Stellungnahme von Freiburg Lebenswert

Der Vorstand von Freiburg Lebenswert begrüßt die Gründung des „Freiburger Bündnis Wohnen“. Freiburg Lebenswert wünscht und erwartet, ebenfalls als Mitglied des Bündnisses angefragt zu werden. Dies umso mehr als Freiburg Lebenswert die Lebensqualität in Freiburg sowie den Erhalt und die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums für alle, insbesondere für die mittleren und unteren Einkommensschichten, als wortwörtliches Ziel in seiner Satzung stehen hat.

Die 1. Vorsitzende von Freiburg Lebenswert, Gerlinde Schrempp, weist darauf hin, dass die in der Resolution zum neuen Bündnis geforderte verantwortungsvolle und sozial ausgewogene Zukunftsentwicklung mit Augenmaß von Anfang eine Forderung von Freiburg Lebenswert gewesen ist.

Freiburg Lebenswert fordert dabei im Interesse aller Bürger auch ein Augenmaß bei dem Setzen von Akzenten für das weitere Wachstum der Stadt, allerdings ausdrücklich nur in dem Maße, wie dadurch der Charakter von Freiburg als weltoffene und soziale Stadt für alle Menschen, gleich welcher sozialen Herkunft oder Nationalität, Glaubens oder Hautfarbe, uneingeschränkt erhalten bleibt.

Pressekontakt: Michael Managò (Pressereferent), presse@freiburg-lebenswert.de




Interview im “Freiburger Wochenbericht”

Im “Freiburger Wochenbericht” vom 11.12.2013 ist auf Seite 5 ein Interview mit unserer neuen Vorsitzenden Gerlinde Schrempp abgedruckt. Der “Freiburger Wochenbericht” ist online verfügbar, zum Lesen einfach hier klicken und zur Seite 5 blättern.




Freiburg Lebenswert verabschiedet Satzung und wählt den Vorstand

Am Montagabend fand im Cafe Velo die offizielle Vereinsgründung von „Freiburg Lebenswert“ statt. Aus dem Kreis der mittlerweile von 48 auf 85 angestiegenen Anzahl Aktiven wurde Gerlinde Schrempp zur ersten Vorsitzenden und Ulrich Glaubitz zum zweiten Vorsitzenden gewählt. In der einstimmig verabschiedeten Satzung wurden neben Stadtbild, gestaltender Bürgerbeteiligung und Lebensqualität der Erhalt und die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums für die mittleren und unteren Einkommensschichten als Vereinszweck festgeschrieben.

Gerlinde Schrempp wohnt im Stadtteil Landwasser. Sie ist vielen Bürgern im Westen der Stadt vor allem als Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative „IGEL e.V.“ bekannt, aber auch als langjährige Ortschaftsrätin und stellvertretende Ortsvorsteherin in Hochdorf. Die Bürgerinitiative „Igel“ hat in jahrelanger und hartnäckiger Arbeit u.a. erreicht, dass Bund und Land jeweils zur Hälfte die Kosten tragen für einen deutlich verbesserten Lärmschutz entlang des geplanten dritten und vierten Gleises der Güterbahntrasse.

Ulrich Glaubitz lebt im Stadtteil Betzenhausen und ist Mitglied im baden-württembergischen Landesvorstand von „Mehr Demokratie e.V.“. Dieser bundesweit tätige Verein ist parteipolitisch neutral und fördert die staatsbürgerliche Bildung in unserer Gesellschaft. Der Verein will die direkten politischen Mitbestimmungsrechte der Bürger stärken.

Neben der Wahl verabschiedeten die anwesenden Gründungsmitglieder die Satzung des neu gegründeten Vereins „Freiburg Lebenswert e.V.“. Darin wird ein besonderer Schwerpunkt auf Erhalt und Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums in Freiburg gelegt. Der Zweck des Vereins wurde wie folgt in der Satzung festgeschrieben:

„Freiburg Lebenswert will sich aus Verantwortung für eine an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientierten Stadtentwicklung in die demokratische Entscheidungsfindung einbringen und setzt sich neben den Themen Stadtbild, gestaltende Bürgerbeteiligung und Lebensqualität – auch für zukünftige Generationen – für den Erhalt und die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums für alle ein, insbesondere für die mittleren und unteren Einkommensschichten.“

Gerlinde Schrempp begründete ihre Kandidatur für den Vorsitz bei Freiburg Lebenswert damit, dass nur eine demokratische Einbindung engagierter Bürger fernab von parteipolitischen Ideologien die Gratwanderung zwischen bezahlbarem Wohnraum und gleichzeitigem Erhalt von Lebensqualität und Stadtbild bewerkstelligen kann.

„Meine erste Aufgabe wird allerdings sein, die von verschiedenen Seiten vermutlich aus völliger Unkenntnis über unsere Ziele immer wieder aufgestellte Unterstellung, Freiburg Lebenswert wolle Mauern um Freiburg bauen oder gar eine Zuzugsregelung einführen, aus der Welt zu schaffen. Das ist Unsinn und war und wird nie ein Ziel von Freiburg Lebenswert sein. Allerdings blicken wir mit Sorge z.B. auf die Planungen für den neuen Stadtteil. Das wird voraussichtlich, sollte es tatsächlich so weit kommen, der teuerste Stadtteil in Freiburg werden. Und trotz der hohen Mieten wird der neue Stadtteil viele Menschen nach Freiburg locken, womit die Nachfrage nach Wohnraum weiter angefeuert wird. Über direkte und indirekte Effekte, nicht zuletzt über den Mietspiegel, kommt es zu einer weiteren Beschleunigung des Mietpreisanstiegs in der ganzen Stadt. Noch mehr Freiburger, nicht nur aus den unteren Einkommensschichten, können sich ihre Stadt bald nicht mehr leisten, wenn wir weiter so schnell wachsen wie bisher.“

Ulrich Glaubitz stimmt dem zu und ergänzt: „Als Verfechter von mehr direkter Demokratie reizt mich bei Freiburg Lebenswert ganz besonders die Forderung nach gestaltender Bürgerbeteiligung und mehr Mitbestimmung der Bürger bei der Stadtentwicklung. Das ist wichtig, damit ausgehend von den legitimen Einzelinteressen der Bürger eine möglichst ausgewogene, zumutbare und nachhaltige Politik für die gesamte Freiburger Bevölkerung entsteht.“

Weitere Informationen zu „Freiburg Lebenswert“ und die Möglichkeiten, sich bei der Initiative zu beteiligen, gibt es online auf www.freiburg-lebenswert.de.

Pressekontakt: Michael Managò (Pressereferent), presse@freiburg-lebenswert.de