Frohe Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr!

Fraktionsgemeinschaft FL/FF: Gerlinde Schrempp, Prof. Klaus-Dieter Rückauer, Karl-Heinz Krawczyk, Dr. Wolf-Dieter Winkler.
Die Fraktionsgemeinschaft FL/FF: Gerlinde Schrempp, Prof. Klaus-Dieter Rückauer, Karl-Heinz Krawczyk, Dr. Wolf-Dieter Winkler.

Liebe große Gemeinschaft von Freiburg Lebenswert!

Das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel stehen vor der Tür. Ich möchte Ihnen/Euch, Ihren/Euren Familien und Freunden – natürlich auch im Namen des gesamten Vorstandes – ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest wünschen, dass jeder von Ihnen/Euch solche Tage erlebt, wie es sich jeder wünscht. Für das kommende Jahr wünsche ich vor allem Gesundheit und möge das in Erfüllung gehen, was für jeden das Wichtigste ist. Ich glaube, dass wir alle auf ein friedlicheres Jahr hoffen, als es das Vergangene war.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen/Euch allen auch meinen persönlichen Dank aussprechen für die große Unterstützung und Mitarbeit, die uns sowohl im Vorstand von Freiburg Lebenswert, als auch in der Fraktion erreichte. Das Jahr begann mit dem Bürgerentscheid, der uns alle viel Kraft gekostet hat, bei dem viele von uns bis an die Grenzen der Belastbarkeit Einsatz gezeigt haben. Auch wenn das Ergebnis nicht zu unseren Gunsten ausfiel, können wir sehr stolz auf das Erreichte sein. Dafür mein besonderer Dank an all unsere Unterstützer.

Die Arbeit im Gemeinderat ist nicht einfach, das haben wir auch nicht erwartet. Durch uns konnten aber z.B. neue Mehrheiten gebildet werden und viel beachtete Entscheidungen getroffen werden. Die Fraktion wird auch im kommenden Jahr weiter dafür kämpfen, dass Freiburg lebenswert bleibt. Dafür bitten wir weiterhin um Ihre/Eure Unterstützung.

Alles Gute und mit besten Wünschen
Ihre/Eure

Gerlinde Schrempp
(1. Vorsitzende von Freiburg Lebenswert e.V.)

Anzeige im STADTKURIER vom 23.12.2015
Anzeige im STADTKURIER vom 23.12.2015




Wieder ein wertvolles Kulturdenkmal in Gefahr!

Das denkmalgeschützte Haus in der Wintererstraße 28 (Foto: M. Managò)
Das denkmalgeschützte Haus in der Wintererstraße 28 (Foto: M. Managò)

Wieder ist ein wertvolles Kulturdenkmal in Gefahr abgerissen zu werden. Das im Stil eines Schwarzwaldhauses gebaute Haus in der Wintererstraße 28 in Herdern, das unter Denkmalschutz steht, sei – so der Eigentümer vor Gericht – wirtschaftlich nicht zu renovieren. Mit welchen offensichtlich durchsichtigen Tricks dabei allerdings argumentiert wurde, berichteten uns Zeugen, die bei der Gerichtsverhandlung anwesend waren. Auch die Badische Zeitung (BZ) berichtete darüber.

Bei den Kostenberechnungen wurden vom Eigentümer Summen angesetzt, die jenseits jeder Realität liegen. So wurde eine Gesamtsumme von 2,6 Mio. Euro für Renovierung genannt. Davon allein 400.000 Euro für die Instandsetzung des Gartens und 28.000 Euro jährlich für dessen Pflege! Auf der anderen Seite wurde ein Mietpreis von 9,50 Euro pro Quadratmeter angesetzt, und das für einen (dann renovierten) Altbau in dieser Lage; während an anderer Stelle  in der Wintererstraße in der Realität aber bis zu 20 Euro verlangt werden. Kein Wunder, dass die Berechnung der Wirtschaftlichkeit bei derart unrealistischen Zahlen nicht aufgeht.

