonders berufen, dazu etwas zu sagen. In ihrer Rede im Freiburger Gemeinderat am 6. Dezember 2016 plädiert sie für eine bessere soziale Durchmischung in diesem Quartier und bittet deshalb um Verständnis dafür, beim EKZ nicht zwingend die 50%-Regelung einhalten zu müssen. Hier ihre Rede zur Drucksache G-16/249 :

Stadträtin Gerlinde Schrempp (FL)
Stadträtin Gerlinde Schrempp (FL)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren,

eigentlich sind alle Positionen zum geplanten EKZ in Landwasser schon aufgeführt, ich möchte das Thema aber aus der Sicht einer Bewohnerin des Stadtteiles angehen und deshalb bitte ich um Ihre Geduld.

Das jetzige Einkaufszentrum in Landwasser ist in einem erbärmlichen Zustand, wie dies ja schon mehrfach geschildert wurde. Die TAG als jetzige Betreiberin hat das EKZ verkommen lassen. Es ist in einem baulich maroden Zustand, Wasser läuft von den Wänden, es ist verdreckt, eine absolute Zumutung für die zahlreichen Praxen und Dienstleister im Obergeschoss, manche Mieter lassen die Zugänge aussehen wie kurz vor einem Sperrmülltermin und das monatelang. Die Verträge der Mieter werden mit den aus meiner Sicht übelsten Methoden ausgehebelt, das ist aber nicht nur im EKZ die Praxis der TAG, Mieter von Wohnungen sind solchen Machenschaften ebenso ausgesetzt, wie ich das schon mehrfach erlebt habe. Telefonisch landet man in Warteschleifen, bei AB’s, schriftliche Anfragen werden nicht beantwortet, glauben Sie mir, meine Damen und Herren, ich kenne genügend verzweifelte Mieter in Landwasser.

Der Zustand dieses Einkaufszentrums, das früher einmal ein angenehmer Stadtteiltreff war mit allen notwendigen und gut sortierten Geschäften, einem Metzger, einem Schuhgeschäft, drei Bankfilialen, einem Haushaltswarengeschäft, einer tollen Modeboutique, einem Hotel mit Restaurant, zwei Supermärkten, Drogerie  usw. ist heute so, dass nicht nur ich dieses Stadtteilzentrum meide, nachts sowieso, tagsüber aber ebenfalls. In manchen Geschäften ist die deutsche Sprache die Ausnahme, leider auch auf den Straßen und Wegen rund um die Schule und das HdB. Um nicht missverstanden zu werden: Zweisprachigkeit ist eine wunderbare Sache, die ich in jedem Fall unterstütze, aber wenn mein Lebensmittelpunkt Deutschland ist, muss ich – vor allem nach 15 oder 20 Jahren – auch die deutsche Sprache beherrschen, um eine Chance im Berufsleben und in der Gesellschaft zu haben.

Aus all den obengenannten Gründen begrüße ich es außerordentlich, dass die TAG das Vorhaben „neues EKZ in Landwasser“ nicht verwirklichen wird, weil ich diese Firma zu einem großen Teil für die Zustände als Verursacher in der Verantwortung sehe, sondern dass sich der Freiburger Investor Unmüßig um dieses Zentrum, nach meiner Information bundesweit als einziger Interessent, bemüht. So wird die Nahversorgung der  Bevölkerung wiederhergestellt werden können, die jetzt nicht mehr gegeben ist.

Herr Kollege Moos ging in seiner Rede auf das Schreiben des HdB-Geschäftsführers ein, deshalb mache ich das jetzt auch, obwohl so ausführlich nicht vorgesehen.

Nun wird von in diesem Mail davon geschrieben, dass der geplante Gebäudekomplex auf ein „menschenwürdiges Maß“ verkleinert werden soll. Mir war als langjährige Bewohnerin eines Hochhauses in Landwasser nicht bewusst, dass große Gebäudekomplexe unmenschlich sind, das Gegenteil war  bei meinen Erfahrungen der Fall. Ich selbst habe wunderbar in Auwaldstraße 1 gewohnt, und ich konnte außergewöhnlich gute  Nachbarschaftsverhältnisse  dort wahrnehmen. Allerdings waren nach Entlassung aus der Mietbindung die guten Nachbarn nahezu alle Eigentümer ihrer früheren Mietwohnungen geworden.

In dieser Mail lesen wir weiterhin davon, dass eine Durchmischung der Bewohnerschaft ermöglicht werden soll. Meine Damen und Herren, das muss man mir erklären. Die Landwasseraner kennen die Durchmischung der Bewohnerstruktur sehr genau, weshalb sich der Bürgerverein auch dankenswerterweise in die Diskussion eingeschaltet hat. Ich will nicht alle Argumente, die Herr Dormeier dem Gemeinderat hat zukommen lassen, nochmals aufführen, diese sind alle richtig und unbedingt zu unterstützen.  Aber die Anhebung des sozialen Milieus durch neue Mieter im Wohnbereich, bei gleichzeitiger Steigerung der Kaufkraft, Schaffung von kleineren Wohnungen für Paare oder Singles, natürlich auch für Ältere, ist absolut notwendig und kann Landwasser wieder in die richtige Spur bringen. An die Adresse der Geschäftsführung des HdB möchte ich Folgendes sagen: Wenn Geförderter Wohnungsbau im neuen EKZ verwirklicht werden soll, dann muss höher gebaut werden, um das Projekt finanzierbar zu machen. Ich habe damit keine Probleme. Aber das ist ja, wie oben ausgeführt,  auch nicht gewollt. Wenn man von Seiten der genannten Geschäftsführung Vorschläge hat, dieses zu verwirklichen, sind sie sicher willkommen, vom Diktat des Investors zu sprechen, ist einfach nur peinlich. In Anbetracht der Erfahrungen, die wir in Landwasser mit Firmen wie TAG und leider zum Teil auch mit Vonovia gemacht haben, wäre es fatal, wenn der einzige interessierte Investor abspringen würde.