Man kann nur sehr verwundert und erstaunt darüber sein, wie sich das Gericht durch solche Zahlentricksereien und Scheinargumente überzeugen lassen konnte, die jeder Laie sofort als unrealistisch erkennen konnte. Und man muss sich auch fragen, warum es in Freiburg Bauherren derart leicht gemacht wird, denkmalgeschützte Häuser abzureißen…

Wie wertvoll das Haus auch für die Stadtgeschichte ist, zeigt ein Blick auf seine Historie: Es stammt aus den 1920er Jahren und wurde im Stile eines Schwarzwaldhofs von dem jüdischen Architekten Arthur Levi gebaut, von dem nur noch dieses eine Haus in Freiburg erhalten ist. Auftraggeber war damals der Unternehmer Alfred Soeder, dem unter anderem ein Schuhhaus in der Kaiserstraße (das heutige Salamander-Schuhgeschäft) gehörte. Er ließ es 1924 für seine Tochter bauen, die einen indischen Maharadscha geheiratet hatte. Das Haus gilt als seltener (innerhalb Freiburgs gar als einziger!) Repräsentant des süddeutschen Heimatstils und ist deshalb seit 1982 offiziell als Kulturdenkmal eingetragen. Die Experten des Denkmalschutzes des Regierungspräsidiums berichteten im Mai vor Gericht, dass die typischen Elemente wie die verzierten Holzbalkone oder die Wandvertäfelungen im Inneren sehr gut erhalten sind.

Siehe auch in der BZ:  http://www.badische-zeitung.de/freiburg/alte-villa-in-herdern-darf-trotz-denkmalschutz-abgerissen-werden–115278973.html

Sowie: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/schicksal-einer-villa-in-herdern-entscheidet-sich-vor-gericht–84175024.html




Neues Stadion nicht genehmigungsfähig?

Rede von Gerlinde Schrempp im Gemeinderat am 15.12.2015

Der Wolfswinkel: Hier soll das neue Stadion gebaut werden.
Der Wolfswinkel: Hier soll das neue Stadion gebaut werden.

Stadträtin Gerlinde Schrempp (FL/FF) hat in der denkwürdigen Sitzung des Gemeinderats am 15.12.2015 auch eine Rede zum Stand der Dinge bei der Planung des neuen Fußballstadions im Wolfswinkel gehalten, die für Unruhe auf der Bürgermeisterbank gesorgt hat und sicher noch weitere Wellen schlagen wird.

Hier einige Ausschnitte aus Ihrer Rede;

“Es wäre nach unserer Ansicht langsam höchste Zeit, dass Sie, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, den Gemeinderat über die großen Probleme informieren würden, die im Zusammenhang mit dem Bau dieses neuen Stadions existieren.

Sie haben vom Regierungspräsidium klipp und klar in schriftlicher Form mitgeteilt bekommen, dass Ihre Planung eines Stadions auf dem Flugplatz nicht genehmigungsfähig ist. Sie wurden verpflichtet, ein Gutachten in Auftrag zu geben, dem die ICAO –Richtlinien (ICAO heißt Internationale Zivilluftfahrtorganisation) für Flugsicherheit zugrunde liegen müssen.

Es sollten die Ergebnisse dieses Gutachtens –ebenso wie die der anderen noch ausstehenden Gutachten – abgewartet werden, bevor weitere Gelder verschwendet werden. Das Geld, das Sie inzwischen ausgeben, dient aus unserer Sicht dazu, Fakten zu schaffen, die eine Umkehr Ihrer Planungen nicht mehr zulassen sollen.  (…)

Aber Sie planen weiter und geben viel Geld aus. Das müssen Sie vor dem Steuerzahler verantworten. Uns ist schon klar, wie diese Abstimmung ausgehen wird, nur möchten wir durch diesen Beitrag festgehalten haben, dass wir heute auf die vom Regierungspräsidium ausgesprochene Nichtgenehmigungsfähigkeit der heutigen Stadionplanung den Gemeinderat und die Verwaltung hingewiesen haben. Ebenso auf die massiven Einsprüche der Universität.”

Hier die ganze Rede im Wortlaut (PDF-Datei): Rede von Gerlinde Schrempp zum neuen Fußballstadion und dem Vertrag mit dem Land

Siehe auch die weiteren Reden von G. Schrempp im Gemeinderat.

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Reden von Prof. Rückauer im Gemeinderat

Zur Flüchtlingssituation, zum Mietspiegel und zum Aktionsplan Inklusion

In der Sitzung des  Freiburger Gemeinderats am 15.12.2015 hat auch Stadtrat Prof. Klaus-Dieter Rückauer (Für Freiburg) als Mitglied der Fraktionsgemeinschaft Freilburg Lebenswert/Für Freiburg (FL/FF) drei Reden zu den o. g. Tagesordnungspunkten gehalten, die wir hier auch gerne dokumentieren möchten:

Rede Prof. Rueckauer zur Flüchtlingssituation 2015 12 15

Rede Prof. Rueckauer zum Mietspiegel 2015 12 15

Rede Prof. Rueckauer Aktionsplan Inklusion 2015 11 17




Reden von Gerlinde Schrempp im Gemeinderat

Zur Sozialarbeit in Weingarten, zum Schulverbund Vigilius-Schulen und zur Einschränkung der Stellplatzverpflichtungen

Gerlinde Schrempp hat in der ausgedehnten Sitzung im  Freiburger Gemeinderat am 15.12.2015 drei Reden gehalten, die wir hier gerne dokumentieren möchten:

1.)  Zum sogen. “Eckpunktepapier” und zu  Weingarten

Die Rede bringt die heftigen Diskussionen, die um dieses Thema stattfanden, sehr gut “auf den Punkt” und fasst die Argumente nochmal zusammen, die zum Abstimmungsverhalten von FL/FF bezüglich Eckpunktepapier und Situation in Weingarten geführt haben.

Siehe: Rede von Gerlinde Schrempp zum Eckpunktepapier bzw. Weingarten

2.) Zum Schulverbund Vigilius-Schulen

Mit einem klaren Nein hat die Fraktion FL/FF gegen die Bildung eines Schulverbundes Vigelius I und II gestimmt. In ihrer Rede begründet Gerlinde Schrempp das klar und ausführlich. So sagte sie unter anderem: “Aus unserer Sicht stehen dem Vorhaben heute vor allem pädagogische Argumente entgegen.”

Siehe: Rede von Gerlinde Schrempp zum Schulverbund Vigeliusschulen

3.) Zur Einschränkung der Stellplatzverpflichtungen

Die Fraktion FL/FF begrüßt den Entwurf einer Satzung über die Einschränkungen der Stellplatzverpflichtungen für Wohnungen und sonstige bauliche Anlagen im Gebiet der Stadt Freiburg ohne das Gebiet der Ortschaften. “Allerdings”, so Gerlinde Schrempp in ihrer Rede, “können wir den Satzungsentwurf in der vorliegenden Form nicht generell gutheißen.”

Siehe: Rede von Gerlinde Schrempp zur Reduzierung der Stellplatzverpflichtung




Freiburg ignoriert Klimaziele

Rede von Dr. Wolf-Dieter Winkler im Gemeinderat

“Der größte Erfolg der UN-Klimakonferenz in Paris ist, dass jetzt alle Staaten der Erde verstanden haben, dass der CO2-Anstieg menschengemacht ist und bei einem weiteren Anstieg des CO2-Gehalts eine Klimakatastrophe droht. Die Erkenntnis, dass ein Weiterso wie bisher nicht mehr geht, hat sich endlich durchgesetzt. Wir müssen den Klimawandel mit allen verfügbaren Mitteln aufhalten.” So der FL/FF-Fraktionsvorsitzende, Dr. Wolf-Dieter Winkler, zu Beginn seiner Rede im Gemeinderat zur Ausweisung neuer Bauflächen in Freiburg am 15. 12. 2015 .

Und er kommt am Ende zu dem Schluss: “Freiburg Lebenswert/Für Freiburg wird Vorlagen zu Wohnbau auf städtischen Grünflächen und in Naherholungsgebieten wie dem Mooswald, den Dreisamauen oder Kleingärten grundsätzlich nicht zustimmen.

Wir lehnen auch den Perspektivplan in seiner jetzigen Ausgestaltung ab, da die Stadtplaner-Lyrik mit ihren etwas albernen Wortschöpfungen wie Kapern, Säumen,… sowie ihrer beschönigenden Beschreibungen wie „qualitative Weiterentwicklung von Freiflächen“ nichts Anderes meint als Bauen ohne Rücksicht auf bisher gültige Maßstäbe.”

Hier die gesamte Rede im Wortlaut (als PDF-Datei):
Rede von W.-D. Winkler im GR zu Bauflaechen am 15.12.2015

Siehe auch: Städtebau und Klimaerwärmung

sowie: Stoppt den Bauwahn!