Ich habe im Hauptausschuss schon darauf hingewiesen, dass durch das Auslaufen der Mietpreisbindung beispielsweise in der Wirthstraße wohl kaum jemand ausziehen muss. Die Stadt wird die Erhöhung der Mietpreise in den meisten Fällen zu zahlen haben, und das dürfte auch jedem hier bekannt sein.

Meine Fraktion unterstützt alle drei Punkte des Beschlussantrages, wir sind ausgesprochen dankbar, dass die Organisation und die finanzielle Zwischenentwicklung in der Verantwortung des Planungsbegünstigten steht. Hier ist vor allem die Aufrechterhaltung der Nahversorgung des Stadtteils in der ca. zweijährigen Abbruch- und Neubauphase von ganz besonderer Bedeutung.

Noch ein paar Worte zum Abweichen vom 50%-Beschluss. Wir sind nach wie vor der Meinung, dass dieser GR-Beschluss von 2015 für die Stadt Freiburg von großer Wichtigkeit ist. Wir haben diesen Beschluss aber ausdrücklich mit der Maßgabe der Ausnahmemöglichkeit gefasst. Für Stadtteile wie Landwasser ist diese Ausnahmeregel aus unserer Sicht zwingend geboten.

Bei vielen Neubauvorhaben in anderen Stadtteilen ist eine soziale Durchmischung der Bevölkerungsstruktur absolut gewünscht und sicher auch machbar. In Landwasser muss die Durchmischung aber in einer anderen Richtung erfolgen, wie das der 50%-Beschluss ursprünglich begründete.

Ich danke für die Aufmerksamkeit.

Hier die Rede auch als PDF-Datei: rede-von-gerlinde-schrempp-zum-ekz-landwasser-drucksache-g16-249-dez-2016




Kerzenlicht für ein Miteinander

Kerzen für ein Miteinander am Fenster (Foto: M. Managò)
Kerzen für ein Miteinander am Fenster (Foto: M. Managò)

Den folgenden Aufruf von Frau Ursula Hölker aus dem Stadtteil Mooswald, dem sich auch der Bürgerverein Landwasser sowie viele weitere Organisationen, Vereine und viele Freiburger Bürger angeschlossen haben, möchten auch wir unterstützen. Wir sind ebenfalls der Meinung, dass wir ein Zeichen setzen müssen gegen die Aufrufe von Rechts! Beteiligen auch Sie sich mit einem “Kerzenlicht für ein Miteinander” am 3. Advent und darüber hinaus! Hier der Brief von Frau Hölker:

Liebe Freunde, Bekannte, MitbürgerInnen,

zwei Nachrichten auf www.swr.de haben mich heute erschüttert und zum Nachdenken gebracht. Ich zitiere:

Ermittlungen wegen Hetzflugblättern
Der Staatsschutz ermittelt in Freiburg wegen Flugblättern, die nach der Festnahme eines afghanischen Flüchtlings zu Gewalttaten aufrufen. Eines davon wurde diese Woche im Ortsteil Landwasser verteilt. Unbekannte stiften darin offen zur Gewalt gegen einen dort ansässigen Afghanen sowie zu einem Brandanschlag auf sein Geschäft an.

Christian Streich hat Angst vor dem Rechtsruck
Christian Streich, Trainer von Fußball-Bundesligist SC Freiburg, macht sich Sorgen um die gesellschafts-politische Entwicklung im Land. “Ich habe Angst” und fordert seine Mitbürger auf, sich zu bekennen.

Ich kann dies so nicht stehen lassen und gebe Herrn Streich recht, man muss sich bekennen und NEIN sagen. NEIN zu Hass und Menschenfeindlichkeit. Mit den Worten von Martin Luther King „ I have a dream…“ möchte ich euch aufrufen mit mir zusammen Position zu beziehen. Es geht nicht an, dass offen zu Gewalt gegen Mitbürger und deren Eigentum aufgefordert wird, es geht nicht an dass unser Land von Hass in den Würgegriff genommen wird, genug ist genug.

Meine Idee: Kerzenschein für ein Miteinander
Ab Sonntag Abend (3. Advent) sollen in Freiburg in den Fenstern der Häuser Kerzen angezündet werden.

Lichter für ein Miteinander, Lichter der Hoffnung gegen Hass, Lichter für ein Wir in Stadt und Land. Nutzen wir die Adventszeit und bekennen uns solidarisch mit allen die unter Gewalt und Gewaltandrohung leiden, die verunglimpft werden.

Ich würde mich sehr freuen mit diesem Aufruf zu einer Mahnwache Mitstreiter zu finden.  Gerade jetzt in der Zeit der Feste und Feiern können diese Lichter zusätzlich der Stadt ein freundliches Gesicht geben. Meine Bitte an euch, macht mit, ladet Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, Vereinsmitglieder ein sich dieser Sache anzuschließen. Ich bin sehr gespannt wie viele Menschen in dieser Stadt ein Licht anzünden werden.

Mit herzlichen Grüßen Eure Ursula Hölker