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Sozial- und Quartiersarbeit in Freiburg und Weingarten

Der Gemeinderat der Stadt Freiburg soll am 15. Dezember 2015 in seiner 12. Sitzung über Eckpunkte zur Sozialarbeit in Freiburg sowie zur Quartiersarbeit Weingarten beraten und entscheiden. Der Arbeitskreis (AK) Soziales von Freiburg Lebenswert (FL) hat deshalb eine Stellungnahme zur jetzigen Situation und zum aktuellen Konflikt in Weingarten erstellt.

Der AK möchte dabei die gesamte Sozialarbeit im Stadtteil betrachten und den Blick nicht auf das Forum Weingarten verengt sehen. Er hält, wie er sagt, “eine nicht nur fachöffentliche, sondern auch eine stadtteilöffentliche Diskussion für notwendig. Ebenso Zeit für Anhörungen, eine Arbeitsgruppe der wichtigen stakeholders – und ein Entscheidungsmoratorium jetzt.” Er AK empfiehlt deshalb, in der Gemeinderatssitzung am 15.12.2015 noch nicht über das Eckpunktepapier abzustimmen.

In diesem Punkt nimmt der AK Soziales eine andere Haltung ein als die Stadträte von FL/FF, die am 15.12. geschlossen für das Eckpunktepapier der Stadt zur Quartiersarbeit stimmen wollen. Lange haben sich die FL/FF-Stadträte mit der Thematik auseinandergesetzt. Sie haben sowohl das Forum Weingarten, als auch den Bürgerverein Weingarten mehrfach eingeladen und gehört. Nach sorgfältiger Abwägung  aller Gesichtspunkte kommen kommen sie nun aber zu dem Schluss, sowohl der Beauftragung des externen Gutachtens, als auch dem vorgestellten Eckpunktepapier zustimmen zu können und zu wollen.

Als Argumente wurden unter anderem aufgeführt, dass Sozialarbeiter, die von der Stadt (also vom Steuerzahler) bezahlt werden, es sich schon gefallen lassen müssten, dass ihr Arbeitgeber einmal nachfragt, was sie im Viertel tun und wie sie dies tun. Das Forum Weingarten würde auch sehr stark als polititischer Akteur auftreten, was nicht seine Aufgabe sei. Außerdem könne der schon sehr lange andauernde Konflikt mit dem ehrenamtlich tätigen Bürgerverein so nicht immer weiter hingenommen werden. Zur Beilegung dieser Konflikte und Differenzen könne das Eckpunktepapier hilfreich und notwendig sein.

Gerlinde Schrempp hat im Gemeinderat am 15.12.2015 dazu eine Rede gehalten, die die Diskussion sehr gut “auf den Punkt bringt” und die Argumente zusammenfasst, die zum Abstimmungsverhalten von FL/FF bzgl. Eckpunktepapier geführt haben.

Damit sich jeder selbst eine Meinung bilden kann, hier

1.) das oben erwähnte Papier des FL-AK Soziales (PDF): Papier  zur  Sozialarbeit und Quartiersarbeit in Weingarten des AK Soziales

2.) Die o. g. Rede von Gerlinde Schrempp im Gemeinderat (PDF): Rede von G. Schrempp zum Eckpunktepapier bzw. Weingarten

 




Moderne Neubauten stören das ästhetische Empfinden

Lohnt sich ein klassischer Neubau? Und bleibt er wertstabil? Ist architektonische Schönheit subjektiv? All das hat die TU Chemnitz umfassend untersucht. Mit eindeutigen Ergebnissen. Hier ein Überblick über die Ergebnisse der Untersuchung, die von Dr. Nicole Küster und Prof. Dr. Friedrich Thießen durchgeführt und bewertet wurde (zusammengefasst von dem Verein Stadtbild Deutschland):

  • Es gibt objektive Schönheit! Und: Menschen fühlen sich wohler und haben eine höhere Zahlungsbereitschaft bei Altbauten und im klassischen Stil gebauten Neubauten.
  • Avantgardistische moderne Neubauten stören das ästhetische Empfinden stark und sind nicht wertstabil.
  • Klassische Neubauten sind dagegen am WERTSTABILSTEN.
  •  

    Schönheitsurteile werden über alle gesellschaftlichen Gruppen hinweg fast identisch ausgesprochen.

    Hier der Link zur ausführlichen Beschreibung der Untersuchung, der vom Bundesfachverband der Immobilienwirtschaft e.V. in dessen “BVI-Magazin” veröffentlicht wurde:
    http://bvi-magazin.de/hp1165/Schwerpunktthema.htm